Insider-Marie: Der 150. Geburtstag Kanadas

maedchen steht vor einem großem schild

Insider-Marie berichtet vom spektakulären 150. Geburtstag Kanadas und von ihrem eigenen. Mehr Informationen über Work and Travel in Kanada findest du auf unserer Website.


Eigentlich hatte ich nicht geplant den letzten Tagen in Ottawa einen eigenen Blogeintrag zu widmen. Da in dieser Zeit vieles gefeiert wurde und da die Zeit während dieser Feierlichkeiten im Grunde meine letzten Wochen in Kanada (abgesehen von 2 Tagen Toronto) repräsentiert, ist dies nun doch angebracht:

Der 150. Geburtstag Kanadas

Einer der Gründe nochmal nach Ottawa zurückzukommen war, dass am 01. Juli der 150. Geburtstag Kanada gefeiert wurde. Das machte den „Canadaday“ dieses Jahr wohl besonders spektakulär.

Meine Freundin und ich kamen zu dieser Zeit bei einem ehemaligen Couchsurferhost und inzwischen guten Freund unter. So fühlten wir uns nicht wie deutsche Touristen, sondern ebenfalls bereits wie etablierte Kanadier. Wir feierten bei seinen Housepartys mit Kuchen, Spielen und seinen Freunden in den „Canadaday“ hinein- und am Folgetag auch wieder heraus.

Am ersten Juli begaben wir uns dann, rot gekleidet und mit Flaggen bewaffnet, nach Downtown. Dort wurden alle zentralen Straßen gesperrt und sie waren mit Menschen überfüllt. Im Majors Hill Park und am Parlament waren Stände, Attraktionen, Musik und Events wie eine Militärjetflugshow. Der Auftritt von Prince Charles und Trudeau ließen die Massen jubeln. Bewundernswert ist auch, wie ich den ganzen Tag nicht eine Auseinandersetzung, einen Krawall oder ungeduldige Kanadier gesehen habe, in dieser Menge an rot gekleideten Feiernden.


Der perfekte Abschluss

Jaqui und ich hatten einen tollen Tag. Wir haben nicht nur all die Attraktionen, das (zum Glück fast den ganzen Tag) gute Wetter und eine Menge ungesundes kanadisches Essen genossen, sondern haben nach fast zehn Monaten fern von Deutschland wieder einmal gemerkt, dass wir Teil der kanadischen Kultur geworden sind! Den perfekten Abschluss des Canadadays bildete am Abend, das von fünf Standpunkten um den Parliament Hill aus gestartete Feuerwerk, welches wir in voller Größe von der anderen Seite des Flusses (Gatineau) bewunderten.

Mein 20. Geburtstag

Nachdem wir am 02. Juli ausschlafen konnten, war am 03. Juli dann mein 20. Geburtstag. Meine Freundin Jaqui hat meinen Geburtstag geplant, genauso wie ich ihren Geburtstag eine Woche darauf organisiert habe. So feierte ich nicht mit meiner Familie, sondern stieß in der kanadischen Hauptstadt auf einer Patio mit Blick auf den Parliament Hill auf das Ende meiner „Teenagerjahre“ an.

Wir bestaunten den Sonnenuntergang auf der Alexander Bridge und zündeten dort ein paar Wunderkerzen. Außerdem besuchten wir die neue kanadische Kunstausstellung in der National Art Gallery (die wirklich zu empfehlen ist). Wir entspannten in einem Spielecafè und genossen jede Menge Essen und Geburtstagssnacks umsonst. Außerdem gab dort auch ein riesiges Buffet auf dem Bywardmarket.

Die letzte Woche in Ottawa nutzten wir hauptsächlich zum Freunde treffen und entspannen (z.B. am Money’s Bay Beach oder im Majors Hill Park). Unsere einzige Unternehmung in dieser Zeit, die ich anderen Reisenden ans Herz legen will, ist den täglichen Wachwechsel am Parlament anzusehen. Er reicht zwar vielleicht nicht ganz an den britischen heran, ist für mich aber trotzdem definitiv ein „Must See“ in Ottawa.

Emotionaler Abschied und Vorfreude auf Kuba

Ebenfalls am Parliament Building findet im Sommer jeden Abend eine Lichtshow („Northern Lights“) statt. Sie wurde unterstützt von Musik, sowie Videos und Bildern, die die Geschichte Kanadas erzählten. Diese wurden an das Parlament projiziert. Dadurch, dass wir diese Show an unserem letzten Tag in Ottawa und somit meinem drittletzten Tag in Kanada überhaupt anschauten, war das Ganze relativ emotional für mich.

Vor allem in den Momenten, wenn Orte gezeigt wurden, an denen ich bereits war. Außerdem wurde die Nationalhymne gespielt.
Ich hätte niemals erwartet, mich auf meinen Reisen so sehr mit diesem Land zu identifizieren und es so lieben zu lernen, was den baldigen Abschied nicht gerade einfacher macht…

Nun lasse ich Kanada fürs erste hinter mir. Meine Reise führt mich noch eine Woche nach Kuba, was die aufkommenden Abschiedsgedanken erst mal zur Seite schiebt und die Vorfreude in den Vordergrund stellt ;).

Eure Marie


Dich hat das Reisefieber nun auch gepackt? Dann schau auf unserer Website nach und informiere dich über einen Work and Travel Aufenthalt in Kanada. 🙂