Unterrichten an der Schule

Flora lächelt mit zwei Jungs in die Kamera

Unsere Stipendiatin Flora berichtet von ihrer Zeit im Projekt. Sie hat sich gut eingelebt und fühlt sich wohl in ihrem Projekt.

Nun sind fast zwei Monate seit meiner Anreise vergangen.
Ich habe mich sehr gut eingelebt, nun klappen die täglichen Tro-Tro Fahrten zu meiner Schule problemlos und auch der Unterricht hat Struktur angenommen und macht mir sehr viel Spaß. Ich gehe sehr gerne in mein Projekt, die Kids sind mir total ans Herz gewachsen und die Tage verfliegen im nun. Meine Schule liegt versteckt hinter dem Ort Kasoa, nach einer Stunde Fahrt heißt es dann nochmal 15 Minuten auf einem Sandweg laufen – bis man die rosa „Liz Global School“ sehen kann. Es ist eine sehr kleine Schule mit ca. 50 Kindern, im Alter von 1-11 Jahren, die sich auf zwei Klassen und die Nursery aufteilen.

Wie natürlich überall in Ghana, findet man auch hier nicht die beste Voraussetzung zur Wissensvermittlung vor – Lärm durch die vorhandene Baustelle und jeder Menge Dreck. Doch die Schulleiterin legt sehr viel Wert darauf, dass es den Kindern gut geht und sie viel lernen, jede Klasse hat einen festen Lehrer, es gibt für alle Kids eine kostenlose Mahlzeit am Tag und ein Teil des Schulgebäudes wird derzeit renoviert.

In Absprache mit der Schulleitung und den jeweiligen Klassenlehrer übernehmen wir (Kathi und ich) jetzt jeden Tag, eine der drei Klassen und unterrichten hauptsächlich Mathe, Englisch und Kunst. Außerdem gestalten wir verschieden Projekttage wie zum Beispiel diesen Freitag den Sporttag. Die Kinder freuen sich sehr, wenn wir dort sind und mit ihnen Unterricht machen, so lernen sie neue Methoden und vielfältige Arten des Lernens kennen. In den Pausen gibt’s oft Kuscheleinheiten und viele Spielchen, sie können sogar schon ein deutsches Spiel und ich habe bereits auch eins von ihnen gelernt.

Meine Zeit an der LIZ Schule endet aber Ende März, denn danach werde ich an die „Best Hope“ Schule wechseln, denn dort wird dringend Hilfe benötigt. Eine Freundin ist bereits vor Ort und die äußeren Bedingungen dort sind Katastrophal. Ich habe mich sehr erschrocken, als ich dort war, um mir mein eigenes Bild zu machen. Wir haben gemeinsam eine Spendenaktion auf die Beine gestellt, durch die wir einiges positiv verändern werden.

Wie es weiter geht… erfahrt ihr in den nächsten Berichten.

Unterrichten in Ghana