Mindo: Kolibris, Brownies & Action beim Tubing

Pia sitzt auf den großen Quito Buchstaben

Unser Insider Pia berichtet von ihrem Ausflug nach Mindo, wo es Kolibris zu bestaunen, Wildwasser zu bezwingen und Schokolade zu genießen galt.

Hola amigos!
Letztes Wochenende waren wir wie immer on tour. 🙂
Als Ziel haben wir uns am Samstag Mindo ausgesucht. Mindo ist ein wirklich seeeehr kleiner Ort (es gibt eigentlich nur 3 Straßen) 😀 ca. 1 ½ Stunden westlich mit dem Bus von Quito entfernt. Bekannt ist die kleine Stadt für die unglaublich tolle Flora und Fauna (Kolibiris, Orchideengarten usw.), die auch wir uns natürlich nicht entgehen lassen haben!

WieTreppe in einem botanischen Garten die letzten Wochenenden, hat uns der Wecker auch an diesem Samstag (zu) früh aus dem Schlaf geklingelt. Um viertel vor 7 haben wir uns mit dem Taxi auf dem Weg zum Busbahnhof La Ophelia gemacht, von wo aus wir um 7:40 Uhr den Bus nach Mindo genommen haben. Der Bus war im Vergleich zu den anderen Bussen, mit denen ich die vergangenen Wochenenden unterwegs war, wirklich nicht das Gelbe vom Ei. 😀 Abgesehen von den ziemlich unbequemen Sitzen und einem etwas muffeligen Geruch im Innenraum, meinte der Busfahrer auch, immer mal wieder mit offener Tür fahren zu müssen… Aber gut, wir sind ja in Südamerika und nicht in Deutschland – hier ist sowas halt normal. 😉
Nach gut 1 ½ Stunden Fahrt durch die Berge mit unglaublichem Blick auf die vorbeiziehende Landschaft sind wir gegen kurz vor halb 10 im schönen Mindo angekommen. Da einige von uns auch die Nacht hier verbringen wollten, ging es dann erstmal auf die Suche nach einem Hostel. Schnell sind wir fündig geworden und haben uns alle noch einmal dick mit Sonnenmilch eingecremt und großzügig Moskitospray aufgetragen, bevor es dann los zu einem der vielen Reisebüros ging, um unsere Aktivitäten für den Tag zu buchen. 🙂
Auf dem Programm stand Kolibris anschauen im Orchideengarten, die Tour de Chocolate, ein Ausflug zu den Wasserfällen und Tubing.
Die Tour zu den Wasserfällen haben wir letztendlich allerdings doch gelassen, da sie uns im Verhältnis zu den anderen Aktivitäten dann doch ein wenig zu kostspielig war…

Eine Pink-Weiße OrchideeAlso haben wir uns als erstes den Orchideengarten und die Kolibris angeschaut. Pünktlich als wir im Garten zwischen den ganzen Blumen und Bäumen standen hat sich das Wetter auch gedacht, um mehr „Regenwald-Feeling“ zu haben, sollte es jetzt anfangen zu regnen. 😀 Also sind wir alle schön durchnässt worden, während uns eine nette Ecuadorianerin herumgeführt und uns die verschiedenen Arten gezeigt hat. Am besten gefallen haben mir persönlich die Kolibris. Es war echt toll, diese faszinierenden Tiere in echt zu sehen. Wirklich unglaublich, wie schnell diese Vögel sind – meine Kamera hatte gerade fokussiert, da waren sie schon wieder weg 😀

Ein Kolibri sitzt auf einer Schale mit ZuckerwasserIm Anschluss haben wir uns dann auf den Weg zur Schokoladentour gemacht. In Mindo gibt es eine kleine Schokoladenfabrik. Wir haben eine Führung über die Plantage gemacht und viel über den Weg von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel Schokolade erfahren. Das Highlight war natürlich die Verkostung. Wir hatten die Möglichkeit, flüssige Schokolade aus 100% Kakao mit verschiedenen Zutaten zu mischen – von Kaffe, über Ingwer, Pfeffer und Barbecuesauße (ja, ihr hab richtig gehört, Barbecuesauße) 😀 konnten wir alles ausprobieren. Mein Favorit ist definitiv der Ingwer. Ich habe selten so eine leckere Schokolade gegessen! BrowniesAußerdem durften wir die verschiedenen Sorten – 67-100%ige Schoki, Pfeffer, Kaffee und Macadamia – kosten. Der Höhepunkt war dann der Brownie: die anderen haben einem wirklich nicht zu viel versprochen. Einfach der Wahnsinn – oh mein Gott, was für eine Geschmacksexplosion! Das war wirklich mit Abstand der beste Brownie, den ich je gegessen habe! So schokoladig und einfach nur unfassbar lecker!
Ich habe dann noch eine Tafel Ingwer-Schokolade und ein Stück Schoko-Fudge mitgenommen, bevor es auch schon weiter zu unserer letzten Station für diesen Tag, dem Tubing, ging.

Eine Gruppe lacht vom Boot in die KameraTubing ist im Prinzip vergleichbar mit Rafting. Man fährt auch einen Fluss hinunter, sitzt aber statt in einem Boot auf zusammengebundenen Reifen – mega cool und mein absoluter Tip für Mindo!
Wir sind mit 2 Guides und gewappnet mit Schwimmweste und Helm zum Fluss gefahren. Das Wasser war eiskalt brrrr aber es war ein total tolles Erlebnis. Mir persönlich hat es sogar noch besser gefallen als das Rafting letztes Wochenende. Es ist echt super actionreich diesen Fluss hinunterzufahren – immer wieder fährt man mit den Reifen über große Steine, gerät in einen Strudel, bekommt eine Riesenwelle Wasser ins Gesicht… Einfach der Wahnsinn! Wir waren alle ein bisschen traurig, als das Abenteuer Tubing nach nicht mal 15 Minuten schon wieder vorbei war. :/ Aber mal sehen, ich habe ja noch einige Wochenenden – vielleicht führt es mich ja noch ein zweites Mal nach Mindo (alleine wegen des Brownies würde es sich schon lohnen!) 😀

Hundemüde sind wir dann um 17 Uhr in den Bus zurück nach Quito gestiegen und um ca. 19 Uhr wieder in La Ophelia angekommen. Am Busbahnhof haben wir uns dann von Nhi verabschiedet, für die es der letzte Tag war, da sie in der Nacht zurück nach Hause in die USA geflogen ist. Es war echt ein trauriger Moment – unglaublich, wie sehr einem Menschen in so kurzer Zeit ans Herz wachsen können… Ich hoffe jedenfalls, dass wir in Kontakt bleiben und ich Nhi irgendwann nochmal wiedersehe. 🙂

Eine StadtDa wir Zuhause zu müde waren, um selbst zu kochen (und wir auch nicht wirklich was leckeres da hatten… jaja, so ohne Mama und Papa füllt sich der Kühlschrank nicht von alleine auf 😀 ), haben wir uns entschieden ins Tarzan zu gehen. Das Tarzan ist ein relativ kleines Restaurant in Mariscal zwischen dem Plaza Foch und der Sprachschule. Unvergleichlich gut sind dort vor allem die frischen Fruchtsäfte (meine Favoriten: Mango und Maracuja)! Auch das Essen ist sehr lecker und es gibt eine große Auswahl (auch für Veggies wie mich 😉 ). Es ist insgesamt einfach ein sehr gemütliches, nettes Restaurant mit super leckerem Essen und unschlagbarem Preis-Leistungsverhältnis.
Meine absolute Empfehlung für die Gegend La Mariscal. 🙂

Am Sonntagmorgen haben wir dann alle gemerkt, wie müde wir eigentlich waren. 😀 Nach einem Blick aus dem Fenster, bei dem wir feststellten, dass das Wetter auch nicht unbedingt berauschend war (vom Cotopaxi hätten wir so eh nicht viel gesehen), haben wir uns wieder umgedreht und erstmal ausgeschlafen.
Pia sitzt auf den großen Quito BuchstabenAls Alternativprogramm hat es uns am letzten Sonntag dann in den Parque Itchimbia geführt. Der Park befindet sich auf einem Hügel gegenüber vom Panecillo. Es befindet sich dort der große „Quito“-Schriftzug, vor und auf dem wir natürlich erstmal gefühlte hunderttausend Fotos machen mussten. 😀 Im Anschluss haben wir noch ein bisschen die unglaubliche Aussicht, die man von dort oben auf den Panecillo und über die gesamte Stadt hat, genossen. Später haben wir dann mit dem Bus den Heimweg angetreten und noch einen kurzen Abstecher auf den Mercado Artesanal gemacht. Es gibt dort einfach quasi alles – Schals, Jacken, Accessoires, T-Shirts, Pullover… Ich habe mich für 2 schöne Schals und das typische „Ecuador – ama la vida“-T-Shirt entschieden. 🙂
Kleiner Tip für zukünftige Weltenbummler: die Verkäufer versuchen immer, einem so viel Geld wie möglich abzunehmen (gerade Europäern, wie uns…)! Handeln ist völlig normal, lasst euch nicht sofort auf jeden Preis ein, in den meisten Fällen ist er zu hoch… Pro Schal wollte die Verkäuferin z.B. erst 11$ haben – am Ende habe ich für beide zusammen 10$ bezahlt (was der völlig normale Preis ist!).

Sooo, das war auch schon mein 3. Wochenende hier in Ecuador. Jetzt ist schon der 1. Februar – die Zeit fliegt… Den kommenden Sonntag bin ich bereits ganze 4 Wochen hier… unglaublich.

Am Dienstag habe ich dann meine Induction in mein Projekt. Ich bin gespannt und werde euch berichten. 🙂
Nächstes Wochenende fahren wir an die Küste, genauer gesagt nach Canoa.
Canoa ist ein kleines Surferdorf relativ im Norden. Wir werden ganze 4 Tage dort verbringen, da wir Montag und Dienstag alle frei haben – Karneval! 🙂
Sonne tanken, am Strand entspannen, feiern, hoffentlich ein Tandem-Flug machen… Es wird bestimmt ein tolles Wochenende und ich werde euch dann nächste Woche alles erzählen. 🙂

Muchos saludos aus dem sonnigen Ecuador! Pia

Frewilligenarbeit in Ecuador