Wochenendtrip nach Buenos Aires

Insider Larissa J.

Insider Larissa J. berichtet vom spannenden Ausflug in die Hauptstadt Argentiniens:

Hallo, alle zusammen!
Da bin ich wieder, und bringe ein neues Abenteuer mit! Denn vor einigen Wochen ging es für mich in die Hauptstadt. Das hieß für uns wieder: 12 Stunden über Nacht mit dem Bus. Insider Larissa J.Abends auf dem Weg zum Busterminal habe ich auf unsere Tickets geschaut und gelesen, dass unser Bus irgendwo zwischen Plattform 52-66 abfahren würde (spezifischere Angaben bekommt man in Argentinien nicht). Das hat uns ziemlich verwundert, da die Langstreckenbusse normalerweise von „kleinzahligeren“ Plattformen abfahren. Trotzdem haben wir uns schließlich hingesetzt und gewartet… und gewartet…
Schlussendlich war es 23:57 (unser Bus sollte um 24:00 Uhr abfahren) und es gab noch keine Spur vom Bus. Also haben wir noch mal auf unsere Tickets geschaut und – wie könnte es anders sein – es waren die Tickets der Rückfahrt und unsere eigentlichen Plattformen waren 20-25. Wir sind also zum anderen Ende des Busbahnhofs gesprintet und haben – wenn auch nur sehr knapp – unseren Bus bekommen.

ArgentinienWir kamen also in Buenos Aires an und gönnten uns (da wir natürlich mal wieder voll bepackt waren) ein Taxi zu unserem Hostel im Bezirk San Telmo. San Telmo hat keine großen Attraktionen zu bieten, außer einer kilometerlangen Feria, die immer sonntags stattfindet und zu der ich später noch kommen werde. Mehr aber auch nicht. Deswegen war unser Hostel auch erschwinglich genug und wir konnten uns sogar ein eigenes Zimmer mit Bad leisten.

Als wir im Hostel ankamen, wurde uns gesagt, dass unser Zimmer noch nicht fertig sei Buenos Aires(obwohl wir 3 Stunden nach der möglichen Check-in-Zeit ankamen) – „die Putzfrau ist heute spät dran“. Stattdessen haben sie uns erstmal in das Zimmer von sechs Typen verwiesen (die gerade außer Haus waren) mit den Worten: „Sie sind Freunde von uns, das ist ok“. Wir haben dort dann unsere Sachen sortiert und sind im Gemeinschaftsbad duschen gegangen. Nach einer halben Stunde war unser Zimmer immer noch nicht fertig, aber wenigstens konnten wir dort unsere Sachen abstellen, sodass wir los und auf die Straßen von Buenos Aires konnten…
Zuerst ging es nach Palermo: Das Viertel der Reichen und Schönen. Dort waren wir im Eva Perón Museum und sind dann zum Viertel Recoleta gelaufen. Wir waren stundenlang unterwegs, hatten allerdings wundervolles Wetter.

Buenos AiresAm nächsten Tag haben wir uns auf den Weg zum Parlament und dem Senatsgebäude gemacht, sind die Avenida de Mayo zum Casa Rosada (Amtssitz der Präsidentin) und danach die kilometerlange Feria (ein Markt, auf dem alles Mögliche, sehr oft handgemachte Dinge, verkauft wird) entlang gelaufen – wenn auch nur zur Hälfte, da man alles an einem Tag nicht schaffen würde.
Nach einem erfolgreichen Mitbringsel-Raubzug, den wir noch in unserem Hostel verstaut haben, wurde dann spontan beschlossen, dass wir an diesem Sonntag Buenos Aires per Rad erkunden wollten. Ein Fahrradverleih war in der Nähe, sodass sich gegen drei Uhr nachmittags aufs Rad geschwungen wurde. Wir erkundeten zuerst La Boca (ein recht armes Hafenviertel, mit vielen bunten Häusern), den alten und neuen Hafen und schlussendlich noch einen Naturpark in der Nähe des Hafens mit Blick auf Downtown Buenos Aires.

Am letzten Tag sind wir morgens nochmal durch die Stadt gebummelt, haben eine Tour durch die Katakomben von Buenos Aires unternommen und sind in das Museum Moderner Kunst gegangen. Und dann hieß es auch schon wieder Bye Bye Buenos Aires, denn unser Bus ging am frühen Abend zurück nach Córdoba.

Am nächsten Morgen kamen wir um halb sieben in Córdoba an, sodass ich noch etwas Zeit hatte, um zu duschen, bevor es dezent erschöpft zur Arbeit ging.

Bis zum nächsten Mal,
Larissa

Humanmedizin in Argentinien