Mein erstes Wochenende in Quito

Blick in die Landschaft Ecuadors

Insider Lena K. genießt ihr Wochende in Ecuador und berichtet:

Hallo!

Mein erstes Wochenende hier in Quito ist nun auch schon vorbei und jetzt wollte ich euch mal berichten, was ich alles so getrieben habe. Am Samstag sind wir mit dem Bus zwei Stunden nach Otavalo gefahren, wo sich ein großer Markt befindet, bei dem es alles Mögliche zu kaufen gibt. Neben Taschen, Armbändern, Bildern und Figuren aus Glas wird selbstverständlich auch der allseits beliebte Alpaka-Pulli angeboten.

Blick in die Landschaft EcuadorsNach mehreren anstrengenden Stunden, die man locker auf so einem Markt verbringen kann (und einigen Dollars weniger) haben wir uns anschließend noch spontan dazu entschieden, zu einer der schönsten Lagunen Ecuadors, der Cuicocha Lagune, zu fahren. Dort war es wirklich wunderschön. Man hat perfekte Sicht über das umliegende Land, wie auch auf den Vulkan, nach dem die Lagune benannt wurde und kann Stunden damit verbringen, tausende Fotos aus verschiedenen Perspektiven zu machen. Um die Lagune herum verläuft ein Wanderweg, den wir aus Zeitnot leider nicht komplett umlaufen konnten. Zudem ist es möglich, auf dem Wasser Kanu zu fahren.

Nach mehreren Stunden Aufenthalt sind wir schließlich mit einem Taxi (das Taxi war eigentlich ein Pick-up, auf dessen Ladefläche wir mitfuhren) wieder zurück nach Otavalo gefahren, um dort gerade noch so den letzten Bus nach Quito zu erwischen. Wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, sind wir eher schlecht darin, Dinge im Voraus zu planen und zu organisieren. Aber relax – wir sind hier in Südamerika und man passt sich der Kultur hier ja auch irgendwie ein bisschen an 😀

Sonntag war ebenfalls ein Tag, der mir sicherlich sehr lange in Erinnerung bleibt. Wir beschlossen, das typische Touristenprogramm abzuziehen und zum Mitad del Mundo, der Äquatorlinie, zu fahren. Gegen einen Eintrittspreis kann man hier das Denkmal, das in einem kleinen, konstruierten Dorf mit diversen Souvenirshops liegt, bewundern. Zudem ist es dort möglich, mit dem einen Bein auf der Nord- und mit dem anderen Bein auf der Südhalbkugel zu stehen, was ich wirklich sehr cool fand. Nach einem kleinen Mittagessen im dort benachbarten Dörfchen San Antonio de Pichincha, hatten wir nun keine Lust mehr auf die vielen Touris und sind deshalb zu der kaum bekannten Inka-Stätte Pucara de rumicucho gefahren. Dieser Ausflug hat sich aber sehr gelohnt. Die Stätte war wirklich sehr cool, aber noch viel besser war der Ausblick, den man auf dem Hügel genießen konnte. Das könnt ihr auch auf dem Bild sehen. Ich war wirklich sehr begeistert und in den paar Stunden, in denen wir dort waren, haben wir insgesamt vielleicht fünf andere Touristen gesehen. Wir waren wirklich allein und ich habe nicht nur die Stille genossen, sondern auch die gute Luft, die in Quito leider Mangelware ist.

Das war dann auch schon mein erstes Wochenende hier in Quito, das ich sehr, sehr schön fand und wirklich nur jedem empfehlen kann, sich ebenfalls die Orte anzusehen. Natürlich war das Wochenende auch sehr stressig und anstrengend, aber das war es mir auf jeden Fall wert und erholen kann ich mich ja immer noch in der Sprachschule 😀

Jetzt sind es noch fünf Wochen, bis ich mit meinem Projekt im Krankenhaus anfange und ich kann nur sagen, dass es mir von Tag zu Tag hier immer besser gefällt.

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