Sommer, Sonne und Sydney

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Insider Sandra berichtet über die ersten Tage in Sydney:

Angekommen

Wir treten heraus und sehen die Sonne und Palmenblätter, die in einer leichten Brise wehen – eine Erleuchtung. Müde und glücklich, nervös und gespannt und ein kleines bisschen ängstlich werden wir von Kai (Angestellter der Organisation, Weltreisender, Tippgeber, Notrufannehmer) abgeholt und fahren in einem Minibus unserem Hostel und unserer Adventureweek entgegen.

Insider Sandra am Leuchtturm Sydney hat es tatsächlich geschafft, mich zu überraschen – als Kleinstadthenne, wie ich es nun einmal bin, grauste es mir doch ein wenig vor Menschenmassen auf den Straßen, Dreck und immerwährendem Lärm. Ich wollte von Anfang an nicht lange in Sydney bleiben – bloß weg in die schöne Natur und da irgendwie Geld ranschaffen. Doch komischerweise hat diese Stadt mich begeistert. Ich glaube es gibt wenige Großstädte, die mit Sydney vergleichbar wären. Ständig bewegt man sich in einem Wirbel und Wechsel aus alt und neu, Natur und Stadt, Ruhe und Hektik. Wunderschön erhaltene alte Bauten verschmelzen auf der Rückseite mit riesigen Wolkenkratzern aus Glas. Hinter einer der meistbefahrenen Hauptstraßen liegt ein ruhiger Park, in dem vereinzelt Familien Picknicks veranstalten oder Angestellte ihre Mittagspause verbringen. Es liegt Entspanntheit in der Luft, Ungezwungenheit in der Eile der Großstadt. Ich überlege tatsächlich, länger zu bleiben und hier eine Weile zu arbeiten.

Das Hostel liegt nahe Kings Cross und sprüht vor einem leicht tropischen, altherrschaftlichen und relaxten Charme. Wir checken ein und ich gehe voran in ein Viererzimmer. Leider sind die unteren Betten schon besetzt – die Oberen zu erklimmen ist schwer, laut, wacklig und kann sehr schnell sehr weh tun. Hier im Hostel sind vorwiegend Deutsche eingekehrt – fast jeder spricht Deutsch hier. Schade und irgendwie erleichternd. Nein, größtenteils schade – ich würde mich gerne schnell in die Sprache eingewöhnen.

Heute passiert nicht viel – ich versuche dem Jetlag zu entkommen, indem ich bis abends nicht schlafe. Heute Abend ist Barbecue auf einem Rooftop vorgesehen – es war etwas unorganisiert, aber dafür witzig. Die Skyline von Sydney ragt hinter uns auf. Es wurde hart um das Fleisch gekämpft, da mittlerweile jeder zumindest in einen Supermarkt gegangen ist und die Preise betrachtet hat. Ein großer Schock folgt, dann die Erkenntnis – ich muss es ja noch umrechnen in Euro… zweiter Schock – es ist immer noch unglaublich teuer. Man beruhigt uns gleich wieder, dass man dementsprechend auch mehr verdient, aber dieser Schock sitzt tief…

2. Tag – Hop on Hop off

StraßenkünstlerWillkommen in Australien! Mit Toast und Cornflakes lassen wir den Tag beginnen. Es geht zu Fuß Richtung Opernhaus. Dabei durchqueren wir die botanischen Gärten, die mit Palmen, verspielten Teichen und Springbrunnen und einer Vielzahl von (vorwiegend fliegenden) Tieren bestückt sind. Obwohl man die Vögel nicht sehen konnte, konnte man sie sehr wohl hören. Einer stach dabei heraus, der eher wie eine Maschine als wie ein lebendes Tier klang.

Am Ufer angekommen, sehen wir eines der bekanntesten Wahrzeichen Sydneys – das Opernhaus. Es ist, als würde man es schon immer kennen. Ich weiß nicht, wie viele Bilder ich schon davon gesehen habe. Aber schön ist sie trotzdem und für ein paar eigene Fotos muss sie allemal herhalten, genauso wie die Harbourbridge.

Ich habe in Deutschland verpasst, mein Bargeld zu wechseln. Gerade mal von einer Freundin geschenkte 15 Dollar sind dabei und schnell aufgebraucht (allein schon 20 Dollar Kaution für den Zimmerschlüssel). Und nein, man sollte nicht im Flughafen oder irgendwo in einer Wechselstube hier in Sydney sein Geld tauschen – die Kurse sind superschlecht und die Bearbeitungsgebühren unglaublich hoch! Du bekommst fast schon so viele Dollar raus, wie du Euro wechselst. Also warte ich bis wir unser Bankkonto eröffnen und tausche da. Daher musste ich mir ein wenig Geld leihen – danke nochmal Mädels! 😉 Deshalb konnte ich mir auch kein Lunch leisten – es ist einfach schwer, sich an solche Preise zu gewöhnen, aber immerhin gibt es überall Trinkwasserhähne, die bei dem warmen Wetter auch gut in Benutzung sind.

Am Hafen angekommen und nach einer kleinen Pause fürs Lunch (oder einfach nur den Didgeridoo/Elektromusikern beim Tanzen zusehen) steigen wir auf das „Hop-on-Hop-off-Boat“ und drehen eine Runde zu einigen wundervollen Sehenswürdigkeiten – Harper Island, der Taronga-Zoo und schließlich auch Watson Bay, wo wir schließlich „rausgehüpft“ sind. Nach einem wunderschönen Spaziergang auf dieser Halbinsel bis zum Leuchtturm entschieden wir uns an einem der Strände zu bleiben und wir wählten den FKK-Strand. 😉 Warum? Weil der vergleichsweise leer und wunderschön war (Nein, wir brauchten uns nicht völlig ausziehen). Wir planschten etwas in dem azurblauen Wasser und kletterten unter sehr netter Hilfe eines Australiers auf den Felsen herum. Auf dem höchsten und flachsten Stein haben wir uns schließlich zu dritt niedergelassen. Der Ausblick war wundervoll und es fiel uns schwer zu glauben, dass wir tatsächlich hier waren – in Australien an diesem traumhaften Strand.

Sandra

► Work & Travel in Australien