Brillen ohne Grenzen: Klar sehen in unserem Ghanaprojekt

„In Afrika stellt eine Brille den Gegenwert von 6-8 Monatslöhnen dar, ist also für die meisten der dort lebenden Menschen unerschwinglich. Die Kosten für die Reise zum nächsten Optiker, der oft ca. 1.000 Kilometer entfernt liegt, ist meist unbezahlbar. In Afrika kommt statistisch gesehen nur ein Facharzt für Augenheilkunde auf eine Million Menschen!“ BrillenOhneGrenzen

Grund genug um auch in unseren Projekten in Ghana einmal nachzuhaken, wie es mit der Sehstärke der Kinder aussieht. Deshalb schickten wir Ende letzten Jahres einen ausgebildeten Arzt in eines unserer Projekte in Jamestown, einem der ärmeren Viertel Accras, der Hauptstadt Ghanas. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt hatten die Kids sogar Spaß am Sehtest und letztendlich stellte sich heraus, dass 17 Kinder definitiv eine Brille benötigen. Die ausgestellten Rezepte des Augenarztes landeten dann schließlich bei uns hier in München, bis wir sie dann weiter an „Brillen ohne Grenzen“ leiten konnten. „Brillen ohne Grenzen“ sammelt ausrangierte Brillen und setzt diese dann nach den ausgestellten Rezepten wieder entsprechend zusammen, damit jedes Kind eine passende Brille mit der passenden Dioptrinzahl bekommt.
Anfang März war es dann so weit: Die 15 Brillen trafen in Ghana ein. Unsere Intercultural Assistant Julia verteilte am 21.03. die Brillen endlich im Projekt. Als sie dort ankam, waren schon 3 Kinder und 2 Mütter da, um die Brillen abzuholen. Mit Hilfe eines Projekt Mitarbeiters teilte sie schließlich die Brillen an die glücklichen Kinder und Mütter aus, deren Töchter und Söhne zu der Zeit in der Schule waren, sodass alle Brillen an die neuen Brillenträger übergeben werden konnten. Nachdem alle Brillen übergeben wurden, zeigte Julia den Müttern und Kindern den richtigen Umgang mit der Brille, z.B. wie sie gepflegt und geputzt wird.

Zwei Kinder konnten leider keine passende Brille bekommen, weil „Brillen ohne Grenzen“ keine Brillen mit der passenden Sehstärke hatte. Beide Kinder kamen und mussten enttäuscht wieder nach Hause gehen. Deshalb unsere Bitte: Ihr habt Freunde, Verwandte oder Bekannte, die Brille tragen. Fragt sie doch vielleicht einfach mal nach ihren alten Brillen und ob ihr diese vielleicht spenden könnt. Alle Infos dazu findet ihr hier.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei „Brillen ohne Grenzen“, besonders bei Herr Klein, und bei unserem Projekt für ihre Mithilfe bedanken. Wir freuen uns, dass wir 15 jungen Ghanaern den Alltag erleichtern und den Weg in eine bessere Zukunft ermöglichen konnten.

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