Namaste – Hochzeit auf indisch

Hände mit Hennah-Tattoos

Unsere Sandra durfte eine indische Hochzeit hautnah miterleben und berichtet darüber:

Dass Urlaubsbekanntschaften zu langjährigen Freundschaften werden können, dürfte jeder schon mal gehört haben. Ich hatte nun das Vergnügen zu einer dreitägigen, indischen Hochzeit eingeladen zu werden! Da dies schon die Zweite aus meinen alten Kreisen war, wollte ich die Gelegenheit nicht noch einmal verpassen. Also ab in den Flieger nach Mumbai… Sandra in einem SariNach 9 Stunden Flug und wenigen Stunden Schlaf traf ich mich hier mit einem Teil der alten Clique, mit denen ich mit dem Zug weiter nach Pune fuhr, wo wir auf den Rest trafen. Was für ein tolles Wiedersehen nach so vielen Jahren!

Am nächsten Tag wurden gleich morgens im Hotel alle Frauenhände kollektiv mit Henna bemalt (sog. Mehndi). Auch das Sari binden wurde schon mal geübt. Anschließend wurden wir abgeholt und in die Hochzeitshalle gefahren. Aufgrund der Monsunzeit fand die Trauung nämlich erst mal überdacht statt.

Los ging es mit der Puja, dem Opferritual der Hindus. Da überwiegend auf Sanskrit gesprochen wurde (eine der 100 Sprachen Indiens), mussten wir genau aufpassen was passiert. Weiter ging es mit dem Tausch der Ringe und der Übergabe der Geschenke von Seiten der Braut, die sogenannte „Mitgift“ aus früheren Zeiten. Die meisten Geschenke waren jedoch für Beide von Nutzen. 🙂

Hände mit Hennah-TattoosMit einem großen Abendessen durfte dieser Tag dann ausklingen, denn am nächsten Morgen ging es pünktlich um 8:20 Uhr los, da die Sterne zu diesem Zeitpunkt besonders günstig standen für den Hauptteil der Trauung. Dazu hing sich das Brautpaar gegenseitig Blumengirlanden um den Hals, womit die Ehe besiegelt war. Weitere 6 Stunden lang gab es weitere Zeremonien und Segnungen, in denen insbesondere die Braut mehrmals ihren Sari wechseln durfte.

Die Hochzeitsgesellschaft konnte sich in dieser Zeit frei bewegen. Es wurde viel erzählt und vor allem gegessen. Sogar ich konnte nach einem halben Jahr in Indien noch Neues entdecken. Abends wurde dann auf das junge Glück angestoßen, jedoch ohne das Brautpaar, denn für sie galt für die gesamte Zeit der Trauung Alkoholverbot!

 

Indisches EssenAm letzten Tag fand die „Reception“ statt. Darauf freuten wir uns alle am Meisten. Da dieser Teil erst abends los ging, konnten wir noch ein bisschen Schlaf nachholen. In einer neuen, traumhaft geschmückten Open Air Location, konnten wir dann gemeinsam mit dem Brautpaar ausgelassen feiern und zu den beliebtesten Bollywood Hits tanzen. Dabei lautet die Devise immer, je auffallender man tanzt, umso besser! Spaß ist das Wichtigste und den hatten wir zur Genüge!

Schade, dass dieses farbenfrohe Fest sich langsam wieder dem Ende neigte. Für mich ging es jedoch im Anschluss gleich weiter nach Indonesien, wo ich jetzt die vielen Inseln unsicher machen werde. Getreu unserem Motto: Lebe deinen Traum! 🙂

Liebe Grüße aus der Ferne!

Eure Sandra

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Indische Hochzeit: 13 Rituale in die Ehe