Neuer Trend Zero Waste: Lohnt sich das?

Unsere Mitarbeiterin Isabel war letztes Jahr in Australien unterwegs und hat sich verstärkt Gedanken über das Thema Zero Waste gemacht. Wie sie dazu steht und welche Tipps und Tricks sie empfehlen kann, verrät sie uns in ihrem Blogartikel. 😉👇

Überall Plastik! 😳

2018: Ich stehe an der Gemüsetheke in Australien und frage mich zum wiederholten Mal, warum wir Gurken eigentlich in Plastik einschweißen müssen. Dann wandere ich weiter und stelle fest, dass selbst Bananen teilweise in Plastik verpackt sind. Komisch. Soweit ich weiß, hat das meiste Obst und Gemüse doch eine natürliche Schale. Aber packen wir da lieber noch mal ein paar Schichten Plastik drüber – schadet ja nicht. Oder doch?

Eine halbe Ewigkeit vergeht bis Plastik zerfällt 👀

Vor ein paar Jahren habe ich gelernt, dass jedes einzelne Stück Plastik auf der Welt noch existiert. Jedes einzelne Stück! Denn bis Plastik irgendwann zerfällt, vergehen bis zu 1000 Jahre. Und selbst dann ist es nicht ganz verschwunden. Jetzt überlege dir mal, was passiert, wenn du deinen Abfall ins Meer wirfst oder am Strand zurücklässt. Viele Tiere unter Wasser haben ihr ganzes Leben lang mit der Plastikverschmutzung zu kämpfen. Ich habe einmal ein Bild von einer Schildkröte in einem Sixpack-Ring gesehen. Seitdem kann ich meine Augen davor nicht mehr verschließen.

Plastik zerstört die Natur

Du willst dich im Bereich Naturschutz im Ausland engagieren? Während deinem Projekt lernst du das Land kennen und wirst als freiwilliger Helfer eingesetzt!

Zero Waste – was ist das? 🤭

Vor etwa zwei Jahren hat es bei mir geklickt und ich habe mir zum ersten Mal wirklich Gedanken über das ganze Thema gemacht. Relativ schnell bin ich dann auf den Begriff „Zero Waste“ gestoßen. Vielleicht hast du das auch schon mal gehört. Es geht um einen Lifestyle, bei dem du der Umwelt zu liebe auf Plastikprodukte verzichtest. Das bedeutet nicht nur plastikfreie Alternativen zu finden, die biologisch abbaubar sind, sondern auch gut zu recyclen.

Zero Waste in verschiedenen Alltagssituationen✅

Anstatt immer wieder neue Produkte zu kaufen, reparierst du Dinge vorab oder findest andere Verwendungszwecke. So wird aus deinem alten T-Shirt ein Spültuch und aus deinem Smoothie-Glas ein Behälter für Nüsse. Mir gefällt das Konzept ganz gut, denn ich kann nicht nur meinen ökologischen Fußabdruck verringern, sondern auch noch ordentlich Geld sparen.

Dieser Lebensstil ist manchmal teuer 💰

Da laufe ich letztes Jahr voller Tatendrang auf einen „Bulk-Store“ in Australien zu. Das sind Geschäfte, in denen du Lebensmittel unverpackt kaufen kannst. Stell‘ dir den Laden also so vor: Du kommst herein und alles was du siehst, sind reihenweise große Behälter. Darin befinden sich dann Linsen, Bohnen, Nüsse, Reis und was sonst noch relativ haltbar ist. Du kannst dir alles in deinen eigenen Behälter abfüllen. Am Ende werden deine Beutel mit Inhalt gewogen und du bezahlst nach Gewicht. Diese Idee finde ich grandios! Nur leider wurde ich nach meinem ersten Blick auf das Preisschild ziemlich enttäuscht. Haferflocken, die im Supermarkt vielleicht 2 Dollar pro Kilo kosten, werden hier für mehr als das Doppelte verkauft. Ich wurde also sehr schnell ernüchtert. Bedeutet das, ich kann mir Zero Waste nicht leisten? Auf keinen Fall! Das war zwar ein kleiner Rückschlag aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen.💪

Lebensmittel in Behältern

Zero Waste und Reisen kombinieren😍

Ich fange mal damit an, dass ich definitiv nicht Zero Waste bin. Um ganz ehrlich zu sein, bin ich weit davon entfernt. Das heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem Schritt für Schritt versuche, meine Gewohnheiten zu ändern. Denn im Großen und Ganzen brauchen wir keine Hand voll Menschen die Zero Waste perfekt machen. Was wir brauchen sind tausende von Menschen, die es fehlerhaft machen. Vom Typ her bin ich so einer, der es nie besonders lange an einem Ort aushält. Ich liebe das Reisen, möchte mich dabei aber auch verantwortungsvoll verhalten. Im letzten Jahr habe ich einige Alternativen zu gewöhnlichen Plastikprodukten gefunden, die sich auch super zum Reisen eignen.

Meine Tipps zum Einstieg in ein müllfreieres Leben

1. Bambuszahnbürste

Die Bambuszahnbürste lässt sich je nach Hersteller fast komplett biologisch abbauen. Hier kommt es darauf an, aus welchem Material die Borsten sind. Aber unabhängig davon fühlt sich diese Zahnbürste wie eine Gewöhnliche an. Ich kaufe sie online im Zehnerpack. So sind sie echt günstig und du hast genug für deine Reise.

Plastikfreie Zahnbürsten

2. Seife statt Duschgel und Schampoo

Das feste Shampoo sieht aus wie eine normale Seife, reinigt dein Haar aber gründlich und schäumt wie Shampoo. Tausche dein sperriges Duschgel, das sowieso immer ausläuft, gegen eine Seife. Das spart auch ordentlich Platz im Koffer.

3. Second-Hand Shoppen

Wenn du mal wieder neue Klamotten auf deiner Reise möchtest, sieh dich doch mal nach Second-Hand Geschäften oder Flohmärkten in deiner Umgebung um. In Australien und USA z.B., gab es „Thrift-Shops“ gefühlt an jeder Ecke.

Second-Hand Geschäft

4. Kokosöl

Der absolute Allrounder – Kokosöl. Ich weiß gar nicht, wie sehr ich es bereits zweckentfremdet habe. Damit kannst du nicht nur kochen, sondern es als Body Lotion verwenden oder in deine Haarspitzen massieren, um sie nach einer ordentlichen Portion Sonne wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen. Kokosöl findest du außerdem auch immer unterwegs.

5. Edelstahl-Strohhalm

Eine meiner besten Investitionen ist der Edelstahl-Strohhalm. Wie oft sitze ich in einem Café oder Restaurant und bestelle mir ein Getränk. In den meisten Fällen kommen sie immer mit Plastikstrohhalm an. Vor allem auf Bali war mein Edelstahl-Strohhalm die Rettung und ich konnte dutzende Smoothies und Kokosnüsse weiterhin genießen.

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Mein Fazit!☺

Wie du siehst, kannst du deinen persönlichen Müllverbrauch schnell verringern. Es lohnt sich somit auch, nach und nach deine Gewohnheiten zu ändern und neue, müllfreie Wege zu gehen. Wenn du gerade am Reisen bist, sparen dir die Produkte Platz in deinem Koffer oder halten sogar länger als seine Vorläufer. Probiere es einfach mal aus. Du wärst überrascht, wie einfach du dich umgewöhnen kannst. ☺