Spendenaktion in Ghana

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Unser Intercultural Assitant Steffen erzählt von der Spendenaktion in Ghana

Stell dir mal Folgendes vor:
Du gehst bei dir zu Hause in eine Schule und suchst nach kaputten Dingen. Du findest sicherlich hier und da mal eine kaputte Glühbirne, eine gesprungene Fliese im Flur oder Stühle, die wackeln.
Anders hier in Ghana. Als Greta Zschoche in ihre Schule, das Sheperdo Preparatory, ging, in der sie als Freiwillige arbeitet, sah dies etwas anders aus. Es gab zwar keine kaputte Glühbirne oder gesprungene Fliese im Flur (da beides gar nicht existiert), aaaber dafür eine Menge instabile Stühle. Allerdings wackelten die Stühle und Tische nicht nur, nein, sie fielen auseinander, Holzsplitter an vielen Kanten und an sehr vielen Stühlen standen rostige Nägel heraus.

Jetzt erinnere dich einmal zurück an deine Schulzeit oder die deiner Kinder. In diesen jungen Jahren spielt man gerne Fangen, man tobt herum und hin und wieder bekommen sich zwei Kinder in die Haare. Dies alles natürlich auch im Klassenzimmer. Greta musste sich mit Angstschweiß auf der Stirn angucken, wie Kinder zwischen zahlreichen Holzsplittern und rostigen Nägeln scheinbar sorglos besagten Aktivitäten nachgingen. Sie sah es bereits vor sich, wie eins der Kinder sich an einem rostigen Nagel verletzte. Soweit wollte Greta es aber nicht kommen lassen und beschloss, einen weitläufigen Spendenaufruf nach Deutschland zu verschicken. Mit vollem Erfolg!

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Ihr Spendenkonto füllte sich dank der großzügigen Spender schnell und in beachtlicher Menge. Greta selbst war überwältigt von der Unterstützung aus Deutschland und sie hatte zwischenzeitlich sogar die Sorge, die mit einhergehende Verantwortung nicht bewältigt zu bekommen.
Aber Greta wäre nicht Greta, wenn sie nicht zweimal tief Luft geholt hätte und die Aufgabe in die Hand genommen hätte. Somit organisierte sie zusammen mit unseren Koordinatoren vor Ort einen Schreiner, welcher die Tische, Pulte und Stühle bauen sollte.

Alles ging Schlag auf Schlag und am letzten Donnerstag, dem 21.01.2016, war es dann soweit. Mit der Hilfe von rund 25 Volontären machte sich Greta auf zu der besagten Schule. Die Schule selbst hatte keine Vorahnung und wurde von dem mit neuen Möbeln vollbeladen LKW erfolgreich überrascht.
Nach all dem Stress und der Vorarbeit fiel Greta ein großer Stein vom Herz, als sie sah, wie alles bestens verlief. Schulleiterin, Lehrer und ganz besonders die Kinder freuten sich lautstark und tanzend mit den Armen in der Luft. Alle halfen mit, indem sie entweder mit den Kindern spielten, um das Arbeiten zu ermöglichen oder dabei halfen, die kaputten und völlig unzumutbaren Möbel zu entsorgen oder die neuen Möbel aufzustellen.

Am Ende des Tages war, dank einer engagierten Freiwilligenarbeiterin und den Spenden aus Deutschland, eine Schule in Ghana nicht mehr mit kaputten Möbeln, sondern mit neuen und kinderfreundlichen Möbeln ausgestattet.
Alle Volontäre und ganz besonders Greta gingen glücklich und in dem Bewusstsein, den Schulalltag für alle Kinder und Lehrer deutlich verschönert zu haben, nach Hause.

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