Jobsuche in Neuseeland

Caro steht vor einem Brunnen

Unsere Insider Felix und Caro berichten von ihrer Jobsuche in Neuseeland.

Diese Woche war sehr rasant und sehr erlebnisreich. Gerade sitzen wir im Bus nach Christchurch, wir sind also schon ziemlich weit im Norden der Südinsel. Dunedin war klasse, unser Host Matthew, bei dem wir über AirBnB wohnten, war sehr nett und hat uns viele Tipps gegeben, wodurch wir z. B. die alte Railwaystation sahen, die sehr beeindruckend und ein Muss für jeden ist, der Dunedin besucht. Zudem haben wir uns sofort mit Matts Mitbewohnerin Isa angefreundet, die aus Südtirol kommt und sogar unsere wunderschöne Heimatregion, die Oberpfalz, kennt. Wir machten vielleicht Augen, als die plötzlich anfing, mit uns deutsch zu sprechen.

Caro steht vor einem BrunnenNach drei Tagen haben wir uns dann in den Bus nach Alexandra gesetzt, da wir unser Glück auf den zahlreichen Orchards als Erntehelfer versuchen wollten. Leider ist gerade die Kirschsaison vorbei und die Aprikosensaison beginnt erst in ein paar Wochen. Zumindest haben wir uns bei “Seasonal Solutions” registriert, dem zentralen Büro, welches Bewerbern Arbeitsplätze als Seasonal Worker vermittelt. Unsere Zeit im dortigen Working Hostel war auch klasse, es war so eine entspannte und gesellige Atmosphäre unter den Gästen, dass wir begannen, uns in Neuseeland richtig daheim zu fühlen. Die Leute haben uns auch gesagt, dass wir eher im Norden, in Nelson, nach Erntearbeit schauen sollen. “We all go there!” Somit verschieben wir das einfach auf später.

Ein Strand in einer BuchtDanach ging es nach Oamaru, eine kleine Küstenstadt, wo wir wunderschöne Buchten vorfanden. Wir haben sogar Seelöwen in freier Wildbahn gesehen! Als wir dann in einem Café am Meer saßen, kam die beste Nachricht, die wir bekommen konnten: Wir haben einen Job in Hanmer Springs bekommen, in einem Hotel gegen Unterkunft, wofür wir uns ein paar Tage zuvor beworben hatten. Die Überstunden werden bezahlt und man kann sich im Ort nach einem weiteren Job umsehen. Hier werden wir jetzt für die kommenden eineinhalb bis zwei Monate beschäftigt sein. Die Erleichterung war wirklich riesig, jetzt können wir erst mal unsere Reisekasse aufbessern.

Felix steht an einem Schild, welches Autofahrer vor freilaufenden Pinguinen warntAus diesem Grund sind wir am nächsten Tag gleich nach Timaru, wo es ebenfalls herrliche Strände und tolle Parks gibt. Untergekommen sind wir im “1873 Wanderers”, wo wir gleich vom Besitzer Greg empfangen und in den Garten mitgenommen wurden, in dem er riesige Aprikosenbäume stehen hat. Gegen 10 Uhr abends dann das große Highlight: Greg hat uns auf eine kostenlose Tour an die Bucht mitgenommen, wo die kleinsten Pinguine der Welt um diese Zeit zurück ans Festland kommen, um ihre Jungen zu füttern. Am nächsten Tag sind wir raus in den “Caroline Bay Park” und an den Strand, denn das Wetter war endlich wieder schön. Als wir etwas später nach etwas zu essen suchten, bekamen wir die neuseeländische Mitmenschlichkeit voll zu spüren: “Are you lost?”, rief uns ein Mann aus einer Einfahrt zu, um uns dann den schnellsten Weg zu erklären, um unseren Hunger zu stillen. Nach einem längeren Gespräch über unsere Reisepläne nahm er uns mit in sein Haus und erklärte uns die beste Route nach Hanmer Springs, noch bevor wir ihm sagen konnten, dass wir leider auf den Bus festgelegt sind. Seinen Zettel bewahren wir aber gut auf, um das Ganze später nachzuholen.

Doch wir mussten uns trotzdem von Timaru losreißen, denn wir werden in Christchurch von der Hotelchefin eingesammelt, um mit ihr nach Hanmer Springs zu fahren, wir sind bereits gespannt auf den Job.

Bis dahin, viele Grüße nach Deutschland!
Felix & Caro

Work and Travel in Neuseeland