Los geht’s mit den Vorbereitungen

Christina steht vor einer Einkaufspassage

Insider Christina berichtet von ihren Vorbereitungen auf ihre Reise nach Sansibar. Es gibt vieles zu bedenken:

Hallo ihr Lieben,
das ist mein aller erster Blog-Post und deshalb möchte ich mich erst einmal kurz vorstellen. Ich bin Christina Ebsen aus Heikendorf bei Kiel und werde am 10.08.2016 mein Humanmedizinprojekt auf Sansibar starten. Bis dahin möchte ich euch an meinen Vorbereitungen und Gedanken Teil haben lassen. Mit jedem Bericht werdet ihr mehr über mich, meine Ziele und Träume erfahren. Aber heute will ich euch erstmal die Anfänge meiner Vorbereitungen schildern.

Als ich die Zusage für mein Humanmedizinprojekt erhalten habe, sind mir neben Vorfreude und Erleichterung auch die zahlreichen Vorbereitungen durch den Kopf gegangen. Zunächst bin ich die Mappe durchgegangen, die mir von Praktikawelten zugeschickt worden war und hab mich gleich im Reise 1×1 festgelesen, denn ich bin einfach total begeistert von dem Land und den Lebensgewohnheiten. Während ich mich durch die vielen Bescheinigungen und Informationen las, stellte ich mir selbst die Frage, womit ich anfangen soll.

Womit fängt man bei den Vorbereitungen am besten an?

Soll ich zuerst zum Amt gehen oder zur Bank? Oder doch lieber erst beim Arzt anrufen oder einen Flug buchen?
Naja kurz um war es am schlausten, als aller erstes den englischen Lebenslauf und das Motivationsschreiben zu verfassen. Beides war schnell abgetippt, denn mit neunzehn beschränkt sich der Lebenslauf meist auf eine DIN A4 Seite und mit dem Motivationsschreiben gab es auch keinerlei Probleme, da ich unglaublich begeistert von dem Projekt und voller Vorfreude bin.

Christina steht vor einer Einkaufspassage

Glücklicherweise habe ich bei der Bank einen Termin für den nächsten Tag bekommen und einer eigenen Kreditkarte stand nichts mehr im Wege. Diese war schnell beantragt und ich konnte sogar noch Individualität bei dem Muster walten lassen. Nachdem ich mich mit meiner Sparkassen-Beraterin noch über mein Projekt ausgetauscht hatte, habe ich es spontan beim Amt probiert. Ich bin sofort an die Reihe gekommen und konnte das polizeiliche Führungszeugnis und meinen Reisepass beantragen. Meine Passbilder habe ich leider zu Hause vergessen, habe dort aber versichert sie vor Freitag nachzureichen.

Ein paar Tage später stehe ich also mit meinen Bildern wieder bei ihr im Büro und sie schaut mein Bild extrem skeptisch an und sagt nur „Na gut.“. Ich dachte, was  ist denn jetzt los. Das Bild wäre ja schon ein Jahr alt und das Risiko sei jetzt hoch. Ich wusste erstmal gar nicht wovon sie da spricht, welches Risiko? Aber dann hat sie mir erklärt, dass das ja schwierig wird, wenn das Bild von mir älter als zehn Monate sei.  Man muss dazu sagen, dass ich mich seitdem nicht derart groß verändert habe, dass man mich nicht mehr erkennen könnte, deshalb habe ich das Problem auch nicht ganz gesehen. Aus meinem Vorhaben nur kurz die Bilder abzugeben, ist dann eine 15-minütige Diskussion geworden, die damit beendet wurde, dass ich das Bild auf eigene Verantwortung und auf eigenes Risiko in meinen Reisepass hinterlegt habe.

Was kostet das eigentlich alles?

Falls jemand von euch sich für die Kosten interessiert: Für die Kreditkarte musste ich nichts bezahlen, obwohl vor Ort bei einer Abhebung natürlich Kosten anfallen können, deshalb würde ich empfehlen genügend Bargeld parat zu haben oder mitzunehmen oder in Geschäften direkt mit Kreditkarte zu bezahlen, da hierbei meist weniger anfallen. Für das polizeiliche Führungszeugnis und den Reisepass habe ich insgesamt 50,50 Euro bezahlt.

Der nächste Punkt auf meiner Liste waren die Impfungen, da ich da noch einige brauche. Auf jeden Fall Hepatitis A, Tollwut, Gelbfieber und Typhus. Andere Impfungen, die von Nöten sind, habe ich glücklicherweise schon.  Den ersten Impftermin habe ich nächste Woche und für die Gelbfieber-Impfung muss ich noch einen Tropenarzt kontaktieren. Über die Impfung habe ich mich schon mit ein paar Leuten unterhalten und viele verschiedene Meinungen gehört. Die einen meinen, dass sie die Impfung ganz schlimm fanden und es ihnen danach echt schlecht ging und andere wiederum haben gesagt, dass sie keinerlei Probleme damit hatten. Ich bin mal gespannt wie es mir dabei ergehen wird, aber ich berichte anschließend gerne davon.

Zwischendurch habe ich mir auch schon ein paar Gedanken über einen Koffer und wichtige Reiseutensilien gemacht. Ja, ich weiß, dass das durchaus ziemlich früh ist, da ich erst am 9.8.2016 losfliege, aber bei manchen Dingen ist es sehr sinnvoll sich zeitig Gedanken zu machen. Außerdem war das Timing perfekt, da ich letzten Freitag Geburtstag hatte.

Mit meiner Mama bin ich auf Koffersuche gegangen und habe einen richtig schönen gefunden. Vom Preis-Leistungsverhältnis bin ich begeistert, denn der Koffer fasst 120 Liter und über mehrere Rabattaktionen haben wir schlussendlich 80 Euro statt 160 Euro bezahlt.

Ich habe mir auch schon Gedanken über ein paar Anziehsachen gemacht, denn das Land ist zu 99 Prozent muslimisch geprägt und da sollte man sich schon, wenn man in Stone Town unterwegs ist oder auf dem Markt, der Religion angepasst anziehen. Deshalb hab ich mir ein langes schwarzes, luftiges Kleid gekauft und schau mich zurzeit auch nach schönen Jumpsuites oder langen Röcken um. Ich würde mich freuen, wenn ihr noch Vorschläge oder Tipps hättet, welche Anziehsachen noch angebracht wären.

Die Flugtickets stehen noch auf meiner to-do Liste, sowie Recherche, denn ich möchte mich noch intensiver mit dem Land auseinander setzen. Aber die höchste Priorität hat momentan das Lernen für meine mündliche Prüfung, die in knapp einem Monat ansteht.

Humanmedizin auf Sansibar