Tauchen mit Haien

Luise mit Pinguinen

Insider Luise W. hat die Western-Cape-Wow-Tour in Südafrika gemacht und berichtet vom Tauchen mit den Haien:

Letztes Wochenende haben meine Mitbewohnerin Paula, ich und einige unserer neuen Freundinnen die drei Tage andauernde Western-Cape-Wow-Tour von Hotspots gemacht.

Luise mit PinguinenTag 1:

Paula und ich wurden freitagmorgens, um viertel vor acht, direkt vor der Haustür, von Hotspots abgeholt. Die anderen waren alle schon im Bus, also konnte es direkt losgehen. Der erste Stopp wurde am Hafen, in Hout Bay, eingelegt. Dort sind wir mit einem Schiff eine Runde um Duiker Island gefahren, auf der geschätzte 200 Robben leben. Anschließend sind wir zum Kap der Guten Hoffnungen und zum Cape Point, dem südwestlichsten Punkt Afrikas, gefahren.

Auf der Fahrt hat unser Fahrer immer wieder am Straßenrand angehalten und wir hatten die Möglichkeit, tolle Fotos von der jeweiligen Aussicht zu schießen. Am frühen Abend sind wir dann in ein schönes Backpackers in Stellenbosch gefahren, in dem wir die Nacht verbracht haben.

Tag 2:

Am zweiten Tag sind wir nach dem Frühstück von Stellenbosch aus zum Township Kayamandi gefahren, durch das wir von einem Guide geführt wurden. Dieser hat uns einige interessante Dinge über das Leben im Township erzählt und die Schulen für die Kinder gezeigt. Anfangs hatte ich ein komisches Gefühl dabei, durch das Township geführt zu werden, da wir alle viel mehr haben als diese Menschen und dann auch noch deren Armut „bestaunen“. Doch die Menschen dort waren total freundlich und aufgeschlossen und haben uns für unsere freiwillige Arbeit in ihrem Land gedankt.

Nach der Besichtigung standen zwei Weinverkostungen auf dem Programm. Bei der ersten Verkostung wurde der Wein mit Schokolade, bei der zweiten mit Käse serviert. Die Beilagen sollten die besondere Note des jeweiligen Weines besser hervorbringen.

Mittags konnten wir über einen Markt in Franschhoek schlendern und danach sind wir zu Cape Agulhas gefahren. Das ist der südlichste Fleck Afrikas und außerdem der Punkt, an dem indischer und atlantischer Ozean aufeinandertreffen. Übernachtet haben wir in einem Backpackers in Cape Agulhas.

Tag 3:

Auf den dritten Tag der Tour habe ich mich persönlich am meisten gefreut, denn ich habe mich im Voraus schon für das Shark-Cage-diving angemeldet. Zum Glück hatten sich auch meine Freundinnen Doris, Paula, Nathalie und Vanessa entschieden, mit Haien zu tauchen. Wir mussten dafür um halb sechs Uhr morgens aufstehen und losfahren. Im Office der Organisation, die diese Aktivität anbietet, haben wir dann Neoprenanzug, Schuhe, Rettungsweste, Jacke und einen Beutel für unsere Kleider und Taschen bekommen. Dann sind wir mit einem Boot, auf dem ungefähr 30 Leute Platz haben, raus auf‘s Meer gefahren. Nach ca. 20 Minuten Fahrt hat die Crew dann den Anker gelegt und die anderen Mitarbeiter haben begonnen, Köder auszuwerfen, um die Haie anzulocken. Einer der Mitarbeiter hat uns erklärt, dass zum Anlocken Fischfett verteilt wird, aber die Haie von der Organisation nicht gefüttert werden, da sie sonst ihr natürliches Verhalten ablegen würden und irgendwann die Fähigkeit verlieren könnten, sich selbst Futter zu beschaffen. Das Haitauchen war wirklich eine tolle Erfahrung – insgesamt habe ich vier Haie gesehen, zwei vom Boot aus und zwei, als wir im Käfig waren. Es war ein sehr beeindruckender Moment, im Käfig zu schwimmen, während ein riesiger Hai keine 30 cm von einem entfernt, sein Maul aufreißt.

Nach dem Haitauchen haben wir uns noch kurz den Ort Hermanus angeguckt und etwas gegessen, bevor wir uns dann auf den Weg nach Bettys Bay gemacht haben, um uns aus direkter Nähe eine afrikanische Pinguinkolonie anzugucken.

So gegen sechs Uhr Abends sind wir dann schließlich total erschöpft, aber glücklich wieder zu Hause, in Strand, angekommen.

Zusammengefasst hat mir die Tour wirklich gut gefallen und ich würde sie immer wieder machen. Auch die Freundschaften unter uns Mädels ist durch diese drei Tage nochmal enger geworden.

Bis bald,

Luise

► Luise nimmt an diesem Projekt teil:  Kombi Sozialarbeit + Wildlife in Südafrika