Was man in drei Wochen Australien so alles lernen kann

Mara und Blick in die Landschaft

Insider Mara hat in 3 Wochen Australien einiges erlebt:

Drei unfassbare Wochen bin ich jetzt bereits in Australien. Ich habe in drei Hostels geschlafen, bin mit den verschiedensten Bussen gefahren, habe Unmengen von neuen und unglaublich netten Leuten kennengelernt, die ersten Abschiede und sogar schon meinen ersten Job hinter mich gebracht.

Mara und Blick in die LandschaftZuerst einmal musste ich feststellen, dass mein Rucksack nicht unbedingt optimal gepackt ist. Zwar hatte ich fünf kurze Hosen sowie reichlich kurzärmlige Oberteile dabei, doch bei roundabout 15 Grad in Sydney in der ersten Woche waren die eher weniger angebracht. Eine lange Hose und ein Pulli mehr wären durchaus schön gewesen. Ebenso wäre es schlau gewesen, das Ladekabel für den Laptop auch mitzunehmen, wenn man gedenkt, diesen benutzen zu wollen. Zumal, wenn man ein schönes deutsches Modell mit sich führt, für das nirgendwo Ersatz zu bekommen ist…

Unser Blogeintrag: Tipps zum Packen

Wie auch immer. Auch wenn die erste Woche ziemlich kalt und manchmal regnerisch war und das Skypen mit der Familie erst mal flach fiel, war es doch auch eine Woche voll von neuen Erfahrungen.

Zum Beispiel hab ich gelernt, dass…

  • …es in Sydney mehr Deutsche und Asiaten gibt, als Australier (Und, dass die meisten der Deutschen im Original Backpackers leben).
  • …australischer Goon den Ruf hat, äußerst gefährlich zu sein, und das nicht ganz zu Unrecht, wie man dazusagen muss.
  • …die Wege durch Sydney unglaublich lang werden können, zum Beispiel wenn man Opera House, Darling Harbour, die Harbour Bridge das Ursprungsviertel The Rocks und Northern Sydney auf einmal sehen will.
  • …Lebensmittel echt ganz schön teuer sein können.
  • …und nicht zu guter Letzt, dass ein Hostel NICHT über den Komfort von Hotel Mama verfügt.

So viel dazu.

Australien-WorkandTravel-Insider-Mara-Hennig (2)Nichtsdestotrotz habe ich einige wunderschöne Touren durch Sydney, Manly und den nahegelegenen Royal National Park gemacht und Reisegefährten für mein halbes Jahr in Australien gefunden. Ich habe in dem tasmanischen See gebadet, verschiedene Clubs und Pubs besucht und meine ersten TimTams gegessen. Ich habe das Hostel mit einigen neuen Freunden zu voreilig gewechselt, wie wir feststellen mussten. Ich habe mir und meiner ersten Reisepartnerin Anastasia einen Job gesucht und dies bereut. Denn das war, je nachdem aus welcher Sicht man es betrachtet, nicht nur auf den ersten Blick ein Griff ins Klo: Der Flug nach Proserpine war voll mit betrunkenen Australiern. Den Tag haben wir dann mit unseren je zwei Rucksäcken am wunderschönen Strand von Airlie Beach verbracht. Abends hat uns der Greyhound Bus nach Bowen gebracht.

Bowen. Eine Stadt für sich. Im Hostel mussten wir erst mal mehr als doppelt so viel bezahlen, wie wir dachten, 210 $ statt der veranschlagten 190 $, plus 200 $ Kaution. Im Zimmer kam dann der nächste Schock: Die Matratzen waren total durchgelegen und überall war Müll. Die Küche befand sich draußen und war voll mit Katzen, die die Reste vom Boden und Müll fressen. Dann sah man in die resignierten Gesichter der scheinbar letzten noch wachen Menschen im Hostel, die erzählen, Arbeit gebe es meist erst nach einer Woche Aufenthalt. Australien-WorkandTravel-Insider-Mara-Hennig (4)Kein Frühstück, kein Wlan – der Abend war gelaufen und die Laune vollkommen auf dem Tiefpunkt.

Am nächsten Morgen bekam ich wirklich aus absolutem Zufall zumindest Arbeit für mich. Der Glücksgriff überhaupt. Arbeit im Shed, 21 $ die Stunde, Capsicums (Paprika) am Fließband sortieren und verpacken. Perfekt, wenn auch ziemlich anstrengend. Auch wenn mir das ein wenig Neid und Hass all der Leute eingebracht hat, die vorher Picken mussten, bevor sie in den Genuss kamen, Packen zu dürfen.

Palmen und Sandstrand am MeerTrotz alledem sind alle so unglaublich nett, dass man es als Deutsche schon fast nicht glauben kann. Wo man auch hingeht fragt dich jeder, wie es einem geht und bietet einem jede erdenkliche Hilfe an. Außerdem ist es wärmer in Bowen. Dies ist einer der Gründe, warum wir hier her wollten. Es hat angenehme 25 Grad minimum. Für mich im Shed mit Ventilator ist das schön, für Anastasia auf dem Feld eher weniger. Zumal die Bezahlung auch eher weniger schön ist…

Trotz der Tatsache, dass alle hier so unglaublich nett und lustig sind und mein Job ziemlich gut bezahlt wird, haben wir beschlossen, nach der ersten bezahlten Woche wieder abzureisen. Das Hostel ist uns zu teuer für das, was es bietet (oder eben nicht) und der Weg zum nächsten annehmbaren Strand ohne den Shuttle-Service von Mick, dem Besitzer, zu weit. Also soll es nach Cairns gehen, in der Hoffnung, dass wir dort ein bisschen mehr Komfort und vielleicht den nächsten Job finden. Außerdem will ich dort darauf warten, dass endlich das Ladekabel für meinen Laptop ankommt, das ich im Internet bestellt habe.

 

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