Nicht aus der Welt, sondern am anderen Ende

Insider Lisa M. berichtet aus Deutschland

Hallo ihr lieben,

die letzten 2 Wochen sind angebrochen, in 13 Tagen geht’s los! Im Moment kann ich es noch gar nicht glauben schon bald am anderen Ende der Welt zu sitzen. Aber die immer zahlreicheren Abschiede machen es mir so langsam bewusst. Der Festivalsommer ist vorbei, auch ein Zeichen, dass meine Reise ganz bald beginnt!

Meine Vorbereitungen laufen jetzt auf Hochtouren. Meinen internationalen Führerschein habe ich beantragt – einfach und schnell, damit habe ich gar nicht gerechnet. Für schlappe 16 Euro gibt’s ein graues kleines Heftchen, das mir erlaubt die Straßen auf der ganzen Welt unsicher zu machen. Meine genauen Flugdaten und eine Mitreisendenliste sowie Infos zu meiner Unterkunft und Programm für die ersten Tage in Sydney habe ich nun auch erhalten. Beim Friseur war ich auch noch mal eben, ist ja erst mal das letzte Mal. Dort habe ich sogar schon mein erstes Weihnachtsgeschenk erhalten – crazy! 🙂

Wie es wohl sein wird Weihnachten unter Palmen zu feiern? Ob ich in Sydney gleich einen Job finde? Werde ich genug Geld verdienen, um mein Leben in Australien finanzieren zu können? Super viele Fragen, die ich mir so langsam stelle. Ich bin super gespannt und aufgeregt die Antworten herauszufinden! Mir wurde oft gesagt, dass es sehr mutig sei „allein“ in die Welt zu ziehen. Um ehrlich zu sein: Ich habe im Moment gar keine Ahnung worauf ich mich einlasse und was passieren wird, ich freue mich einfach nur ein großes Abenteuer zu erleben und frage mich, wann ich den Zeitpunkt erreiche, an dem ich realisiere, dass ich eine Weile von zu Hause weg bleibe. Und dieses „alleine“, naja…das ist man doch eigentlich nie, oder? Überall gibt es Menschen, mit denen man sich anfreunden kann und ich bin ja nicht aus der Welt, sondern eben nur am anderen Ende! 🙂 Heißt also, ich kann jederzeit Kontakt mit den Zuhausegebliebenen aufnehmen. Oft werde ich gefragt, wie ich mir die Jobsituation dort vorstelle und was ich überhaupt arbeiten möchte. Nun ja, eigentlich ist mir das ziemlich egal, ich bin da relativ flexibel und schaue mir gerne alles einmal an. Sei es drum, dass ich kellnern gehe, auf einer Farm arbeite, Obst pflücke oder im Büro arbeite, solange es Spaß macht und ich mir damit meine Abenteuerausflüge und Unterkünfte etc. leisten kann, ist mir das sehr recht. Das macht es für mich aus – verschiedene Jobs in verschiedenen Städten annehmen und in der Freizeit viele tolle Ausflüge an schöne Orte unternehmen, interessante Leute kennenlernen und vielleicht eine Zeit zusammen reisen.

In den nächsten Tagen gibt es dann doch noch das ein oder andere zu tun: Was mir noch fehlt ist mein internationaler Impfpass. Dann muss ich meinen Lebenslauf noch aktualisieren, Kopien aller Dokumente machen und diese zusätzlich einscannen – so habe ich immer Zugriff darauf und kann nichts verlieren. Was man auch nicht vergessen sollte: Sämtliche Codes und Passwörter irgendwo aufschreiben. Solche gehen über die Monate, die man nicht zu Hause ist, ganz gerne in Vergessenheit. Ist mir alles schon passiert. 😉 Ganz wichtig auch: Meine neue Kamera, die ich mir noch kaufen muss! Darauf freue ich mich sooo so dolle drauf, da ich Fotografieren wirklich liebe! Was gibt es schöneres als ein Bild anzuschauen, das an einen tollen Moment erinnert und eine spannende Geschichte hinter sich verbirgt?

Und dann geht es bald schon an’s Packen…ohje. Das könnte eine längere Geschichte werden. Einpacken, noch mehr einpacken, merken, dass ich zu viel eingepackt habe, überlegen was ich wieder auspacke, das Gefühl haben, das jetzt doch irgendetwas fehlt. Im Endeffekt ist es aber egal, denn was wirklich wichtig ist, habe ich schon zusammengepackt.

„Now there’s a way and I know that I have to go away.“

CAT STEVENS

Viele Grüße!! Eure Lisa

https://www.praktikawelten.de/work-and-travel-australien