Western Cape Tour

Sonnenuntergang am Cape Agulhas.

Unser Insider Lynn hat nach ihrer ersten Projektwoche eine Western Cape Tour gemacht und eine Menge gesehen.

Hallo ihr Lieben,
Schon ist die erste Woche hier in Südafrika vorbei und ich habe einfach schon so unglaublich viel erlebt. In meinem letzten Blogeintrag habe ich ja von meinem ersten Projekttag berichtet, heute geht es dann weiter mit dem Wochenende an dem ich die Western Cape Tour gemacht habe.

Ein Bild von der Küste, die Wellen brechen an den FelsenAm Mittwoch und am Donnerstag war ich ja wie schon gesagt im Projekt und danach war ich einfach viel zu müde um noch etwas zu unternehmen. Die Kinder sind doch teilweise sehr anstrengend, da sie alle so viel Aufmerksamkeit haben wollen, die ich ihnen natürlich auch geben will, doch es ist schwer alle ihre Wünsche auf einmal zu erfüllen. Die Arbeit macht mir jedoch sehr viel Spaß und ich freue mich schon am Montag wieder hinzugehen. Doch jetzt steht erst mal das Wochenende an. Da wir freitags immer frei haben, ging es am Freitagmorgen um 6:00 in der Früh auch schon los nach Kapstadt. Wir haben die Tour mit Hotspots gebucht und wurden mit einem Tourbus am Apartment abgeholt. Im Bus saßen dann auch schon die beiden Mädels aus dem anderen Apartment, die die Tour mit uns machen wollten. Der erste Stopp war denn bei McDonalds in Kapstadt. Ich hatte die ganze Fahrt dahin verschlafen, da ich so müde war. Hier sind wir dann in einen anderen Bus gestiegen, in dem schon ein Mädchen aus Dänemark, ein Junge aus Kanada und eine Frau aus San Francisco saßen. Gemeinsam mit unserem Tourguide sind wir Richtung Haut Bay gefahren. An diesem wunderschönen Hafen haben wir eine Tour mit einem Boot zu einer Insel (Duiker Island) gemacht, auf der unglaublich viele Robben den Tag genossen haben. Das Wetter hat sich wirklich nicht von seiner besten Seite gezeigt. Es war windig, kalt und teilweise hat es geregnet. Das Boot hat so unglaublich viel geschaukelt und die Wellen waren richtig hoch. Als wir dann wieder festen Boden unter den Füßen hatten, sind wir halb erfroren wieder in den Bus gestiegen und über den Chapman’s Peak Drive zum Cape of Good Hope gefahren. Zwischendurch sind wir kurz stehengeblieben um Bilder von der schönen Aussicht zu machen, doch der Wind war so stark, dass ich echt Angst hatte weggepustet zu werden. Am Kap der guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt von Afrika haben wir auch nur kurz Halt gemacht, da das Wetter einen längeren Aufenthalt einfach nicht zugelassen hat. Weiter ging es dann zum Cape Point und danach nach Simon’s Town, wo wir zu Mittag gegessen haben und auch Pinguine gesehen haben. Weiter ging es nach Stellenbosch, wo wir in einem Hostel übernachtet haben.

Panorama-Aufnahme bei der Western Cape Tour.

Weiter geht die Western Cape Tour

Am nächsten Morgen ging es dann um 8:30 wieder weiter. Diesmal waren noch ein Typ aus Australien, einer aus Polen, einer aus Österreich und einer aus Deutschland mit dabei. Pinguine sitzen in den FelsenDas waren alles Backpacker, die ganz alleine nach Kapstadt gereist sind und jeden Tag mit Rucksack von Hostel zu Hostel reisen. Ich bewundere jeden, der ganz alleine reist, denn ich glaube ich könnte das nicht. Ich bin so froh, dass ich mit Johanna, Sophia und Ella zusammenwohne, da wir auch wirklich alles zusammen unternehmen und wir sind auch schon wie eine kleine Familie. Als erstes ging es an diesem Tag zum Township „Kayamandi“, was übersetzt „Home sweet home“ heißt. Hier hat uns ein Einheimischer durch das Township geführt. Die Armut war richtig deutlich zu sehen und ich fühlte mich auch richtig unwohl als Tourist durch diese Wohngegend zu laufen. Ein bisschen wie Besucher im Zoo. Trotzdem waren die Menschen richtig stolz uns ihr Zuhause zu zeigen. Hier kennen die Leute sich alle, grüßen sich auf der Straße und die Kinder spielen alle zusammen. Weiter ging es dann zum Weingut „Muratie“ wo wir eine Weinprobe mit drei Weinen und Schokolade gemacht haben. Der erste Wein war so gut, dass wir gleich eine Flasche für unser Apartment gekauft haben. Weiter ging es dann zur nächsten Weinprobe auf dem Weingut „Fairview“ wo wir 6 Weine mit Käse probiert haben. Danach haben wir noch einen kurzen Stopp bei der Nelson Mandela Statue vor dem letzten Gefängnis, in dem er war, gemacht. Sonnenuntergang am Cape Agulhas.Fürs Mittagessen ging es nach Franschhoek, ein kleines französisches Dorf. Nach einer Fahrt von drei Stunden durch die wunderschöne Landschaft Südafrikas sind wir dann am Cape Agulhas angekommen, dem südlichsten Punkt von Afrika. Das war glaube ich mein Highlight des Tages, das Meer und die Wellen waren so schön und der Sonnenuntergang war auch richtig toll. Die Nacht haben wir in einem richtig coolen Hostel verbracht. Abends saßen wir dann beim Braai am Feuer und haben uns mit allen anderen Teilnehmern der Tour unterhalten.

Am Sonntag wurden wir nach Hermanus gefahren, wo man normalerweise Wale sehen kann, nur leider kommen die erst im Juni/Juli. Wir haben dann auf einer Terrasse leckere Waffeln gegessen. Am Nachmittag ging es nach Betty’s Bay, wo wir auch nochmal Pinguine gesehen haben. Ich war richtig verwundert über das Geräusch, das die Pinguine machen. Das hört sich nämlich an wie ein Esel. Mit diesem Geräusch verkünden die Pinguine ihrer Kolonie am Nachmittag, dass sie von ihrer Nahrungssuche wieder zurück sind. Über den Clarence Drive sind wir dann zurück nach Strand gefahren, wo wir zuhause abgesetzt wurden. Die Tour hat mir richtig viel Spaß gemacht, ich habe so viel gesehen und erlebt. Mittlerweile fühle ich mich hier schon richtig zuhause und ich freue mich riesig auf die nächste Woche, wo wir auch schon wieder jede Menge geplant haben.

Ich schicke euch liebe grüße,
Eure Lynn

Sozialarbeit mit Kindern in Südafrika