Südafrika – The bug has bitten

Insider Celine erzählt ganz offen, inwiefern sie sich in ihren bisherigen sechs Wochen Aufenthalt in Südafrika positiv verändert hat. Mehr Informationen zu diesem Projekt findest du unter Faszination Pferde in Südafrika.


Ich bin nun schon sechs Wochen hier und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Was ich auf jeden Fall mit euch teilen will ist einerseits die Erkenntnis, dass man den südafrikanischen Winter in den Bergen nicht unterschätzen sollte, aber vor allem auch, was für ein atemberaubendes Land Südafrika ist. Nicht nur die Natur ist unglaublich schön, sondern die Menschen hier sind unbeschreiblich freundlich und offen.

Südafrika Pferdeauge

Ich habe selten so viele umfangreiche und auch oft sehr tiefsinnigen Gespräche geführt wie hier. Die Freundlichkeit sieht man aber vor allem auch an Leon und Mariska, die beiden die das Volontärprogramm betreuen: Sie lassen jeden Monat fremde Leute mit ihnen zusammen leben. Sie teilen sowohl Essen und Räumlichkeiten, als auch ihr Privatleben mit dir.

Zu Beginn meines Aufenthaltes hier feierte Leon seinen Geburtstag in großem Rahmen. Wir waren mit all seinen Verwandten und Freunden essen und wurden herzlichst aufgenommen. Darüberhinaus haben die beiden uns auf eine Lipizzaner Show eingeladen, haben uns alle möglichen Orte gezeigt und haben uns stets wie Freunde behandelt.

Eine spirituelle Erfahrung

Auch ein Highlight bisher war eine „Cacao Ceremony“ am Vollmond, auf die ich eingeladen wurde. Wir wussten alle nicht, was uns erwartet. Letztendlich war es äußerst interessant, aber auch etwas seltsam, wenn man nicht an spirituelle Dinge glaubt: Wir saßen in einem Kreis um ein Lagerfeuer herum und haben etwas über Cacao und spirituelle Kräfte gelernt. Daraufhin wurde das pure Cacao mit allen möglichen Gewürzen verfeinert und herumgereicht. Eins kann ich sagen: Es schmeckte scheußlich.

Der Sinn dahinter? Eine Art Detox für den Geist, wovon ich ehrlich gesagt wenig merkte. Anschließend gab es noch ein großes Lagerfeuer mit einem Trommelkreis. Und auch hier behandelte man sich wie alte Bekannte obwohl man sich fremd war. Ein durchaus unvergesslicher Abend.

Wie hat Südafrika mich bis dato beeinflusst?

Ich würde sagen, dass ich mit einem anderen Blickwinkel auf meine Mitmenschen und auf mein Leben zurückkommen werde. Man kann von anderen so viel lernen und auch Positives mitnehmen. Es gibt keinen Grund immer verschlossen für sich zu sein und in seiner Komfortzone zu verweilen. Die vielen verschiedenen Leute, die hier täglich zum Reiten kommen, erzählen alle die tollsten und unterschiedlichsten Geschichten aus den fernsten Ländern. Es ist einfach toll, so viele neue Eindrücke zu sammeln.

Südafrika Grimasse mit Giraffe

Was sich auch sehr verbessert hat, ist mein Englisch. Das kommt teilweise von alleine, denn man lebt den ganzen Tag mit englischsprachigen Leuten zusammen, schaut englisches Fernsehen und unterhält sich bei der Arbeit auf Englisch mit den Gästen. Auf der anderen Seite habe ich so viele neue Dinge gelernt und erfahren, da ich offener geworden bin. Natürlich kann man auch hier für sich leben, aber dann verschwendet man seine Zeit hier. Ich gehe auf die Leute zu, versuche mich in die Kultur zu finden, stelle Fragen und habe mir sogar mein erstes englisches Buch gekauft.

Deine Reise wird das, was du daraus machst. Und ich mache daraus eine wahrhaftige Erfahrung.

Celine


Du möchtest mehr von Celines Zeit in Südafrika lesen? Ihre Berichte findest du unter Insider Celine – viel Spaß beim Lesen!