Sabbatical in Ghana☀🌴💚

Matthias, 41 Jahre, hat für 9 Wochen an einem Sozialarbeits- und Unterrichten-Projekt in Ghana teilgenommen. Dort hat er Informatik unterrichtet, ein Fußball- und Basketball-Turnier veranstaltet, ein Spendenprojekt für neue Schulmöbel organisiert und vormittags im Kindergarten ausgeholfen. Außerdem ist er mit dem Bus durch ganz Ghana gefahren, hat Surfen gelernt und ein Hip Hop Konzert mit 50.000 Personen besucht. Im Interview verrät er mehr zu seinem Aufenthalt und warum er sich für ein Sabbatical (also eine berufliche Auszeit) entschieden hat.

Warum hast du dich für ein Sabbatical entschieden?😍💓

Ich wollte raus aus dem Alltag, raus aus meiner Komfortzone. Abenteuer erleben, Lebensfreude versprühen und die Herzen der Menschen berühren…

War dein Alter für dich ein Thema bzw. hattest du Bedenken, zu den „älteren“ Teilnehmern zu gehören?🙈👀💚

Überhaupt nicht, es war sogar im Gegenteil sehr witzig. Mein Spitzname war des Öfteren „Papa Schlumpf“. Für mich sowie auch für die anderen Teilnehmer vor Ort war der Altersunterschied sogar eine Bereicherung. Denn wir lagen trotzdem auf einer Wellenlänge, da unser gemeinsames Interesse in dem Moment das Freiwilligenarbeitsprojekt und das Thema Helfen war. Ich habe mich auch ein wenig in meine Studienzeit zurückversetzt gefühlt… 😉

Habt ihr viel als Gruppe unternommen oder warst du lieber alleine unterwegs?🙈💕👫

Ich habe mich oft und gerne der Gruppe angeschlossen, denn zusammen haben die Unternehmungen einfach mehr Spaß gemacht. Darüber hinaus fand ich es auch schön, die neuen Eindrücke und Erlebnisse miteinander teilen zu können. Ich habe mich in Ghana sehr als Teil des Teams gefühlt; durch die Teamleitung vor Ort wurde dieses Gefühl noch gestärkt zum Beispiel durch regelmäßige Teammeetings. Ich fand es auch gut und wichtig, dass wir unsere Mahlzeiten gemeinsam eingenommen und uns dabei über Gott und die Welt ausgetauscht haben.

Hattest du ein Einzelzimmer oder warst du mit im Schlafsaal untergebracht?🙈👫

Ein Einzelzimmer hatte ich nicht – und das war auch völlig ok. Natürlich muss man sich bewusst sein, dass man so nie wirklich alleine ist. Ob man das mag, ist für mich aber keine Frage des Alters, sondern eher Typsache. Genauso, wie die vielen gemeinsamen Aktivitäten. Hätte ich das nicht so gewollt, dann hätte es aber auch Möglichkeiten gegeben, sich mal Zeit allein zu gönnen. Die Teamleitung vor Ort hat sich wie gesagt auch sehr eingebracht – aber auch dies war nur ein Angebot, die Teilnehmer zu unterstützen, was Freizeit Aktivitäten angeht.

Wie schwierig oder leicht war für dich die Organisation deines Sabbaticals?👀💕😊

Nicht schwer. Da ich eine begrenzte Auszeit von meinem Job genommen habe und danach wieder zu meiner Firma zurückgekehrt bin. Meine Versicherung ist normal weitergelaufen, ich habe meine Wohnung untervermietet und hatte somit komplette Sicherheit für meine Rückkehr. Meine Chefin von der Idee einer Auszeit zu überzeugen, war erst mal schwer im Sinne das Thema anzusprechen und dafür einzustehen – aber danach wurde ich von ihr wunderbar unterstützt: Denn eine solche Reise ist auch gleichzeitig eine riesige Entwicklungschance für den Mitarbeiter. Es motiviert ihn und steigert die Eigeninitiative.

Was hat sich für dich durch deine Auszeit geändert?👀💕☀

Ich habe gelernt, im Moment zu leben und das Leben mehr zu genießen. Außerdem: Es lohnt sich nicht, Energie durch Wut und Enttäuschung zu verschwenden, was auch immer diese verursachen mag… Gleichmütig zu sein, ist für mich die perfekte Balance (jedoch nicht gleichgültig).

Was würdest du anderen raten, die mit der Idee spielen, ein Sabbatical zu machen?💕☀

Nicht auf die Rente warten, einfach starten! Just do it!


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