Mit dem Mountainbike durch die Anden

Insider Larissa - Argentinien - 16

Insider Larissa berichtet über eine große Reise durch die argentinischen Anden:

Hallo alle zusammen,
lang habe ich nichts mehr von mir hören lassen, aber dafür melde ich mich jetzt mit vielen Geschichten und Fotos für euch! Heute werde ich mit der ersten beginnen:

Meine erste größere Reise (abgesehen von Mendoza) ging nach Salta – wieder über Nacht und per Bus. Dort angekommen wurden wir direkt vom Guide abgeholt, haben noch schnell in der Bahnhofstoilette Zähne geputzt und sind dann losgefahren. Die erste Tour führte uns durch die Umgebung Saltas, entlang des „Tren a las Nubes“.

Insider Larissa - Argentinien - 16.12.2014 - Eisenbahn

Das ist Argentiniens wahrscheinlich berühmtester Zug („Zug in die Wolken“), der normalerweise eine überteuerte Touristenattraktion ist, zurzeit allerdings nicht fährt. Unsere Tour hat aber genau denselben Weg genommen: In Salta gestartet, sind wir zuerst ins Lerma-Tal gefahren und von da aus ins vielfarbige Quebrada del Toro hochgeklettert.

 

Danach haben wir einige Ruinen in Santa Rosa de Tastil angesehen und in San Antonio de los Cobres Mittag gegessen. San Antonio ist eine kleine Stadt, die stark unter der Stilllegung der Bergwerke gelitten hat und momentan hauptsächlich vom Tourismus lebt.

Insider Larissa - Argentinien - 16.12.2014 - San Antonio

Von dort aus kamen wir schließlich zur Hauptattraktion des Tages, den Salinas Grandes, eine abgelegene Salzwüste bzw. „Salztonebene“. Früher war es ein See, der aber bereits (ich hab für euch noch mal nachgelesen!) im Holozän vor rund 10 000 Jahren ausgetrocknet und zurzeit ca. 50 cm dick ist.

Zurück in Salta haben wir unser Hostel im Stadtzentrum gefunden, eingecheckt und unsere zwei Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad bezogen. Danach haben wir uns auf den Weg in eine peña (so nennen sich typisch argentinische Restaurants, die Folklore (Volksmusik) und traditionelle Tänze als Unterhaltung anbieten) gemacht, weil die in Salta so gut sein sollten. Dort haben wir dann sowohl die Show, als auch das köstliche Essen genossen und sind schließlich abends erschöpft ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen hat uns unser Mountainbike-Guide für unsere zweitätige Tour durch die Anden abgeholt, und los ging’s!


Diese beiden Tage waren ein einziger Traum, ein kleines Paradies. Bei knapp 5000m sind wir gestartet und sind mit teilweise 75km/h die Anden heruntergesaust, haben Lamas und Springböcke, Kondoren, riesige Kakteen, Schlangen, Sträuße, Ziegenherden und atemberaubende Landschaften gesehen, die ich im Leben nicht für möglich gehalten hätte. Es war einfach nur genial.


Ich melde mich bald wieder!
Larissa

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