Tag des Hundes – Rettet die afrikanischen Wildhunde

Ein afrikanischer Wildhung in Südafrika

Heute ist Internationaler Tag des Hundes:

Am heutigen Tag der Hunde wollen wir näher auf den besten Freund des Menschen aufmerksam machen. Egal ob als treuer Begleiter, als Blindenhund, Rettungshund oder als Hund, der Krankheiten, wie Diabetes, Epilepsie oder Krebs erschnüffeln kann. Ohne den vierbeinigen Freund wären wir oftmals in unserem Leben aufgeschmissen.

Ein afrikanischer Wildhung in SüdafrikaHeute wollen wir einer besonderen Hundeart gedenken, dem afrikanischen Wildhund. Dieser steht auf der roten Liste und ist vom Aussterben bedroht. In den letzten Jahrzehnten wurde er von Farmern und Jägern gnadenlos gejagt, da man in ihm eine blutrünstige Bestie sah und zudem die Population seiner Beutetiere hoch halten. Heute gibt es nach Schätzungen noch ca. 600 bis 1000 Rudel mit jeweils ca. 10 bis 20 Tieren. Die ungefähre Zahl wird auf unter 10 000 geschätzt.
Zudem verkleinert sich der Lebensraum der Tiere immer mehr und Krankheiten, wie Tollwut oder Staupe machen ihnen sehr zu schaffen. Diese werden meist von Haushunden übertragen und können ein ganzes Rudel auslöschen. Damit ist der Wildhund eines der seltensten Großraubtiere Afrikas geworden, welche einst fast den gesamten Kontinent besiedelt haben, heute sind sie nur noch in Teilen Botswanas, Kenias, Tansanias, Simbabwes, Sambias und im Krüger Nationalpark zu finden.

Wildhunde sind besondere Tiere. Sie leben im Rudel und ihr Sozialverhalten ist ausgesprochen hoch. Solange alte Zwei afrikanische Wildhund-Welpen spielen miteinander im Krüger-Nationalpark in Südafrika.und kranke Tiere dem Nomadenleben (die Reviere können mehrerer 100 km² umfassen) des Rudels folgen können, werden sie von den anderen Wildhunden mitversorgt. Auch bei der Verteilung der Beute werden zuerst die jungen und kranken Tiere versorgt. Ein gemeinsames Verspeisen ist normal, es kommt kein Futterneid oder Kampf auf. Die Welpen werden gemeinsam vom ganzen Rudel großgezogen, auch wenn sich nur das Leittier fortpflanzen darf. Die Wildhunde leben in den afrikanischen Savannen und meiden Wälder und Wüsten. Die meisten von ihnen leben heute in Naturschutzgebieten oder Tierreservaten. Sie brauchen sehr viel Platz und ihre Reviere sind sehr groß. Dabei sind die Grenzen aber fließend und die Reviere verändern sich von Zeit zu Zeit.

Ein Rudel Wildhunde im Krüger-Nationalpark in Südafrika wird von Rangern beobachtet.Kaum ein Wildhund gleicht dem anderen. Jeder hat Flecken in den verschiedensten Farben, nur die weiße Schwanzspitze tragen sie alle. Er kann hohe Geschwindigkeiten erreichen und diese auch kilometerlang durchhalten.
Das ganze Rudel geht gemeinsam auf Jagd, bis auf junge oder kranke Tiere. Dabei wird vorwiegend tagsüber gejagt, um Rivalen, wie Löwen oder Hyänen aus dem Weg zu gehen. Beliebtes Beutetier sind Antilopen oder Gazellen. Die Beute wird bis zur Erschöpfung gejagt und anschließend getötet. Wildhunde ernähren sich nur von frischem Fleisch und müssen deshalb täglich auf die Jagd gehen. Dabei ist das Rudel ein eingespieltes Team.

In vielen Ländern Afrikas versucht man nun mit verschiedenen Projekten die Tiere zu schützen. In Tansania wurde die Jagd mittlerweile verboten und in Simbabwe braucht man dafür nun eine spezielle Lizenz.

(Quelle 1) (Quelle 2)

Wildlife in Südafrika

Zwei afrikanische Wildhunde im spielerischen Kampf miteinander in Südafrika.