Mein Trip nach Irland

Insider Sandra

Unser Insider Sandra erzählt von ihrem Abschied in LondonBlack und der Reise nach Irland:

Hallo ihr Lieben,

wie die Zeit doch rast. Am 14.11. hieß es, Abschied nehmen. Bereits am Abend zuvor hatte ich mich von zwei Kolleginnen verabschiedet, mit ganz vielen Umarmungen inklusive. Das ganze Team hat mir dann am Freitag noch eine Abschiedskarte überreicht und natürlich sind ein paar Tränen geflossen, hauptsächlich auf meiner Seite. Die sechs Wochen sind viel zu schnell vorbei gewesen und ich werde das ganze Team im Museum soooo sehr vermissen! Auch der Abschied von den anderen Praktikanten war gar nicht so einfach. Zum Glück gibt es Facebook und wir haben fleißig Kontakt. Der Abschied von der Gastfamilie war auch nicht unbedingt leicht, die beiden waren wirklich der Wahnsinn. Sogar Kitty, die etwas antisoziale Katze, ließ sich am Ende von mir kraulen. Ich verbuche das mal als Sieg.

Insider-Sandra-24.11.2014-2Von London aus ging es direkt für ein Wochenende nach Dublin. Dort war ich schon mal, viel Neues gab es also nicht zu sehen. Sonntags hab ich dann aber einen schönen Spaziergang zum Strand gemacht. Für anständiges Badewetter war es zwar ein wenig zu kalt, aber es ist immer irgendwie beruhigend, am Meer zu sein. Montags hab ich dann einen Bus nach Belfast genommen. Da kaum Airlines dort hinfliegen, ist es echt am besten, einfach nach Dublin zu gehen und von dort aus für ein paar Euro mit dem Bus weiter zu fahren. In Belfast wohne ich in einem Hostel und es ist toll mit den ganzen Leuten dort in Kontakt zu kommen. Bevor ich nach London gegangen bin, wäre mir sowas nie passiert, denn ich war schrecklich schüchtern. Aber ich bin viel selbstbewusster geworden und komme mit Menschen leicht ins Gespräch. Das ist wirklich eine tolle Veränderung.

Insider-Sandra-24.11.2014-1Belfast selbst ist faszinierend. Die Stadt ist geprägt von ihrer jüngsten Geschichte. Wenn es euch einmal dorthin verschlagen sollte, macht unbedingt eine Black Taxi Tour durch den Teil der Stadt, in dem die Troubles sich konzentriert haben. Es ist unglaublich eindrucksvoll, aber auch beklemmend. Auch sonst gibt es einiges zu sehen. In Belfast wurde auch die Titanic gebaut, ich empfand das Museum aber als viel zu teuer für das, was am Ende geboten wurde. Empfehlen kann ich hingegen das Ulster Museum. Der Eintritt ist frei und es liegt direkt am Botanischen Garten (ebenfalls freier Eintritt), und neben der Uni, die eher aussieht wie Hogwarts. Die Menschen in der Stadt sind unglaublich freundlich und aufgeschlossen.

Insider-Sandra-24.11.2014-3Momentan sitze ich am Giants Causeway in einem Hostel und genieße die Ruhe, die im Wintergarten herrscht. Der Regen prasselt auf das Dach und wenn die Wolken die Sicht freigeben, sieht man abertausende von Sternen. Man kann von Belfast aus Touren hierher buchen und ich würde eine Übernachtung empfehlen. Man wird am nächsten Tag wieder eingesammelt, und es gibt eine Menge zu sehen. Die Carrick-A-Rede Rope Bridge war ein Abenteuer für sich, vor allem weil es so windig war, dass sie geschlossen war bis wir ankamen und geschlossen wurde als wir gehen wollten. Carrickfergus Castle war hübsch anzuschauen und der Giants Causeway ist eine Schönheit für sich. Unterwegs sieht man auch einige Drehorte der Serie „Game of Thrones“, was mich natürlich besonders gefreut hat.

Am Montag geht es dann zu meinem Freund in die Schweiz. So ganz will ich noch nicht wahrhaben, dass es dann endgültig vorbei ist. Ich werde mich nochmal melden, wenn ich dann wieder auf dem Kontinent angekommen bin, dann ist es Zeit für ein Resümee.
Sandra

Praktikum in England