Zeit zu gehen

Pferd reiten

Unser Insider Vanessa hat ihren aufregenden Farmstay-Aufenthalt in Neuseeland beendet. Lies in ihrem letzten Bericht, wie sie die Zeit vor der Abreise verbracht und was sie bei ihrer Heimkehr erlebt hat. Mehr Informationen zu unserem Programm findest du unter Farmstay in Neuseeland.


Nun stand mir also die erste Woche ohne meine Gastfamilie bevor… Am Montag bin ich noch ein bisschen durch Taupo gelaufen, habe mich mit Snacks in die Sonne an den See gesetzt und die letzten Souvenirs gekauft. Danach habe ich mich ins i-SITE gesetzt, um auf meinen Bus nach Rotorua zu warten. Während ich dort nun gewartet habe, habe ich weitere Deutsche kennengelernt, was in Neuseeland auch wirklich nicht schwer ist, da gerade in den „üblichen Touristenstädten“ immer sehr viele Deutsche sind. Um 16 Uhr ging es für mich dann endlich mit dem Bus nach Rotorua! Auf diese Stadt hatte ich mich schon lange wieder gefreut, da sie mir schon damals, als ich die ersten Tage hier in Neuseeland verbracht habe, wirklich super gefallen hat. Nach der knapp einstündigen Busfahrt bin ich aber nur noch einkaufen gegangen und dann im Hostel todmüde ins Bett gefallen.

Doch am Dienstag bin ich früh aufgestanden, da ich ein Horse Trekking am Lake Okareka gebucht hatte. Meine Vorfreude war riesig! Endlich in Neuseeland durch die wunderschöne Landschaft ausreiten können. Das war genau das, was ich mir von Anfang an erhofft hatte, was aber auf meiner Farm leider nie wahr geworden ist. Dort angekommen wurden alle Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Da ich die Einzige war, die schon reiten konnte und den längsten Trek reiten wollte, durfte ich mit einer dänischen Wwooferin, die dort für wenige Wochen arbeitet, alleine ausreiten!

Neuseelands magische Natur

Wir sind über die Weiden galoppiert, sind auf die höchsten Punkte geritten, um die schönste Aussicht zu haben und es war einfach traumhaft! Jemand, der das selbst noch nicht in Neuseeland so gemacht hat, kann sich gar nicht vorstellen, wie traumhaft es war, zwei Stunden durch die neuseeländische Natur zu reiten und einfach die Ruhe zu genießen! Man könnte meinen, dass es auch in Deutschland schöne Orte zum ausreiten gibt. Das mag auch stimmen, aber in Neuseeland ist es etwas ganz anderes. Die scheinbar unberührte Natur, die tollen Landschaften, die Sonne, das komplett andere Klima, die riesigen Weiden mit Schafen und Kühen, über die man einfach galoppieren kann, die Seen, der Vulkan direkt gegenüber von dir, einfach alles… Es war einfach zu schön, um wahr zu sein!

Man kann es gar nicht beschreiben… Und auch auf Fotos lässt sich diese Natur und dieses Gefühl nicht festhalten… DAS ist für mich einfach Neuseeland und genau das alles werde ich in Deutschland so vermissen… Nach diesem tollen Erlebnis bin ich dann wieder zurück nach Rotorua gefahren und bin dort noch einige Zeit durch den Park und die Stadt gelaufen. Leider merkt man inzwischen, dass die Saison hier in Neuseeland beginnt und es immer mehr (mir zu viele) Touristen werden. Somit konnte ich Rotorua nicht so sehr genießen, wie noch vor ein paar Monaten, aber dennoch war es schön, hier noch einmal hergekommen zu sein.

Neuseeland See Berge

Meine letzten Tage in Auckland

Am Mittwochmittag ging dann mein Bus nach Auckland, wo ich dann abends angekommen bin. Und ich muss sagen, auf diese Stadt habe ich mich von vorneherein nicht gefreut. Schon an meinem ersten Tag hier in Neuseeland fand ich Auckland nicht besonders schön. Und das Gefühl hat sich nach den Monaten in der Natur und auf dem Land noch verstärkt. Auckland ist für mich eine Stadt wie viele andere Städte auch. Sie hat keinen eigenen Flaire, wie zum Beispiel Wellington, und spricht mich persönlich einfach nicht an. Doch mir geht es wie vielen anderen, die ich hier kennengelernt habe auch. Für mich ist Auckland City einfach nicht wirklich Neuseeland… Hier hat man nicht dieses einzigartige Gefühl, was ich sonst in den anderen Städten und beim Reisen immer hatte. Es ist eine Stadt, die meiner Meinung nach überall auf der Welt so sein könnte. Doch auch Auckland hat natürlich seine schönen Ecken, die man hier entdecken kann!

Ich bin also abends in Auckland angekommen, gleich einkaufen gegangen und habe in mein Hostel eingecheckt. Danach wollte ich zum Abendessen endlich mal wieder eine richtige Pizza essen. Als ich nun im viel zu vollen und lauten Auckland an dem Pizza Laden stand, kam plötzlich eine Freundin auf mich zu, die ich vor ein paar Wochen in Masterton kennengelernt habe. Sie war schon vor einiger Zeit aus Masterton weggezogen, um noch zu reisen und durch einen riesigen Zufall haben wir uns beim Pizzaessen einfach wieder getroffen! Wir haben also zusammen gegessen und noch lange gequatscht, bis wir dann beide zurück in unsere Hostels gegangen sind.

Alte und neue Gewohnheiten

Donnerstag wollte ich dann eigentlich einfach den ganzen Tag lang chillen. Da ich das aber schon ewig nicht mehr gemacht habe, hatte ich nach einer halben Stunde das Bedürfnis, irgendetwas zu tun und bin deshalb durch die Stadt gelaufen, habe ein paar Klamotten anprobiert (aber nichts gekauft, da hier alles zu teuer ist und hier jetzt nur noch Sommersachen zu kaufen sind und in Deutschland der Winter auf mich wartet) und bin einfach eine Weile gelaufen. Da traumhaftes Wetter war, tat das auch ganz gut. Nach einem kurzen Mittagessen bin ich dann aber wieder zurück ins Hostel und habe mich einfach mit Musik auf mein Bett gelegt. Ständig musste ich daran denken, was zu dieser Uhrzeit gerade in meiner Gastfamilie abläuft: Mit den Kindern das Wohnzimmer aufräumen, die Pferde rausbringen, Dinner für die Kinder vorbereiten… Mir fehlen die vier echt sehr, vor allem aber das für mich inzwischen typische Leben auf der Farm!

Freitag musste ich dann aus meinem Hostel auschecken und bis mittags mit meinem Gepäck durch Auckland laufen, bis ich dann in meinem nächsten und letzten Hostel einchecken konnte. Nachdem ich nun eingecheckt hatte, bin ich wieder einkaufen gegangen und habe dann meinen Backpack und mein Handgepäck vernünftig fertig gepackt. Somit neigte der letzte volle Tag in Neuseeland sich auch schon dem Ende zu. Ich habe versucht, so gut es an einem Freitagabend in Auckland nun mal ging, früh zu schlafen, da mir am nächsten Tag ja nun ein wirklich langer Heimflug bevorstand…

Zeit, nach Hause zu fliegen

Morgens habe ich früh ausgecheckt und mich dann nach einem halben Jahr mit meiner Nachbarin und Klassenkameradin aus Deutschland getroffen. Sie lebt seit ein paar Monaten in Auckland und bleibt noch bis Mitte nächsten Jahres. Deshalb wollten wir uns unbedingt noch treffen, bevor ich zurückfliege. Wir waren zunächst zusammen frühstücken, sind dann zum Hafen gelaufen und haben uns dort hingesetzt. Mittags sind wir dann noch zum Mexikaner essen gegangen und dann hieß es auch schon Abschied nehmen, da ich zum Flughafen musste. Nun stand mir also zunächst ein etwa 17-stündiger Flug nach Dubai bevor.

Die ersten acht Stunden waren auch relativ entspannt. Ein ruhiger Flug, entspannte Sitznachbarn und gute Filme. Doch dann kam es aufgrund des Wetters immer wieder zu Turbulenzen. Ab da wurde es für alle ziemlich unangenehm. Wir konnten ewig nicht aufstehen, weil wir angeschnallt bleiben sollten. Sehr viele Menschen sind reisekrank geworden und allgemein war die Stimmung dann ziemlich im Keller…

Nach der Ankunft in Dubai hieß es für mich so schnell wie möglich umzusteigen, um meinen Flug nach Frankfurt nicht zu verpassen. Das ist mir auch ganz locker gelungen, da in Dubai alles sehr schnell abläuft.

Home Sweet Home

Die nächsten sieben Stunden bin ich dann also von Dubai nach Frankfurt geflogen. Im Flugzeug habe ich eine kleine Überraschung, einen kleinen Kuchen, bekommen! Nach diesen sehr langen sieben Stunden bin ich dann endlich wieder in Frankfurt gelandet. Dort angekommen habe ich zunächst eine halbe Ewigkeit auf mein Gepäck gewartet und durfte dann endlich raus zu meiner Familie. Es war toll, alle nach so langer Zeit wieder zu sehen!

Nun stand uns aber noch eine vierstündige Heimfahrt bevor. Die Zeit ging aber relativ schnell rum. Zu Hause angekommen habe ich ein paar Geschenke bekommen und habe mich dann auf das Sofa gekuschelt und auf einen entspannten Abend gefreut.

Keine Spur von Jetlag

Doch plötzlich klingelte es an der Tür und meine besten Freunde standen mit Kuchen und Willkommensgeschenken vor der Tür. Und es wurden immer mehr! Ich habe dann also mit meinen besten Freunden, Nachbarn und meiner Familie Pizza und Kuchen gegessen. Wir haben noch lange zusammengesessen und gequatscht. Es war super schön, alle wieder zu sehen und wir hatten uns viel zu erzählen! Von Jetlag war dank dieser Überraschung nichts zu spüren!


Du möchtest Vanessas Neuseeland-Abenteuer noch einmal komplett nachlesen? Ihre Berichte findest du unter Insider Vanessa – viel Spaß!