Strapazen der Reise und Vancouver

3 Jungs am Strand

Insider Aaron erzählt von seiner Ankunft in Kanada:

Hi Leute,

Unsere Reise war sehr anstrengend, deshalb schreibe ich jetzt erst wieder! Nein, nur ein Spaß, ich war einfach zu faul – obwohl die Reise wirklich anstrengend war. Wir (damit meine ich Simon, Philipp und mich) sind von Frankfurt mit United Airlines über Chicago nach Vancouver geflogen. 3 Jungs am StrandEs war einfach nur abnormal. Ich war 30 Stunden wach, weil ich am Abend davor nicht wirklich geschlafen habe und im Flugzeug nicht schlafen konnte, weil es so unglaublich laut war. Der Flug nach Chicago war wirklich anstrengend. Am Flughafen angekommen, kam die Überraschung! Unser Flug hatte scheinbar Verspätung. Als wir unsere Gepäckstücke holten, sahen wir, dass der Flug nach Vancouver in 20 Minuten fliegen würde und ich dachte: „Das schaffen wir sowieso nicht mehr, da brauchen wir uns auch nicht zu beeilen.“ Denn jeder, der schon mal in Chicago war, weiß: Der Flughafen ist riesig!

Also, Gepäck für den nächsten Flug abgegeben und ab in den Zug zum Terminal (Ja, man muss Zug fahren, und nicht zu kurz). Am Terminal angekommen konnte uns niemand so richtig helfen. Auf jeden Fall haben wir dann die Sicherheitskontrolle ausfindig gemacht. Zu diesem Zeitpunkt sollte unser Flug bereits vor 10 Minuten abgeflogen sein. Dann kam diese unverhältnismäßige große Schlange vor der Sicherheitskontrolle und wir mussten ungefähr 40 Minuten warten. Danach noch ein 5 Minuten-Spaziergang zum Gate B4 und – Schwupp die Wupp – der Flieger wartet auf uns. Ja, richtig, obwohl wir eine Stunde zu spät kamen, war der Flieger noch da, weil ungefähr 20 Passagiere aus Frankfurt fehlten. Ok, das Gate war schon zu, aber wir durften dann noch in die kleine süße Maschine steigen, in der man für‘s Fernsehen Geld bezahlen musste.

Downtown VancouverAls wir in Vancouver ankamen, ging der ganze Spaß weiter, denn es ist leider nicht immer ein Grenzoffizier verfügbar. Also wieder mal eineinhalb Stunden gewartet und dann ein zwei Minuten-Gespräch, und endlich: das ist die Work Permit. Dann sind wir nix wie weg vom Flughafen, denn wir hatten alle keinen Bock mehr, aber erwähnenswert ist: Wenn man auf dem Flughafen in Vancouver ankommt, hat man nicht wirklich ein Flughafen-Feeling. Da sind keine Menschen, die stressgeladen rumrennen, keine unnötigen Sicherheitsvorkehrungen, aber das Coole, es ist ruhig und ich meine wirklich ruhig! Es ist wie ein Wellness Bereich in einem Schwimmbad (roch auch so :D).

Naja, dann direkt und ohne Probleme in den Skytrain rein und in Richtung Vancouver Downtown. Anscheinend wirkten wir so orientierungslos, als wir aus der U-Bahn kamen, dass ein Passant auf uns aufmerksam wurde und uns den Weg zum Samesun Hostel wies. Stadtplan VancouverEigentlich haben wir nicht mehr viel gemacht an dem Abend: Wir sind zu Subway gegangen und dann direkt ins Bett. Unser 4-er Zimmer war jetzt nicht mega geil, aber auch nicht schlecht. Allerdings würde ich aufgrund der krassen Preise des Samesuns (35 Euro pro Nacht à kann variieren) nicht zu lange da bleiben. Deshalb sind wir nach den ersten zwei Nächten, die im Preis von Praktikawelten mit drin sind, zur Konkurrenz auf der anderen Seite der Straße gewechselt. Wir haben uns natürlich schon im Voraus um Unterkunft bemüht, sodass wir ein 4-er Privatzimmer für 20 Euro die Nacht ergattern konnten.

Das HI Central ist zwar mehr eine Jugendherberge, aber, wenn ihr auf Privatsphäre Wert legt, bekommt ihr diese auf jeden Fall mehr im HI als im Samesun. Beide Hostels liegen übrigens sehr zentral und man erreicht eigentlich alles sehr leicht zu Fuß. Tipp: Wenn man Hostels früh bucht, sind sie wesentlich günstiger! Ich würde euch empfehlen, kocht selber, es spart wirklich Geld. Direkt in der Nähe ist ein kleiner Lebensmittelladen (Nesters Market Bild), der ein paar gute Angebote hat.

Wir sind dann eine Woche in Vancouver geblieben. Sehenswert in Vancouver sind auf jeden Fall der Stanley Park und English Bay Beach (Bild). Auch lohnenswert: Jeden Abend gegen 9 wird im Stanley Park eine Kanone gezündet. Wir haben das merkwürdigerweise nie mitgekriegt. Nicht schaden kann auch ein Besuch im Aquarium. Es ist zwar nicht so groß, aber die Delphinshow z.B. ist sehenswert (Video folgt). Für die ganze Stadt gilt, man kann überall nette Leute treffen und so kann es kommen, dass man von einer völlig fremden Person zu einer Hiking-Tour in den Bergen eingeladen wird. Achso, es ist übrigens nicht ungewöhnlich, wenn man in Vancouver einem Stinktier begegnet. Es gilt, ausweichen.

So, das war es erst mal.

Grüße aus Kanada, Aaron

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