Willst du die Vielfalt der Landwirtschaft kennenlernen?

Sandra sitzt in einer Koppel und kuschelt mit einem Pferd.
Die Arbeit mit den Pferden machte einfach sehr viel Spaß.

Angesichts des Weltbauerntages berichtet wir heute über unsere Farmstay-Projekte:

„Ich habe in vielen Bereichen so viel dazu gelernt: Bei der Arbeit mit all den Tieren: den Schafen, Rindern, Hunden, Pferden, Hühnern… Es waren im Prinzip auch viele Kleinigkeiten dabei: z.B. zu lernen wie man das Motorbike oder den Sitzrasenmäher fährt, Zäune reparieren, wie rund um das Farmhaus alles instand gehalten wird. […] Zunächst einmal musste ich feststellen, dass zumindest die Leute, die ich kennengelernt habe, sehr viel arbeiten. Oft wird schon früh am Morgen (gegen 4-5 Uhr) angefangen und zumindest im Sommer endet der Tag dann gegen 19:00 Uhr abends.“ (Stephanie, 10 Wochen Farmstay in Neuseeland)

Ein Gedenktag für die Landwirte

Diese Woche gab es einen Gedenktag, der wahrscheinlich eher untergegangen ist, der Weltbauerntag. Erst 2000 wurde dieser von UNO und UNESCO eingeführt, um den Landwirten und deren Erzeugnissen zu gedenken. Dabei soll deren Hauptaufgabe, die Erzeugung und Herstellung von pflanzlichen und tierischen Produkten in den Mittelpunkt gerückt werden. Denn ohne Milch, Getreide oder tierische Produkte, gäbe es viele Lebensmittel nicht. (Quelle)

„Wir mussten morgens um 7 Uhr aufstehen, die Ponys und Pferde rausstellen und sie mit Wasser versorgen. Sonntags,wenn Hernan, der Stallbursche, seinen freien Tag hatte war es außerdem unsere Aufgabe, alle Tiere zu füttern. Nachdem wir dann selber gefrühstückt hatten mussten die „Chorals“ gemistet und die Großpferde bewegt werden. In manchen Wochen kamen vormittags ganze Schulklassen auf den Hof, dann mussten wir von 9-13 Uhr bei deren Betreuung mithelfen. Nachmittags waren dann Reitstunden und wir halfen beim Putzen, Satteln und auf dem Platz, eben da, wo wir gerade gebraucht wurden.“ (Johanna, 2 Monate Farmstay in Chile)

 

 Die Landwirtschaft ist vielfältig

Wie in vielen anderen Berufen haben sich teilweise auch die Landwirte auf verschiedene Bereiche spezialisiert. Manche halten nur Tiere, wie Kühe, Schafe und Ziegen. Einige Landwirte haben sich auf Pferde oder Milchwirtschaft spezialisiert. Teilweise haben die Landwirte Ackerflächen, manche haben sich für Wein oder Obstanbau entschieden.

„Ich habe mich viel um die Tiere, Hunde und Pferde, gekümmert. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem die Pferde von der Wiese zu holen, auszureiten, sie danach abzuduschen und wieder zurückauf die Weide zu bringen. Außerdem habe ich mitgeholfen, die Rinder einzutreiben, z. B. als sie geimpft werden mussten, ein Brandzeichen bekommen haben, oder zum Verkauf abgeholt wurden. Auch habe ich mich um das Gepäck und die Anreise gekümmert, wenn Pfadfinder (Scouts) oder andere Besucher auf dem farmeigenen Landhaus übernachtet haben.“ (Holger, 9 Wochen Farmstay in Argentinien)

 

 Auch in der Landwirtschaft gab es Veränderungen

Natürlich hat sich auch die Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren extrem verändert. Hat man früher alles noch per Hand gemacht, erledigen heute vielerorts Maschinen die anfallenden Arbeiten. Doch die Landwirtschaft ist weiterhin abhängig von den Einflüssen der Natur. Dauerregen oder Dürre können eine ganze Ernte zerstören und die Existenz einer ganzen Familie gefährden. Daran hat sich auch nach 100 Jahren nichts geändert. Wer mehr über die Geschichte der Landwirtschaft lesen will, kann dies hier tun.
Weitere Informationen zum Berufsbild des Landwirtes findet ihr hier.

„Die Arbeit mit dem Traktor hat mir sehr viel Spaß gemacht! Weitere Aufgaben für die ich zuständig war, war die Bodenarbeit mit den Pferden, Reiten aber auch bei kleineren Projekten mit zu helfen. […]Ich konnte schon echt viele neue tolle und vor allem einzigartige Erfahrungen auf der Farm sammeln! Z.B. war ich bei 3 Fohlengeburten dabei und habe auch gesehen wie kleine Kätzlein auf die Welt gekommen sind. Aber auch dem Tierarzt durfte ich über die Schulter schauen, wenn er bei uns auf der Farm war. So habe ich bei einer Kastration, einem Schwangerschaftstest und beim Zähne schleifen zuschauen dürfen!“ (Sandra, 7 Wochen Farmstay in Kanada)

 

 Farmstay mit Praktikawelten

Oftmals stehen Bauern oder Farmer für den Inbegriff der Freiheit und Unabhängigkeit. Fernab von Großstädten, leben sie meist im Einklang mit der Natur und den Tieren. Wer dieses Gefühl auch gern haben möchte und selbst einmal auf einer Farm Hand anlegen will, kann sich hier über unsere Farmstay -Projekte infomieren. Dort hast du die Möglichkeit selbst bei allen anfallenden Tätigkeiten zu helfen. Außerdem hast du die Gelegenheit dich um die Tiere zu kümmern, manchmal Lämmer und Kälber mit der Flasche großzuziehen und gleichzeitig ein Teil deiner Gastfamilie auf der Farm zu sein. Um euch einen besseren Einblick zu geben, haben wir hier ein paar Fotos unserer ehemaligen Teilnehmer zusammengetragen.