Mit 17 Leuten in einer WG

Wasserfall mit grüner Landschaft

Insider Nina ist in Argentinien angekommen und berichtet:

Hallo,

jetzt melde ich mich das erste Mal aus Argentinien. Ich bin vor zwei Wochen angekommen. In diesen beiden Wochen ist schon so viel passiert, dass man kaum hinterher kommt, allen zu berichten.
Ich wohne in einer WG mit 17 anderen Leuten. Zuerst dachte ich mir, dass das viel zu viele Menschen auf einen Raum sein müssen, doch das ist gar nicht so.

Wasserfall mit grüner LandschaftDas Haus, in dem wir wohnen, ist so verwinkelt, dass man von vielen gar nichts mitbekommt, wenn man nicht möchte. Sobald man sich aber ins Gemeinschaftszimmer setzt, ist man nicht alleine. Das stört mich jedoch überhaupt nicht, weil ich mit allen sehr gut zurecht komme. Ich teile mir mein Zimmer mit einer anderen Freiwilligen. Doch es wohnen nicht nur Deutsche dort, auch einige Argentinier, Franzosen und einer aus den USA sind da.

Spanisch können eigentlich nur die Argentinier wirklich gut und es wird auch sehr viel deutsch untereinander gesprochen, das schreckt aber die Leute nicht ab, trotzdem mit Händen und Füßen zu kommunizieren. Trotzdem ist es praktisch, schon ein paar Spanischvorkenntnisse zu haben, wenn man nicht den absoluten Kulturschock erleben möchte. Auch muss man sich darauf einstellen, dass die Hygienestandards anders sind als in Deutschland. Jeder, mit dem ich bisher gesprochen habe, hat erzählt, dass er/sie erstmal schlucken musste, als er die Wohnung gesehen hat. Aber man gewöhnt sich ganz schnell dran, sein Geschirr lieber zweimal zu spülen und lieber nur in Badeschlappen durch das Haus zu laufen. 😉

Am Montag nach meiner Anreise ging es gleich in die Sprachschule. Dort haben wir einen Einstufungstest gemacht und wurden dann in Kurse, unseres Niveaus entsprechend, zugeteilt. Auch eine kleine Stadttour haben wir gemacht, damit wir uns besser zurechtfinden können. Und einen Tanzkurs bietet die Sprachschule auch jeden Mittwoch an. Der ist besonders lustig. Doch sind es überwiegend Mädchen, sodass man sowohl die Männerschritte, als auch die Frauenschritte lernen muss.

Argentinische Stadt in bergiger UmgebungMein erstes Wochenende habe ich in Córdoba verbracht. Ich musste erstmal ankommen und mich immer noch an den Rhythmus hier gewöhnen. Das sehr späte Essen, etc. ist doch etwas ungewohnt gewesen. Meine Zimmermitbewohnerin und ich haben auch schon erste Ausflüge in die Umgebung Córdobas gemacht, welche sehr, sehr schön ist. Wir waren in Carlos Paz, ein Ort, an dem die Argentinier selber öfter Urlaub machen. Dort kann man die Sierras gut sehen und auch an einem See baden gehen. Leider war es dafür noch ein wenig zu kalt.

Dieses Wochenende haben wir dann schon einen sehr großen und etwas längeren Ausflug zum Iguazú gemacht. Da wir in zwei Wochen beide mit unseren Projekten starten und wir nicht wissen, ob wir die Wochenenden immer so frei zum Reisen haben, wollten wir lieber alle Reisen, die wir machen wollten, noch machen, bevor das Projekt losgeht. Und die Wasserfälle sind super beeindruckend und auf jeden Fall eine Reise wert! Wir waren sowohl auf der brasilianischen Seite, als auch auf der argentinischen. Auf der argentinischen Seite war auch unser Hostel, welches wir nur eine Nacht davor gebucht hatten. Das hat aber super gut geklappt und wir waren sehr zufrieden. Wir hatten sogar einen kleinen Pool, an dem wir uns nach dem ganzen vielen Laufen abkühlen konnten.

Jetzt sitze ich für die nächsten 22 Stunden im Bus auf dem Weg zurück nach Córdoba und schreibe meinen ersten Bericht aus Argentinien. Morgen geht es dann wieder in die Sprachschule. Ich melde mich dann wieder, wenn mein Projekt losgeht.

Bis dahin, Nina.

Mehr zu Ninas Projekt: ► Unterrichten in Argentinien