Vamos a La Playa – Karneval in Canoa!

Sonnenuntergang über dem Meer von oben

Unser Insider Pia berichtet von ihrem Ausflug zum Karneval nach Canoa und ist begeistert.

Hola amigos! 🙂

Letztes Wochenende war Karneval, welcher in Südamerika und somit auch in Ecuador, ja wie ihr wisst, groß und ausgelassen gefeiert wird! Viele Ecuadorianer nutzen das lange Wochenende, um an die Küste zu fahren – genau das wollten wir an diesen Tagen auch tun. 🙂
Montanita, Mompiche, Puerto Lopez, … Viele schöne Orte, an denen man Karneval feiern und den Strand genießen kann. Am Ende haben wir uns für Canoa entschieden. Canoa ist ein ziemlich kleiner Ort in der Provinz Manabi mit einem schönen Strand, vielen Surfern und großen Strandpartys über Karneval.

Sonnenuntergang über dem Meer von obenFreitagabend um ca. 23 Uhr sind wir voller Vorfreude bei Quitumbe (Wahnsinn, was da abends los war – ich hatte das Gefühl, ganz Quito will irgendwohin mit dem Bus. 😀 ) in den Nachtbus gestiegen. Nach knapp 8 Stunden mehr oder weniger erholsamer Nachtfahrt und 2x Umsteigen wegen einer Reifenpanne, standen wir dann um 7 Uhr in Canoa an der ecuadorianischen Pazifikküste.
Nach einem leckeren Frühstück am Strand haben wir erst mal unser Hostel gesucht und uns umgezogen. Mit bestimmt 3 Liter Sonnenmilch und Moskitospray eingecremt ging‘s dann zurück an den Strand. Die Luftfeuchtigkeit war im Vergleich zu Quito gefühlte 1000% – da tat das Bad im Meer wirklich gut! Das Wetter war am Samstag einfach fantastisch. 🙂 Wir haben die Wellen genossen und erstmal bestimmt eine ganze Stunde im angenehm warmen Pazifik verbracht, bevor wir uns am Strand sonnen gegangen sind. Wenn man so in `ner Hängematte am Strand liegt, Kokosmilch schlürft und aufs Meer rausschaut, ist es kaum vorstellbar, dass gerade eigentlich erst Anfang Februar ist…
Als wir abends zurück ins Hostel gekommen sind, mussten einige von uns (unter anderem auch ich) leider schmerzlich feststellen, dass die Sonne heute wohl doch etwas stärker war, als angenommen – der ein oder andere hat sich einen ordentlichen Sonnenbrand zugezogen. 🙁 Also ordentlich After-Sun (niemals vergessen, wenn ihr an die Küste fahrt!) aufgetragen und dann wieder ab an den Strand zum Abendessen und Cocktails trinken. In der netten Strandbar „Surf Shak“ haben wir uns alle etwas Leckeres zu essen gegönnt und richtig gute Cocktails von Mojito über Caipirinha bis hin zu Tequila Sunrise getrunken. Dort haben wir auch Nina und Lina (ebenfalls Volontäre bei Praktikawelten) wiedergetroffen. Die beiden reisen gerade zusammen für 2 Wochen die Küste von Esmeraldas im Norden nach Puerto Lopez/Montanita im Süden entlang und wir haben uns vorher abgesprochen, damit es genau passt, dass wir uns in Canoa treffen. 🙂
Nach dem Essen sind die anderen noch weiter an den Strand feiern gegangen. Mir hat mein Sonnenbrand dann doch etwas mehr zugesetzt. Kopf und Kreislauf waren nicht wirklich das Gelbe vom Ei weshalb ich mich im Hostel unter mein Moskitonetz ins Bett gelegt und geschlafen habe.

Eine Sandstraße in einem OrtAm nächsten Morgen ging es dann schon wesentlich besser. Leider hat das Wetter nicht mehr so mitgespielt und wir haben den Großteil des Tages an den überdachten Hängematten am Strand verbracht. Außerdem haben wir uns Sonntag erstmal schleunigst ein neues Hostel gesucht, da es in unserem ersten, das wir von Quito aus für 20$/Nacht (!) gebucht hatten, leider kein fließend Wasser gab… Wir konnten weder richtig duschen, noch die Klospülung betätigen, was dann doch nicht unbedingt optimal war. 😀
Eine Straße weiter sind wir dann ins viel schönere „Hostal Canoa“ gezogen. Es gab funktionierende Duschen, saubere Betten und heile Moskitonetze, die wenigstens in dieser Hinsicht für einen ruhigen Schlaf gesorgt haben. Wir waren wirklich rundum zufrieden. 🙂
Abends hieß es dann nach dem Essen auch für mich: auf zur Strandparty! Überall waren große Bühnen aufgebaut und es gab Shows und Musik. Diese großen Bühnen mit der vielen lauten Musik haben das Stromnetz von Canoa aber anscheinend ein bisschen überlastet. Sowohl Samstag, als auch Sonntag war um ca. halb 8 abends plötzlich alles aus. 😀 Bei der südamerikanischen Arbeitsmotivation über Karneval hat es dann auch beide Male knapp 1 ½ Stunden gedauert, bis die Party weitergehen konnte. 😀
Es ist schon cool, barfuß am Strand feiern zu gehen. Für die Ecuadorianer ist Karneval ein absolutes Highlight und man wird schnell von der Feierlaune mitgerissen. Es war ein super lustiger Abend und wir hatten eine Menge Spaß. Als wir gegen halb 3 zurück ins Hostel gekommen sind, mussten wir alle allerdings erstmal duschen: An Karneval ist es hier nämlich üblich, sich mit einer Art Schaum gegenseitig vollzusprühen. Auch wir sind davon natürlich nicht verschont geblieben und nachdem ein paar von uns sich dann ebenfalls diese Sprühflaschen besorgt hatten, ging eine regelrechte Straßenschlacht los, nach welcher jedem von uns gefühlte 5 Liter von diesem Schaum in den Haaren und auch ansonsten am gesamten Körper verteilt klebten.

Eine Straße von oben mit Menschen und PalmenMontagmorgen waren wir alle einfach unglaublich müde. Das Wetter war leider nochmal schlechter geworden und unsere Motivation, das Hostelzimmer zu verlassen war schwindend gering. 😀 Somit haben wir den Tag dann dort verbracht, geredet, gelacht, gegessen und einfach nur von der vorangegangenen Nacht erholt. Til, Judith und ich haben am Nachmittag dann außerdem angefangen unsere Sachen zusammenzupacken, da wir im Gegensatz zu den anderen statt Dienstag- bereits Montagnacht zurückgefahren sind (wir 3 hatten Mittwoch unseren ersten Tag im Projekt).
Gegen halb 10 haben wir uns dann auch auf den Weg zur Bushaltestelle gemacht, wo wir um 22 Uhr in den Bus zurück nach Hause gestiegen sind. Nach einer sehr turbulenten Rückfahrt mit eher wenig Schlaf (der Busfahrer ist auch in den Kurven etwas über dem Tempolimit gefahren, weshalb wir nicht so gut schlafen konnten. 😀 ), sind wir dann auch nach flotten 5 ½ Stunden in Quito angekommen und sind nach einer Dusche im Appartement gegen halb 6 einfach nur noch vollkommen müde in unsere Betten gefallen.

Das war`s auch schon wieder vom letzten Wochenende 🙂
Ich bin nun bereits über einen Monat hier und hatte meine ersten 3 Arbeitstage im Projekt. Im Laufe der nächsten Wochen werde ich euch dann mal berichten, wie es mir gefällt und was ich dort so mache. Die erste Woche war jedenfalls schon sehr schön – die Erzieherinnen sind sehr nett und die Kinder alle zuckersüß. 🙂

Das kommende Wochenende werde ich mit Kati aus meinem Appartement in Tena verbringen. Tena liegt süd-östlich, ca. 5 Stunden Busfahrt von Quito entfernt. Wir wollen uns die wunderschönen Wasserfälle anschauen und nach Misahuallí fahren – dort gibt es einen „Affenstrand“. Wie es war und was wir so erlebt haben, berichte ich euch dann beim nächsten Mal. 🙂

Muchos saludos aus dem warmen Ecuador! Pia

Sozialarbeit mit Kindenr in Ecuador