Südafrika – Woche 5

Julischka reitet am Strand

Insider Julischka ist den Tieren Südafrikas ganz nah gekommen:

Eine meiner schönsten Wochen hier in diesem so wundervollen Land. Sowohl, was die Aktivitäten angeht, als auch (größtenteils) das Wetter. Montag und Dienstag war nicht viel los bei uns im Waaibos Apartement hier in Strand, viel rumhängen, auf dem Balkon sonnen und (zwei unserer Lieblingsbeschäftigungen an faulen Tagen) Filme gucken und essen, essen, essen.

Julischka im Bikini am "Pool", einer WasserstelleAm Mittwoch ging es dann in einer Gruppe mit einigen anderen Volontären hier zu den Crystal Pools. Man läuft dort zwischen den Felsen entlang über teilweise Sand, durch Gebüsch, über Wiese und auch das Klettern über mal mehr, mal weniger große Steine bleibt nicht aus. Ein wirklich schöner Weg entlang an mehreren kleinen Seen und Bächen, teilweise mit Wasserfällen.. und auch eine kleine Wanderung, die gemeinsam mit der Hitze, die zwischen den Steinen wie in einem großen Kochkessel mehr denn je zu spüren war, auch nicht unanstrengend. Aber mit festem Schuhwerk, viel Wasser und im Bikini ließ sich das ganze gut aushalten und die Freude über das klare kalte Wasser des letzten „Pools“ war dementsprechend umso größer. Nach ein paar Stunden Aufenthalt haben wir uns dann gegen Nachmittag alle wieder auf den Rückweg gemacht.

Julischka reitet am StrandAm nächsten Tag, Donnerstag, stand Reiten auf dem Plan. Eine Aktivität, die ich hier unbedingt machen wollte und auf die ich mich schon seit Ewigkeiten riesig gefreut habe. Unser Ausritt fand am Noordhoeck Beach statt, ein Strand auf der anderen Seite der Berge, was eine lange Fahrt mit viel Felsen und meilenweiten weißen Stränden bedeutete. Aber die lange Fahrt hat sich mehr als gelohnt. Zwei Stunden sind wir dann erst einen kleinen Weg, dann am wunderschönen Strand entlang geritten, durften sogar galoppieren.

Abends ging es dann zurück nach Hause und schnell ins Bett, Bild des gefakten Sexshopsdenn Freitagmorgen hieß es um 5:30 Uhr schon wieder „Raus aus den Federn!“, denn eine Stunde später startete meine „Garden Route und Safari-Tour“. Der Freitag bestand dann hauptsächlich daraus, die Route 62 entlang zu fahren, mit einem Stopp in einem echt coolen Restaurant, ziemlich einsam und weit draußen, aber der Name hat schon den ein oder anderen Besucher angelockt und eventuell, so zumindest eine der Verewigungen an der Wand „we thought it was a sexshop“, ein bisschen enttäuscht. Der beste Freund des Besitzers hatte nämlich aus Spaß an den Eingang des kleinen Restaurants ganz groß „Sexshop“ geschrieben und seitdem kommen viel mehr Besucher.

Gegen Mittag sind wir dann nach sechs Stunden Fahrt endlich im ersten Ort, Oudtshoorn, angekommen, wo wir in einer Wildlife Ranch Cheetahs, Löwen, Tiger, Krokodile, Nilpferde und noch einige andere Tiere sehen und auch mit ihnen Fotos machen konnten. Danach ging es dann ins Backpacker, wo nach dem Duschen erst mal das WLAN ausgenutzt wurde bis es um 8 Uhr Abendessen gab. Wir sind dann auch alle relativ früh ins Bett, schon mächtig gespannt auf den nächsten Tag, an dem das Besuchen der Elefanten auf dem Programm stand. Früh morgens ging es dann auch auf direktem Weg dorthin und das war wirklich eines der coolsten und schönsten Erlebnisse in meinem Leben. Direkt neben einem so großen Tier zu laufen und es anzufassen. Hat sich auch ganz anders angefühlt als erwartet, härter und auch ein wenig stachelig. Und es war so süß, wie die einen immer mit ihrem Rüssel umarmt und zu sich gezogen haben. Wirklich so unglaublich tolle und auch intelligente Tiere.

 

Die größte Bungeejumping-Brücke von der FerneNach diesem tollen Erlebnis ging es dann direkt zum Bungeejumping, weil das Wetter (viel Regen) zu schlecht für die eigentlich davor noch geplante Kanufahrt war. Ich bin nicht von der höchsten Bungeejumpbrücke der Welt gesprungen, aber es war auch schon spannend genug, den anderen dabei zuzusehen, wie sie sich nur mit einem Seil am Fuß kopfüber in die Tiefe stürzten. Sogar als es anfing zu stürmen, zu hageln und zu donnern, ging es einfach seelenruhig weiter da oben auf der Brücke. Für mich wäre das nichts gewesen, aber die von uns, die das gemacht haben, fanden es alle richtig gut. Anschließend sind wir dann noch einige Stunden bis ins nächste Backpacker in Sedgefield gefahren. Das war echt ein ziemlich cooles Backpacker, direkt am Strand und mit einem Restaurant unten drinnen, wo direkt draußen im Ofen super leckere Pizzen gebacken wurden. Außerdem war der Boden im Restaurant ein Sandboden, was ich ziemlich cool fand und vorher noch nie gesehen habe, ein Strand direkt im Restaurant.

Zwei Löwen im GrasAm Sonntag ging es dann wieder früh los zu dem nächsten und letzten Punkt unserer Tour, auf den ich mich schon riesig gefreut habe: die Safari. Nachdem wir uns ausgesucht hatten, was wir später essen wollen, sind wir in ein riesiges Safari-Auto gestiegen, das total hoch gebaut war und Platz für bestimmt 40 Leute hatte. Dann ging es mit wahnsinnig viel Gerüttel los. Mit dem Auto durch Bäche, über Feld, Steine und die unebensten Wege, die ich je erlebt habe, begann dann unsere Safari. Die Fahrt hat richtig Spaß gemacht, schon wenn man keine Tiere gesehen hätte, wäre das Gerüttel und das mega steile Berg hoch- und runter fahren (wo jeder von uns sich sicher war: „neee da fährt der nicht hoch, gibt bestimmt noch nen anderen Weg..“) schon ein Erlebnis für sich gewesen.

Hinzu kamen dann aber natürlich noch die vielen wilden Tiere; zwar haben wir nur drei der Big5 gesehen, nämlich Löwen, Nashörner und Elefanten, aber das hat wirklich gar nichts gemacht. Nie wieder werde ich vergessen, wie nah ich an den riesigen Giraffen war, die ich hätte anfassen können, wie viele Antilopen ich rumspringen sehen konnte (dafür wird mich mein kleiner Bruder beneiden), wie die Löwen direkt neben uns im Gras geschlafen und dann ihren Kopf gehoben haben, wie die Nashörner langsam auf uns zu sind, wie das kleine Zebrababy zwischen den Eltern lang gelaufen ist oder wie der riesige Elefant neben uns gegessen hat. Diese Tiere – absolut ein Grund, wieso ich nach Südafrika bin – sollte man gesehen haben, wenn man hier ist!

Nach einem leckeren Mittagessen ging es dann wieder zurück nach Strand – mit vielen neuen Erlebnissen im Gepäck.

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