Über die Wälder Pictons hin zur Farm in Neuseeland

Ein See und Bote in Neuseeland

Unser Insider Robert ist nach einer sehr langen Anreise endlich auf der Farm in Neuseeland angekommen. Er wurde von seiner Gastfamilie sehr herzlich empfangen und freut sich sehr auf sein Farmstay Projekt, das jetzt endlich beginnt.
Dadurch, dass nach meiner Ankunft in Picton am Donnerstagmittag kein Bus mehr direkt weiter in Richtung Amberley zu meiner Farm fuhr, bot sich mir die Gelegenheit, den Rest des Tages die Umgebung rund um Picton etwas genauer zu erkunden. Wahrlich, eine Großstadt mag etwas Anderes sein, doch dafür hat jene kleine Ortschaft umso entzückendere reizvolle Wanderrouten zu bieten, die -von anmutend einzigartiger Flora gesäumt- zu weiteren Seen und Buchten führen. Eine der längsten dieser Routen, jene zur Waikawa Bay nördlich von Picton, habe ich als passionierter Sportlegastheniker für mich auserkoren. Auf diese Weise war es mir möglich, insgesamt zwei Stunden lang den Anblick von sprießenden Farnen, emporragenden Bergmassiven sowie von unzähligen kleinen Segelbooten gearteten Gewässern intensiv auf mich wirken zu lassen. Diese Impressionen sowie das anschließende SPA-Bad im Hostel mit Blick auf den Pictoner Hafen vervollkommneten meinen ersten Tag auf der Südinsel für mich mit einem Höchstmaß an Wonnetrunkenheit. Am nächsten Tag hatte ich nach dem Frühstück und dem Check-Out noch ein wenig Zeit, in Picton nach einem Gastgeschenk für Rosina, die mich beherbergende Farmerin, zu suchen. Da es dort jedoch weit und breit keinen Blumenladen gab, war ich gezwungen, mein Glück in einem Souvenirshop zu versuchen. Dieser hatte sogar herrlich bunte Blumen im Sortiment, jedoch nur von bedingter Authentizität. Was soll’s, dachte ich mir, die werden mit Sicherheit nie verwelken und somit Rosina für den Rest ihres Lebens an mich erinnern. Dazu noch ein liebevoll verziertes Dankeschön-Kärtchen mit einer nicht minder liebevoll persönlichen Widmung von mir und ich sah mich für das erste Aufeinandertreffen mit meiner „Familie auf Zeit“ gerüstet.

 

Endlich angekommen auf der Farm

Doch bis dahin hatte ich noch eine viereinhalbstündige Busfahrt vor mir, und weil ich in den Tagen zuvor nicht genug von langen Sitzphasen in Bussen, Fähren und Flugzeugen bekommen konnte, freute ich mich auch wahnsinnig darauf. Zwischendurch hielt der Bus einmal in Kaikoura an, dem Paradies aller Wal-und Delfinliebhaber. Doch so sehr ich mich auch anstrengte, es gelang mir nicht, auch nur einen einzigen Meeressäuger zu erblicken, was wahrscheinlich daran lag, dass ich tatsächlich auf die so unschlagbar günstigen Walbeobachtungsfahrten zu Wasser verzichtet habe. Wald in NeuseelandJedenfalls kam ich schließlich, nach einer über 50-stündigen reinen Anreisezeit von Dresden aus, am Freitagnachmittag um 17.45 Uhr Ortszeit ermüdet, doch noch bei Bewusstsein, in Amberley an und wurde von Rosina herzlich empfangen und zur Farm gefahren. Glücklicherweise erfreute sie sich meines (wenn auch nicht ganz echten) Präsentes und auch ihre Familie, d.h. Sohn Ivan, Schwiegertochter Kim und Schwester Elayne hießen mich herzlich willkommen. Nachdem ich mein Zimmer bezogen und meinen Koffer ausgepackt hatte, gab es gleich schon Abendbrot, wobei mich eine geballte Flut an Fragen zu meiner Person ereilte. Ich bemühte mich -in Anbetracht meines desolaten Zustandes- um bedachte Antworten, doch war ich auch sehr froh, anschließend duschen und ins Bett gehen zu können.

Das Projekt „Farmstay“- ab jetzt geht es also richtig los!
Wonnetrunken verbleibend, Euer Robert

Farmstay in Neuseeland