Stipendiatin Sofie: Mein letzter Tag in Australien

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Sofie’s letzter Tag in Australien steht an. Wie sie sich fühlt und was in ihrem Kopf so alles vorgeht erzählt sie euch in ihrem Bericht. 

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Gedankensalat

Vorerst einmal ein großes Sorry für die aufkommenden nächsten Zeilen an Unstrukturiertheit. Das ist wohl eher mein gegenwärtiger Gedankensalat, den ich hiermit mit euch teile.

Der legendäre letzte Tag, oder nicht?

Wow… 7 Monate Australien sind nun um. Das war also mein letzter Tag hier in Australien. Ich muss sagen, das hatte ich mir irgendwie spektakulärer vorgestellt. So mehr Gedächtnisprägender. Ihr wisst schon: ein Tag, der in meine Lebensgeschichte eingeht. DER legendäre letzte Tag halt. Stattdessen war er leider nur wie jeder anderer Tag aus meinem Leben in Deutschland. Es hatten sich ein paar Dinge angehäuft, die ich noch vor dem Rückflug erledigen musste und so habe ich heute den ganzen Tag damit verbracht, diesen Dingen hinterherzurennen und konnte gar nicht mehr meinen aller letzten Tag in Australien so richtig ausleben und genießen. Die lustige und aufregende Story über meinen letzten Tag bleibt euch wohl somit aus.

Ich weiß nicht, was ich denken soll

Und jetzt sitze ich hier im Hostel in Brisbane im Aufenthaltsbereich. Im Hintergrund laute, dröhnende Musik mit Leuten, die sich fürs Feiern vorbereiten oder gerade von ihrer Arbeit zurückkommen. Und das alles zieht irgendwie an mir vorbei, denn ich weiß gar nicht richtig, was ich denken soll. Denn einerseits freue ich mich übertrieben auf meinen sieben tägigen Zwischenstopp auf Fiji morgen. Ich freue mich auf meine Familie, meinen Freund und meine Freunde back in Deutschland. Ich freue mich auf all die Dinge, die ich während meiner Reise vermisst habe. Brot, Brezeln, einen Kleiderschrank, Gänseblümchen, mein großes eigenes Bett, meine Heimatstadt Karlsruhe, Küchengeräte (welche zu jeder Zeit zur Verfügung stehen), …

Ein großes Kapitel endet

Und ich glaube, dabei realisiere ich gar nicht, dass dabei ein großes Kapitel endet. Ich merke nicht wirklich, dass es bald um ist. Dass alles, was ich hier die letzten Monate erleben durfte, so in dieser Art nicht mehr da sein wird. Und ich habe Angst, dass ich in ein großes Loch fallen werde, weil es mir dann in Deutschland wieder klar wird (oder erst klar wird). Wahrscheinlich liste ich euch dann tausend Dinge auf, die ich vermisse haha. Aber naja mal sehen.strand-in-australien

Zurück zum geregelten Tagesablauf

Im Moment denke ich, dass es wieder ganz schön sein wird, eine feste Unterkunft zu haben. Die Klamotten in einen Kleiderschrank stopfen zu können, anstelle des Backpacks. Zum Kühlschrank zu laufen und wählerisch den Blick über die Lebensmittel ziehen zu lassen. Faul auf dem Sofa rumzuliegen, ohne das Gefühl zu haben, seine Zeit nicht wirklich zu nutzen. Und wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben. Aber anders herum ist das auch genau wieder der Punkt, an dem ich mir selbst widerspreche. Denn genauso sehr, wie ich mich auf diesen geregelten Tagesablauf freue, weiß ich wie sehr ich mich an das spontane Tagesabenteuer zurücksehnen werde.

Das Inselabenteuer

Und im Moment schwirrt mir sowieso nur das kommende sieben tägige Inselabenteuer im Kopf. Heute beispielsweise habe ich einen Typen getroffen, der genau das gemacht hat, was ich machen werde. Und er meinte, die eine Insel wäre so groß, dass du von einem Ende einen Stein werfen kannst und er fällt am anderen Ende wieder ins Meer bzw. auf dem Boden auf. So crazyyyy. Freue mich richtig.

Gedankensalat passt genau

Seht ihr? Das Wort Gedankensalat trifft genauestens meinen jetzigen Zustand. Es ist keine Struktur zu erkennen. Da ist der australische Blattsalat drin, die deutschen Gurken, die fijianischen Tomaten, der abenteuerliche Salatdressing und irgendwer mischt gerade richtig durch. Aber gemischt schmeckt es ja am besten, ich meine nur wenige Leute essen nur den Blattsalat ohne alles. Jedenfalls hoffe ich, das hat euch somit am besten beschrieben, wie ich mich fühle. Es ist doch besser, dass ich so fühle, oder? Ich könnte stattdessen auch nur Heimweh haben oder Angst vor dem Loch, in das ich vielleicht hineinstolpern werde. Und dann wäre ich ein emotionales Wrack, das euch in ihrem Bericht nur mit einer einzigen Sache vollheult.

Meine finalen Berichte

Aber gut, ich würde sagen, Freunde das reicht dann jetzt. Vielleicht kann der eine oder andere nachvollziehen, was ich meine, weil es ihm genauso geht oder gegangen ist. Und die anderen mit einem großen Fragezeichen im Kopf, verstehen es vielleicht am Ende ihrer eigenen Reise. Also bis dann! Da das meine finalen Berichte sind, wollte ich mich schon mal bei euch bedanken, bevor ich es vergesse. Danke für eure Aufmerksamkeit und die Geduld alles durchzulesen.
Alles Liebe an euch und auf eurer kommenden Reise!
Eure Sofie


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