Vom Abiball nach Córdoba in Argentinien

Insider Larissa J. berichtet über ihre ersten Tage in Córdoba, Argentinien:

Córdoba, hier bin ich!

Hallo, alle zusammen!
Vor knapp zwei Wochen hatte ich meinen Abiball, vor einer Woche war ich dabei, meinen Koffer – jedes Gramm einzeln zählend – ein- und auszupacken und nun ziehe ich mit Leuten aus allen Ecken der Welt durch Córdoba. Es ist schon irgendwie verrückt!

Am Sonntag, den 20. Juli, bin ich nach insgesamt ca. 23 h reisen in meiner Unterkunft in Córdoba angekommen und erlebte einen Kulturschock der feinsten Sorte. Die Eigentümerin des Hauses – ein kleiner Wirbelwind – hat mich begrüßt und mir die Wohnung gezeigt, war aber kurz darauf auch schnell wieder verschwunden. Ich dagegen bin nach einer kleinen Pause (es war früher Nachmittag) und dem ersten Auspacken los, um den nächstgelegenen Supermarkt zu suchen und schlussendlich auch – dank meiner ausgezeichneten Spürnase für Essen – zu finden.

Ein paar Stunden später kamen auch Daria aus Österreich (mit der ich den 14 h-Flug von Frankfurt nach Buenos Aires verbracht hatte) und Leticia aus Brasilien an. Zusammen begaben wir uns auf die Suche nach der Sprachschule, in der wir in den nächsten Wochen (hoffentlich) grundlegendes Spanisch lernen werden.

Am Montag war dann unser erster Tag in der Schule, der mit einem Spanischtest begann. So wollte sich die Schule ein Bild von unserem Sprachlevel machen. Naja, ich kann euch so viel sagen: bei mir gab’s nicht viel zu testen. Ich habe die Felder für meinen Namen, das Datum und meine Email ausgefüllt und bin an der ersten Aufgabe gescheitert. Das war aber nur halb so schlimm, da ich ja gerade deshalb hier bin, nämlich um Spanisch zu lernen.

Am frühen Nachmittag sind dann alle Neuankömmlinge (viele Brasilianer, ein paar Deutsche, zwei Amis und eine Engländerin) auf eine Stadttour durch das alte Córdoba und danach in einem traditionellen Restaurant essen gegangen, in dem ich mich schnell von Fleischbergen umzingelt fand. Als Vegetarierin habe ich mir dafür mit einer Brasilianerin (Fernanda) ein argentinisches Bier geteilt, was mir persönlich sogar besser als deutsches geschmeckt hat – ja, ihr habt richtig gelesen! Ich denke, das liegt daran, dass das argentinische Bier nicht so bitter ist, wie das in Deutschland.

Am Dienstag hatte ich meinen ersten richtigen „Schultag“. Zusammen mit einer Amerikanerin und einem Brasilianer werde ich von unserem Lehrer José unterrichtet, der unglaublich nett und geduldig mit uns ist. Später am Abend haben wir noch eine kleine Tour durch den neueren Teil von Córdoba bekommen und uns dann in großer Gruppe in eine kleine Bar gesetzt.

Ich halte euch auf dem Laufenden,

Larissa

http://www.praktikawelten.de/freiwilligenarbeit/humanmedizin/humanmedizin-in-argentinien/projektinfo.html