Nationalpark Radal Siete Tazas in Chile

Wasserfälle Chile Nationalpark

Wie wunderschön der Nationalpark Radal Siete Tazas in Chile wirklich ist, erzählt dir unser Insider Anne.  Mehr Informationen zu unserem Programm findest du unter Farmstay mit Praktikawelten.


Am Montag nach meinem Ausflug in die Berge ist meine neue Mitbewohnerin Andrea auf der Farm angekommen. Diese neue Gesellschaft habe ich direkt genutzt, um mein vorletztes Wochenende auf der Farm noch mit zwei Ausflügen in die Umgebung zu füllen, die ich bis dahin noch nicht geschafft hatte.

Freundinnen Chile Nationalpark

Perfekter Ausflug zum Nationalpark

Der erste dieser beiden Ausflüge ging am Samstag in den Nationalpark Radal Siete Tazas. Dazu habe ich zusammen mit Andrea im Internet nach Touren gesucht, weil es ohne Auto schwierig ist, privat dorthin zu gelangen. Auf Facebook bin ich schließlich fündig geworden: Science and Adventure Radal 7 Tazas hatte genau für diesen Samstag eine Veranstaltung erstellt! Eine geführte Tour in eben diesen Nationalpark. Also hat Andrea die dort angegebene Nummer kontaktiert und in null komma nichts die Tour für uns klar gemacht.

Karte von Chile Nationalpark

Andrea kommt aus München mit rumänischen Wurzeln, ist genau wie ich 20 Jahre alt, hat ebenfalls letztes Jahr die Schule beendet, sich noch nicht bereit für die Uni gefühlt und ist deshalb genau wie ich für dreieinhalb Monate nach Südamerika geflüchtet. Anders als ich hat sie aber ihren Sprachkurs in Peru gemacht, war dann einen Monat lang in einem Wildlife-Projekt in Ecuador und hat danach noch fast zwei Wochen in Bolivien verbracht, bevor sie zu mir auf die Farm gekommen ist.

Das Abenteuer beginnt

Zusammen sind wir am Samstag sehr früh aufgestanden, um uns kurz vor 8 Uhr mit unseren Tourguides am Busterminal in Curico zu treffen. Mit ihnen sind wir von da aus weiter nach Molina gefahren. Um die Pferde mussten wir uns an diesem Wochenende keine Sorgen machen, da Consuelo uns restlos frei gegeben hat. In Molina sind wir dann vom Auto in einen Kleinbus umgestiegen.

Gruppe Chile Nationalpark

Dabei haben Andrea und ich festgestellt, dass wir eine Privattour bekommen. Tim, einer unserer drei Guides, hat uns erklärt, dass die anderen Teilnehmer kurz vorher noch abgesprungen sind. So waren es nur wir zwei Mädels, Tim, Francisco und Sebastian, der Fotograf.

Wanderung Chile Nationalpark

Mit dem Kleinbus sind wir dann in den Parque Inglés mitten im Nationalpark gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir an einem wirklich schönen Wasserfall angehalten, erste Fotos gemacht und den ersten Erläuterungen von Francisco gelauscht.

Parque Ingles Chile Nationalpark

Eine ausgiebige Bergwanderung

Der Hauptteil der Tour bestand dann darin, im Parque Inglés auf einen Hügel zu steigen. Es war anstrengend, da es die erste Hälfte lang fast die gesamte Zeit steil bergauf ging. Oben auf dem Berg lag sogar Schnee. Aber dank eines strahlend blauen Himmels ist uns nicht allzu kalt geworden. Der Aufstieg war wunderschön!

Ausblick Chile Nationalpark

Auf dem Gipfel haben wir dann bei einem atemberaubenden Ausblick auf Chile unser Mittagessen genossen und Wasser getrunken, welches wir kurz zuvor an einem frischen Bergbach in unseren Wasserflaschen eingefangen hatten. Danach haben wir uns an einen sehr rutschigen Abstieg gemacht.

Wasser abfüllen Chile Nationalpark

Verschnaufpausen

Insgesamt hat die Wanderung etwa fünf Stunden gedauert. Allerdings haben wir auch immer wieder Pausen zum Durchschnaufen gemacht oder angehalten, damit uns einer der drei Männer etwas über die Flora und Fauna in diesem Park erklären kann. Einmal haben wir fast eine viertel Stunde damit verbracht, drei Spechte bei der Arbeit zu beobachten. Dabei mussten wir mucksmäuschenstill sein. Von dieser Vogelart waren unsere drei Guides ohnehin völlig begeistert.

Riesiger Baum Chile Nationalpark

Als wir alle wieder sicher und heile unten angekommen sind, war die Sonne schon dabei, unterzugehen. An der Touristeninformation, an der wir unsere Wanderung bereits gestartet hatten, haben wir zu fünft auf unseren Bus gewartet, der uns wieder nach Molina bringen sollte.

Las Siete Tazas in Chile

Auf dem Rückweg haben wir dann noch ganz kurz bei der Hauptattraktion Halt gemacht: Las Siete Tazas. Das sind sieben Wasserfälle, die direkt aufeinander folgen. Theoretisch war der Aussichtspunkt, auf den wir gegangen sind, wegen Renovierung geschlossen.

Wasserfall Chile Nationalpark

Also sind die drei mit uns einfach kurzerhand durch den Zaun geklettert und, ganz anders als den restlichen Tag, mit uns im Rekordtempo zu den Wasserfällen gestratzt. Dort haben sie uns etwa 10 Minuten gegeben, um im untergehenden Licht der Sonne Fotos davon zu machen.

Sonnenuntergang Chile Nationalpark

Das hat mir allerdings auch gereicht, da ich nach dieser anstrengenden aber wunderschönen Wanderung eigentlich schon rundum zufrieden war. Ich habe mich nur noch auf eine warme Dusche und mein Bett gefreut.


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