Traumhafte Wochenend-Abenteuer in Guatemala

Insider Elisabeth vdH. berichtet aus Guatemala

Die ersten drei Wochen hier in Antigua gingen wirklich wie im Fluge vorbei, ich kann es eigentlich kaum fassen, dass es für mich in nicht mal mehr in einer Woche schon weiter nach Costa Rica geht.

Aber erstmal zum hier und jetzt. Eine gewöhnliche Woche für mich sieht so aus, dass ich von Montag bis Freitag von jeweils 8.00h bis 12.00h, um 10.00h sind immer 30 Minuten Pause, zur Sprachschule gehe. Meine Sprachschule und liegt etwa 10 Minuten von meiner Gastfamilie entfernt, was ich ganz gut finde, da ich so morgens auf dem Schulweg noch Zeit habe, richtig wach zu werden. Der Unterricht findet in Form von Einzel Unterricht statt, zuerst war ich skeptisch, aber ich muss sagen, dass mir eigentlich nichts besseres hätte passieren können. Natürlich ist es im ersten Moment ungewohnt die ungeteilte Aufmerksamkeit eines einzelnen  Lehrers für sich zu wissen, aber es hat eigentlich nur Vorteile, da der Unterricht natürlich viel individueller ist und dem persönlichen Lerntempo angepasst wird. Jeder Schüler bekommt von der Schule ein Lehrbuch und eine Art Vokabelheft gestellt, welche dann im Unterricht benutzt werden. Ich bin jetzt mit dem ersten Lehrbuch durch, was bedeutet, dass ich im Laufe dieser Woche noch eine Prüfung schreiben werde und danach mit dem zweiten Buch fortfahre. Vergangenen Montag habe ich meine Lehrerin gewechselt, was hier üblich ist. Ich kann nicht wirklich sagen, bei wem mir der Unterricht besser gefällt, weil beide sehr nett sind und sich sehr um mich bemühen, generell sind aber alle Schüler ziemlich zufrieden mit ihren Lehrern.

Momentan sind sehr viel Schüler bei uns in der Spanisch Schule, so dass einige auch nachmittags Unterricht haben.

Für die Nachmittage gibt es immer optionale Veranstaltungen. Ich habe z.B. eine Macadamienfarm besucht, war schon im Jademuseum hier in Antigua, in einer Schokoladenfabrik haben wir geholfen Schokolade herzustellen und morgen fahren wir zum Volcán de Pacaya. Die meisten Ausflüge sind an sich kostenlos, man muss aber in der Regel für den Transport bezahlen, was aber wirklich nicht der Rede wert ist.

Die drei Wochenenden die ich bereits in Guatemala verbringen durfte, habe ich mich auf Kurztrips begeben, um auch noch etwas anderes außer Antigua zu sehen. Die Sprachschule bietet jedes Wochenende verschiedene organisierte Touren an, an denen man teilnehmen kann oder eben nicht. An meinem ersten Wochenende bin ich gemeinsam mit der Schule nach Semuc Champey gefahren. Freitags wurden wir um 11.30h von zwei Mini Vans  an der Schule abgeholt. Wir waren so gut wie den ganzen Tag unterwegs und um abends gegen 22h in Lanquín anzukommen. Dort haben einige dann noch etwas gegessen und dann ging es für uns auf den Pick Ups in tiefster Nacht und im strömenden Regen eine Stunde lang durch den Regenwald zu unserem Hotel nach Semuc Champey. Auch wenn es im ersten Moment nicht so toll klingt, hat sich für mich die Pick Up Fahrt absolut gelohnt, man fühlt sich schon wie ein kleiner Abenteurer, wenn man mitten in der Nacht durch den Regenwald fährt und vor lauter fremden Geräusche der dort ansässigen Tieren erwartet wird. Für die lange Hinfahrt am Freitag sollten wir dann am Samstag absolut belohnt werden. Der Tag startete mit einem sehr leckeren  Frühstück in unserem wirklich wunderschönen Hotel, das direkt an dem Fluss lag. Nach dem wir alle gestärkt  waren, startete unsere Tour dann. Nach einem wirklich anstrengendem Aufstieg während dem ich wirklich froh war auf meine Mama gehört zu haben und meine Outdoorschuhe mitgenommen habe, erreichten wir einen Aussichtspunkt  von dem aus man den Fluss Verlauf, mit seinen einzelnen Plateaus, beobachten konnte. Anschließend stiegen wir dann wieder hinab und konnte im Fluss selbst auch noch schwimmen. Eine wirklich tolle Erfahrung mitten im Regenwald, auf dem Wasser zu liegen und die Natur rund um sich herum einfach nur genießen zu können. Außerdem haben wir in Semuc Champey dann noch die Cuevas de K’ambah besucht, Anja. Was heißt besucht, wir sind sie durchschwommen und hindurch geklettert, in der absoluten Dunkelheit und mit nur einer Kerze in der Hand war das definitiv ein Erlebnis, dass ich so schnell nicht vergessen werde. Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch mit Tubes über den Fluss gefahren, was neben dem Sprung von einer knapp 12 Meter hohen Brücke ein gelungener Abschluss für den Tag war. Ebenfalls haben wir im Zuge unseres Trips noch Coban besucht und haben, im Biotope del Quetzal leider erfolgreich nach dem Landesvogel gesucht. Alles in allem war es aber ein super schönes Wochenende und ich kann diese Tour absolut weiterempfehlen.

Mein zweites Wochenende habe ich am Largo Atitlán im Süd Osten des Landes verbracht. Wir haben den Trip  mit einer der hier ansässigen Travel Agencys gebucht und auch hiermit habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Der See ist wunderschön und man sollte ihn meiner Meinung nach definitiv gesehen haben, um eine Vorstellung von seiner unfassbaren Größe zu bekommen. Unser Hotel war in Panajachel, einem der vielen kleinen Dörfer am Fuße des Sees. Wir haben eine ca. einstündige Bootsfahrt über den See gemacht und haben uns ein weiteres Dorf, Santiago de Atitlán, angeguckt. Insgesamt war es ein sehr schönes und vor allem mal entspanntes Wochenende, dass nur noch besser gewesen wäre, wenn das Wetter etwas mehr mitgespielt hätte, denn auch in Panajachel hat uns der Regen verfolgt, aber inzwischen gewöhnt man sich daran.

Grade bin ich von meiner letzten Wochenendreise zurück gekehrt. Diesmal ging es nach Tikal, zum Río Dulce und nach Lívingston in der Karibik. Auch diese Reise wurde von der Schule organisiert. Freitag morgens ging es um 4.30h los, ja das war auch nicht meine absolute Lieblingszeit, aber es hat sich voll und ganz gelohnt auf den vielleicht nötigen Schlaf zu verzichten. Auf unserem Weg nach Flores besuchten wir eine Bananenplantage, auf der zum Beispiel  auch in Deutschland bekannte Hersteller wie Chiquita Banana ihre Bananen anbauen, Einen Wasserfall, bei dem wir auch schwimmen dürften, was wiederum eine tolle Erfahrung war und als letzten Zwischenstopp besichtigten wir das Castillo de San Felippe. Von Florens aus ging es für uns dann am nächsten Morgen, damit meine ich 5.00h nach Tikal, es wurde ausgiebig gefrühstückt und nicht nur uns, sondern auch den dort lebenden Nasenbären gefielen unsere Nutella Sandwiches und Bananen. Neben den vielen unterschiedlichen Maya Bauten gibt es in Tikal auch einen unwahrscheinlich schönen Nationalpark zu besuchen, in dem es Tiere gibt, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. So könnten wir  Affen betrachten, die hoch oben in den Baumkronen die seltsamen Geräusche von sich gaben und wilde Taranteln streicheln. Von Tikal aus führen wir zum Río Dulce, den wir auf einer Ca. 2,5 Stunden langen Bootsfahrt durchfuhren . Wir kamen gegen 19h in Lívingston an, von dort aus ging es dann mit den Pick Ups  zu unserem Hotel, was direkt am Strand gelegen war. Es war total schön, am nächsten Morgen mit Blick auf die Karibik zu frühstücken und einfach mal zwei Stunden lang die Seele baumeln zu lassen. Wir machten uns dann am späten Vormittag auf die Rückreise , mit den Pick Up´s ging es wieder nach Lívingston. Ich denke dieses Reisegefährt werde ich auf jeden Fall vermissen. Dort hielten wir uns eine Stunde auf, was bei uns jedoch darauf hinaus lief eine Stunde lang Eis zu essen, weil es einfach viel zu warm war. Wir führen dann ie Río Dulce wieder hinab ins Landesinnere, aßen einem kleinen Restaurant direkt am Fluss zu Mittag, dort könnten wir auch wie man das aus den ganzen Filmen kennt Kokosnussmilch aus einer richtigen Nuss trinken und dann ging es weiter nach Hause.

Meine letzte Woche hier ist jetzt angebrochen, ich habe schon angefangen fleißig Geschenke für meine Lieben in Deutschland einzukaufen. Nehmt euch bloß genügend Zeit die super süßen Märkte mit indigenen Kleinigkeiten zu durchstöbern! Die Postkarten sonderlich fertig geschrieben und an die Post übergeben, Karte und Briefmarke nach Deutschland kosten zusammen etwa 1€ und so langsam muss ich mich dann auch schon daran machen meinen Koffer zu packen, denn am Sonntag geht es weiter nach Costa Rica – es bleibt also spannend. Bis dahin 🙂

https://www.praktikawelten.de/freiwilligenarbeit-guatemala

11.09. Insder Elisabeth vdH

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