Mayas, Cancun und Forrest Gump

Unser Insider Justine badet im Meer vor Cancun, Mexiko.
Natürlich haben wir auch ein Bad im Meer genossen.

Insider Justine berichtet von einer aufregenden Zeit in Mexiko:

Es ist vorbei. Mein letzter Tag im Spanischunterricht.
Danach hatten die anderen Mädels und ich Projektbesprechung.
Mein Projekt ist ein wenig anders, als das der anderen. Der Anfahrtsweg bis zu diesem Strand ist länger, ich arbeite 3-4 Mal in der Woche und das in der Nacht (nicht ungefährlich). Meine Arbeitszeiten sind von 20.30 bis 2.00 Uhr nachts und danach komme ich nur mit einem 5 € teuren Taxi nach Hause oder muss bis 5 Uhr früh am Strand in einer Hängematte bleiben, bis der erste Bus kommt und mich wieder in die Stadt bringen kann. Ich weiß noch nicht, welche der beiden Optionen ich wähle, denn dem einen Mädchen waren das Haus und die Hängematte zu gruselig und Johanna hat das dagegen am besten gefallen.

Als auch diese Besprechung endlich durch war, sind wir zu unserem Strand gegangen. Leider nicht lange, da es schon bald anfing zu nieseln. Da wir am Tag darauf nach Cancun fliegen wollten, sind wir alle abends Essen gegangen, da es für Lena und Judith (zwei Mädels die am gleichen Wochenende hier angekommen sind) das letzte Mal war. Wir waren in einem italienisch-mexikanischen Restaurant und haben ALLE Pizza gegessen. Danach haben wir noch einen Cocktail getrunken und sind ins Kabbahla (Stranddisco).

Gleich nach meinen finalen Spanischtest am Freitag früh, sind wir zum Flughafen gedüst. Um 9 Uhr war ich fertig mit dem Test und um 10.30 Uhr sollte unser Flieger kommen. SOLLTE! Denn 10 Minuten vor dem Abflug stellten wir fest: Es ist noch immer kein Flieger auf dem Flugplatz… Gleich darauf dann der Aufruf: Wegen „Traffic“ in Mexico City, verspätet sich der Flug um 1:40 Stunden. Na jetzt wird’s kritisch mit dem Anschlussflug nach Cancun… 2 Stunden später saßen wir dann endlich im Flugzeug und kamen um 14 Uhr in Mexiko City an. Wir sind in Windeseile zum Anschlussflug gelaufen (14:35 Uhr). Als wir den Schalter endlich gefunden haben, hieß es: „Tut uns leid, der Schalter für diesen Flug ist geschlossen, Sie kommen zu spät.“ Na super also gingen wir zur Airline, um einen anderen Flug zu bekommen. Es war ja die gleiche Airline mit der wir von Mexico City nach Cancun wollten. Doch am Schalter dann der Schock… „Tut uns leid, sie müssen den Flug nochmal komplett bezahlen. Wir verstanden die Welt nicht mehr! Bezahlen? Einen neuen Flug? Den wir verpasst haben, weil die GLEICHE Airline zu spät gekommen ist?! Begründung: Sie haben die beiden Flüge einzeln gebucht und nicht zusammen… Waren wir sauer… Jetzt mussten wir nochmal 160 € für den Flug bezahlen! Und noch dazu war es nicht der nächste Anschlussflug, sondern einer um 21 Uhr. 2 unserer Mitreisenden waren jetzt nochmal schlimmer dran, denn sie mussten noch eine Fähre zur Unterkunft erwischen. Auch das haben sie nicht mehr geschafft und mussten sich ein anderes Hostel suchen.Wir dagegen, kamen gut im Hotel an.

Das Hotel war der Hammer! Es heißt NYX und der Preis ist richtig gut für solch ein tolles Hotel! Na gut, jetzt ist auch Nebensaison, aber das ist nur zu unseren Vorteil, weil wirklich regnen tut es nicht. Es ist trotzdem super heiß und durch die leere Nebensaison hat der Rezeptionist uns richtig tolle Zimmer mit Meerblick gegeben, anstatt die billigen die wir bezahlt haben, ohne Meerblick.
Und das Frühstück!!! Richtig toll! Es gab einfach alles… Früchte, Säfte, Gebäck, warmes Frühstück, ein Mann bereitet dir alle möglichen Omelette oder Pancakes vor. Und es schmeckt echt super!
Am nächsten Tag ging es nach Chichen Itza. Einer Mayastätte. 3 Stunden dauerte die Fahrt dorthin. Bevor wir einstiegen, sagte der Tourleiter: „Mädels, ihr habt einen kleinen Preis gezahlt für diese Tour (50 €). Die anderen da drin haben viel mehr bezahlt! Ihr bekommt wie die anderen hier alles… Tour, Essen, Trinken… Aber BITTE erzählt den anderen nicht, dass ihr weniger bezahlt habt!“
Jo, damit können wir leben. 🙂

Die Mayastätte war sehr interessant. Der Tempel ist wie eine Art Kalender. Was allerdings gestört hat, waren die vielen Händler. Es waren eine Unmengen und alle gingen einem auf den Geist und wehe du hast ein Wort erwidert oder nur flüchtig auf die Ware geschaut! Der Reiseleiter hatte uns gewarnt. Sie locken dich mit Rufen wie: 1 Dollar! Und du denkst dir: Cool ist das billig, aber letztendlich sind es Fakes um dich zu locken. Außerdem alles Schwarzware. Das „Silber“ wird nach kurzen schwarz, die Figuren färben ab und mit viel Glück schleppst du Termiten mit, wenn du dir eine Holzmaske kaufst.
Es war trotzdem eine gute Tour.

Am Abend sind wir dann essen gegangen. Nein, nicht irgendein Restaurant, sonder ins „Bubba Gump“!!! Ich sage nur: Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt. 🙂 Immer wenn man den Kellner brauchte, stellte man ein Schild auf mit: Stopp Forrest Stopp. Und wenn man keinen brauchte: Run Forrest Run! Ein Restaurant mit Stil und suuuuuper lecker!!

Den Tag darauf (Sonntag) sind wir dann zu einer 2. Mayastätte nach Tulum. Eine Tour haben wir aber nicht gemacht, sondern sind auf eigene Faust hin. Das war billiger. Mit den öffentlichen Bus bezahlt man 15-18 € für Hin- und Rückfahrt ins 2 Stunden entfernte Tulum. Die Mayastätte liegt direkt am Wasser und sieht wahnsinnig toll aus. Danach sind wir noch an den Strand in Tulum. Dieser hat Sand, so weiß und pulverartig… Ein Traum.

Und am Abend warfen wir uns in Schale und gingen auf die Partymeile. Es war unglaublich! Wirklich! Die beiden Clubs waren der Hammer! Wir haben für den ganzen Abend 22 € bezahlt und durften in der ersten Disco so viel trinken, wie wir wollten. Der Club war toll. Der Entertainer hatte immer ein Auge auf uns und immer wenn er „Alemania“ gerufen hat, mussten wir grollen, tanzen, jodeln. 😀 Was echt lustig war, denn wir waren anscheinend die einzigen Deutschen. Alle anderen aus Amerika. Alle waren motiviert. Auch die Kellner, die einem ständig bedienten und einem zum tanzen bewegten. Und dann mussten wir noch auf eine Plattform. 2-3 Meter hoch ungefähr, so dass uns alle beim tanzen beobachten konnten. Tänzerinnen in BH und Höschen waren auch da und die konnten sich bewegen! Unfassbar! Da kann Deutschland sich eine Scheibe abschneiden! Nur eine einzige Disco in Deutschland wie diese und die Deutschen würden in Bussen anreisen!

Eigentlich dachten wir, es kann nicht besser werden. Falsch. Ein bisschen wehmütig gingen wir in einen anderen Club, für den wir in Voraus schon extra mehr bezahlt hatten. Und wir wurden nicht enttäuscht! Im CocoBongo hatten wir zwar keine Freigetränke mehr, aber was uns geboten wurde, sprengt alles! Geile Musik und zwischendurch mehrere richtig fette Showeinlagen! Es war unbeschreiblich.
Es war ein toller Abend gewesen, wirklich. Ich kann mich nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal so lange getanzt habe… Wir waren ungefähr 6 Stunden auf den Beinen, ohne ein Mal zu sitzen! Und das wollten wir auch gar nicht. Wir haben durchgetanzt 🙂

Die restlichen Tage waren Strandtage. Einfach entspannen und abschalten. Und wer denkt, dass Cancun schon tolle Strände hat, der war noch nicht auf der Isla de Mujeres (Insel der Frauen).
Wir waren auch in Playa del Carmen, aber was Strand und Baden angeht, war es dort gar nicht schön! Unser Hostel war furchtbar laut und man spürte den Federkern der Matratze an seinen Rippen. Das einzig Schöne in Playa del Carmen waren das Shopping und die Restaurants. Aber furchtbar teuer und alles auf die Amerikaner abgestimmt. Alle Preise in US-Dollar und spanisch sprechen wollte auch niemand. Man fragte auf Spanisch und bekam eine Antwort auf Englisch. Schade!

Das lustige an der Sache war, dass an einem dieser Tage Deutschland gegen USA gespielt hat. Und so saßen wir 3 Deutschen im Restaurant umringt von Amerikanern und schauten uns das Spiel an. Das Nebentisch fragte doch nicht im Ernst: „Woher sind diese Mädchen?“ und sein Freund antwortete: „Die haben Bier vor sich, das sind Deutsche!“ Haha, gut erkannt!
Zum Bier gab es noch super leckere Nachos und der Tag war wieder einmal perfekt!

Nach 9 Tagen Mayas, Strand und lecker Essen, wollten wir gar nicht mehr weg aus Cancun, doch heute beginnt mein Schildkrötenprojekt, auf das ich schon sehr gespannt bin!

http://www.praktikawelten.de/freiwilligenarbeit/rette-meeresschildkroeten/rette-meeresschildkroeten-in-mexiko/projektinfo.html