Jessi Faust erzählt von Namibia 0816

Jessi-Auto-1

Von Köln nach Namibia – von der Großstadt in die Wildnis: Genau das hat Jessica Faust, bekannt aus Köln 50667, erlebt. Sie ist mit uns nach Namibia gereist und hat dort zwei Wochen lang Freiwilligenarbeit im Wildlife-Projekt abgeleistet. Jetzt ist Jessi wieder zu Hause und berichtet von ihren Erfahrungen.

„So, ich bin wieder da – zurück in Köln.

Die letzten beiden Wochen waren echt der Wahnsinn! Wir haben so viele geniale Sachen erlebt.
Direkt am ersten Tag haben wir die anderen Teilnehmer kennengelernt und nach der langen Reise das Camp erkundet. Die Strauße begrüßten uns sofort, da sie es sich am Wasserloch des Farmhauses bequem gemacht hatten.

Am nächsten Tag ging es schon relativ früh raus zur Lodge, wo sich viele Tiere aufhalten, weil dort alles für sie vorbereitet wird. Bei der Lodge bekommen alle neuen Teilnehmer eine Einführung, um die Tiere und deren Nahrung, die wir zubereiteten, kennenzulernen. Danach am späten Nachmittag hieß es: Auf zum „Cat-Feeding“.
Im Camp leben Geparden, Hyänen und Leoparden, die leider nicht mehr komplett ausgewildert werden können, da sie zu lange in Gefangenschaft gelebt haben oder durch Menschenhand großgezogen wurden. Diese Tiere darf man qua Gesetz nicht mehr komplett frei lassen, allerdings können sie sich auf einem riesengroßen Gelände von mehreren Kilometern aufhalten. Auf dem mehr als 24.000 Hektar großen Gebiet gibt es aber auch freilebende Geparden und Hyänen.

 

Jessica Faust in Namibias Wüste

 

Nach der Einführung mussten wir am folgenden Tag direkt mit anpacken.  Wir wurden in Gruppen unterteilt, die sich dann jeweils um verschiedene Tiere kümmerten. Als erstes war ich für die Giraffen zuständig. Sind jetzt auch übrigens meine Lieblingstiere … Wir hatten zwei Babygiraffen, „Oki “und „Doki“, denen wir dreimal täglich Milch, Kameldornschoten und Kraftfutter geben mussten. Auch drei größere Giraffen kamen regelmäßig ins Camp, da sie durch die Fütterung besser durch die Trockenzeit kommen. Genauso wie die Nashörner, Oryxe und Springböcke: Sie hielten sich am Wasserloch an der Lodge auf und bekamen zweimal am Tag Futter, damit auch sie die Trockenzeit besser überstehen.
Jessi Faust mit Giraffen in Namibia

 

Ein ganz besonderes Erlebnis für mich war der Ausflug in den Etosha Nationalpark, der mehr als 25.000 Quadrat-Kilometer groß ist. Löwen in freier Wildbahn zu sehen – was für ein unglaublich tolles und unbeschreibliches Gefühl! Wir haben zwei Tage im Park übernachtet. Eine davon waren wir im Zelt und haben bis spät in die Nacht Tiere am Wasserloch beobachtet. Ein weiteres Highlight war die Übernachtung bei den Elefanten. Wir haben auf einer Art Empore geschlafen und einige von uns wurden morgens von einem Elefantenrüssel geweckt.

Jessi mit einem Elefanten in Namibia

Jeden Morgen um sieben Uhr sind wir in die Lodge gefahren, um hier die erste Fütterung durchzuführen. Entweder war man bei den Giraffen, bei den Nashörnern, bei den Elefanten oder bei den Kleintieren, wozu auch die Erdmännchen, die Mangusten und die Vögel gehören.
Als ich da war, wurden zwei Erdmännchen langsam auf die Auswilderung vorbereitet und in ein großes Gehege, weit weg vom Camp, umgesiedelt. Dort werden sie in circa zwei Wochen ganz ausgewildert. Ein ganz kleiner Elefant ,“Khoadi“, brauchte noch viel Zuneigung, deshalb schlief die Tierärztin Simone fast jede Nacht bei ihm. Die vier älteren Elefanten werden zu gegebener Zeit mit ihm zusammengeführt und dann mit ihm gemeinsam in die Wildnis entlassen.

 

Feuerstelle in Namibia

Nachdem die erste Fütterungsrunde vorbei war, mussten wir andere Aufgaben bewältigen, wie zum Beispiel Gehege reinigen, Lecksteine verteilen oder Spielzeuge bauen. Nach dem Mittagessen hatten wir immer zwei Stunden frei. Diese Zeit haben wir meistens genutzt, um uns am Pool zu entspannen und einfach mal die Zeit zu genießen.
Um 15.00 Uhr begann dann die zweite Fütterung. Nach der Fütterung haben sich fast alle bei den Ziegen eingefunden, um die Ziegen zu melken. Diese Milch ist äußerst wichtig für die Aufzucht von Jungtieren, die von ihrer Mutter verstoßen wurden. Nach dem Abendessen saßen wir gemütlich mit einem Bierchen am Wasserloch und haben gequatscht oder etwas gespielt und den Abend ausklingen lassen.

Die zwei Wochen gingen viel zu schnell vorbei und ich hätte gerne noch ein, zwei Wochen dran gehängt. Das unvergessliche Erlebnis in Namibia kann einem keiner nehmen und ich würde es jederzeit wieder machen.

Liebe Grüße

eure Jessi“

Ihr könnt euch auf noch mehr „Namibia 0816“ freuen: auf unserer Facebook-Seite und auf unserem Youtube-Kanal veröffentlichen wir einige Videos, die Jessi in Namibia gedreht hat, damit ihr die Reise der Köln-50667-Darstellerin hautnah verfolgen könnt! Mehr Informationen zu unseren Freiwilligenarbeits-Projekten findet ihr auf unserer Webseite. Infos zum Wildlife-Projekt, das Jessi Faust besucht hat, findet ihr dort ebenfalls.