Von den Babyschildkröten nach Deutschland und zurück?

Insider Anna R. in Costa Rica
Traumhafte Strände an der Küste Costa Ricas

Insider Anna berichtet über ihre letzte Projektwoche in Costa Rica und ihre Ankunft in Deutschland:

¡Chicas y chicos que era Costa Rica!

Auch die zweite Woche im Projekt verging sehr schnell. An die täglichen Aufgaben habe ich mich schnell gewöhnt. Eine neue Aufgabe war es, den Strand zu reinigen. Ich hätte nicht gedacht, dass an so abgelegenen Stränden so viel Plastikmüll zu finden ist. Am Ende unserer Reinigungstour hatten wir vier große Säcke voller Plastikmüll gesammelt. Außerdem haben wir eine „Excumation“ durchgeführt. Bei der „Excumation“ werden alte Nester ausgegraben, um dann zu sehen, wie viele Schildkröteneier geschlüpft sind oder nicht und wie viele überhaupt befruchtet waren. Leider habe ich während meines Projektes keine Babyschildkröten gesehen, außer bei der „Excumation“, dort habe ich tote Babyschildkröten gesehen, die leider nicht geschlüpft sind, weil der Sand zu heiß war. Jede freie Minute habe ich mit den anderen Freiwilligen am Strand verbracht und die unberührte und schöne Natur genossen. Der Abschied von diesem kleinen Paradies fiel mir sehr schwer. Man gewöhnt sich schnell an das entspannte und ruhige Leben in Costa Rica. Auch wenn man nicht so im Überfluss lebt, wie in Deutschland, hat man alles, was man braucht und es fehlt einem an nichts. Ich habe gemerkt, wie man kleine Dinge viel mehr würdigt und schätzen lernt. Ich bin einen Tag früher aus dem Projekt abgereist, weil es im Projekt kein Internet gibt und somit hätte ich keine spontanen Änderungen vom Flug mitbekommen. Ich hatte mich dafür entschieden gehabt, eine Nacht in Alajuela zu verbringen, weil der Flughafen von dort nur ein paar Minuten entfernt ist. Vom Projekt aus bin ich mit dem Taxi nach Matapalo gefahren, danach ca. sechs Stunden mit dem Bus nach San Jose. Weiter ging es ca. zwei Stunden von San Jose nach Alajuela. Das war schon eine kleine Weltreise, aber am nächsten Tag ging es erst richtig los. Erst nach einem 17 Stunden langen Flug war ich wieder zurück in Deutschland mit viel Pura Vida im Gepäck und wurde schon sehnsüchtig von Freunden und Familie erwartet. Leider ist mein Koffer in Frankreich hängen geblieben, aber er wurde mir sofort am nächsten Tag nach Hause geliefert. Seit ein paar Tagen bin ich jetzt wieder in Deutschland und habe mich wieder gut eingelebt. Ich habe gelernt, den Wohlstand in Deutschland mehr zu schätzen und sehe vieles nicht mehr für selbstverständlich an. Costa Rica ist ein sehr interessantes und wunderschönes Land, auch wenn es nicht ungefährlich ist. Es ist wichtig, sich im Vorfeld über manche Dinge und darüber, wie man sich zu verhalten hat, zu informieren, um Gefahren aus dem Weg zu gehen. Trotzdem war es für mich eine einzigartige Erfahrung und ich bereue die Entscheidung nicht. Ich hoffe, dass ich nochmal die Zeit und die finanziellen Mittel in meinem Leben haben werde, um nochmal so eine Erfahrung in einem anderen Land zu machen.

Pura Vida

http://www.praktikawelten.de/freiwilligenarbeit/rette-meeresschildkroeten/rette-meeresschildkroeten-in-costa-rica/projektinfo.html