Stipendiatin Sofie: Die Tour auf der Great Ocean Road

Blick durch Fels auf das Meer

Stipendiatin Sofie erzählt von ihrer Tour auf der Great Ocean Road. Wie aufregend Campen in Australien sein kann, erfährst du im Beitrag.
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Planänderung zu Beginn

Hey ihr Lieben,
Vor zwei Wochen etwa bin ich mit einer Mitreisenden namens Chiara in Melbourne angekommen. Das mit uns beiden hat ganz gut gepasst und wir haben uns angefreundet. Beide hatten wir den Gedanken oder besser gesagt den Wunsch gleich zu arbeiten und somit sofort Geld zu verdienen. Naja war wohl nix, das mit dem Job finden ist leichter gesagt als getan. Also haben wir uns in diesen ersten zwei Wochen erst mal einen kleinen Touri-Urlaub gegönnt und somit das Gegenteil erreicht, von dem was wir eigentlich vorhatten. Geld auszugeben statt Geld zu verdienen. Aber ich kann euch sagen: das Geld war’s auf alle Fälle wert!

Die gebuchte Tour

Eine Tour, die wir unter anderem zum Beispiel gebucht haben, war die Great Ocean Road Tour. Von Praktikawelten hatten wir beide einen Voucher für eine 1-Tages-Tour erhalten, diesen haben wir uns aber verrechnen lassen und stattdessen eine 3-Tages-Tour gebucht. Und davon werde ich euch in diesem Bericht erzählen. Ich aber, werde euch eher von meinen persönlichen Highlights erzählen.

Rotes Haus mit grünen Bäumen im HintergrundEine wunderschöne Busfahrt

Day 1: Das erste und eigentlich durchgehende Highlight ist sogar die Busfahrt an sich gewesen. Die Google-Bilder lügen nicht, wenn ihr türkisblaues Wasser und wunderschöne Buchten seht. Das ist tatsächlich Realität! Mit meinen Lieblingsliedern im Ohr und den Blick auf die vorüberziehenden Buchten und Strände gerichtet, habe ich die Busfahrt auf jeden Fall sehr genossen. Ein weiteres Highlight war für mich der Besuch beim historischen Cape Otway Lighthouse. Dort haben wir zu Mittag gegessen und hatten anschließend ein wenig Zeit, die Gegend dort zu besichtigen. Da ich mich durch einen durchwachsenen, aber wirklich sehenswerten Weg gekämpft habe (gekrönt mit einem unglaublichen Ausblick auf Bucht und Lighthouse), hat mir die Zeit nicht mehr gereicht, um zum Leuchtturm selbst zu gehen. Aber ich kann mir vorstellen, dass auch das sehr empfehlenswert ist.

Ausflug in den Regenwald

Später an diesem Tag haben wir mit dem Tourguide eine kleine Wanderung durch einen Regenwald unternommen. Und auch das fand ich sehr schön. Überall um dich herum ist es grün, du siehst exotische Gewächse, kleine Seen oder Flüsse, wahnsinnig hohe Palmen und sehr dicke Bäume. Auch haben wir an diesem Tag einen Blick auf die besagten 12 Apostel, sowie die London Bridge werfen dürfen und auch das wahr einfach unbeschreiblich schön. Eigentlich könnte man sowas Stunden lang betrachten und einfach nicht mehr davon weg gehen. Der Tag endete mit einer gemütlichen Pizzarunde innerhalb der Gruppe, eine gelungene Abrundung des Geschehenen und es ergab sich dadurch auch noch einmal die Möglichkeit sich untereinander kennen zu lernen.

Endlich Kängurus

Day 2: An diesem Tag war eines meiner Highlights definitiv die vielen Kängurus, die wir gesehen haben. Australien das Land der Beuteltiere und ich hatte bis zu dieser Tour kein einziges von ihnen gesehen. Wurde auch schon langsam peinlich, auf die Fragen meiner Freunde, ob ich denn schon ein Känguru gesehen hätte, immer mit Nein zu antworten. Wir waren in einem National Park, in dem wir die ersten Kängurus gesehen haben. Und ich muss sagen, ich bin fasziniert von ihrer Sprungtechnik! 😀

Drei kleine KängurusAbenteuer Zelten

Das zweite Highlight an diesem Tag war für mich, dann tatsächlich das Campen. Chiara und ich wollten keinen Aufpreis zahlen und hatten uns schon damit abgefunden, dass wir Zelten gehen müssten. Dabei sind wir aber von einem normalen Zelt ausgegangen und naja… bekommen haben wir etwas anderes. Und zwar einen Swagger (ein Einmann-Zelt, wenn man es denn noch Zelt nennen kann). Die Ranch auf der wir gezeltet haben, war irgendwo im Nirgendwo und hat einem sowieso schon das Gefühl gegeben, mitten in einer Wüste zu sein.

Eine lange Nacht

Die Nacht war total gruselig. Unser Tourguide hat uns davor sogar noch erzählt, dass sie schon seit 13 Jahren Swagger (= jemand, der in so einem Zelt schläft) ist und dabei war ja nur einmal ein Skorpion in ihrem Schlafsack. Na super! Das beruhigt natürlich komplett. Außerdem war nachts ein aufkommender Sturm, welcher somit für eine dramatische Geräuschkulisse gesorgt hat. Aber der Hund der Ranch hat es dann getoppt! Mitten in der Nacht hat er einfach angefangen zu bellen, nicht für 5 Minuten nein, sondern gefühlt eine halbe Stunde hat er gebellt. Verzweifelt habe ich Chiara gefragt, ob sie noch wach sei und warum der Hund denn belle (weil sie das ja auch wissen konnte), aber keiner von uns beiden hat sich dann letztendlich getraut nachzuschauen.

Grüne Einmann-ZelteNächtlicher Besuch

Ich habe also fast kein Auge zu gemacht, besonders auch weil mich nachts auch irgendeine Schnauze (ich hoffe so sehr, dass es der Hund gewesen ist!) in den Popo gestupst hat und sich dann zusätzlich auf mein Einmannzelt gelegt hat. Ich konnte mich nicht mehr drehen. Aber warum ist das ein Highlight für mich, wenn es doch so gruselig war? Im Nachhinein ist es einfach verdammt witzig gewesen und eine Erinnerung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Ein letzter Tag voller Eindrücke

Day 3: Meine heutigen Highlights waren die Mackenzie Falls und die Grampians. Mal wieder eine überwältigende Aussicht, die ich bis jetzt noch bewundere. Es ist einfach unbeschreiblich, wenn man den Blick über eine riiiiesige Fläche von Wäldern gleiten lassen kann. Natur kann so schön sein!Und jetzt noch ein abschließendes Fazit für euch von mir: Ich kann euch die Tour oder generell solche Touren nur empfehlen! Ich bin zwar selbst eher der sparsamere Mensch, der wohl davor gesagt hätte: „ Nene, lass mal. Ist mir zu teuer“. Aber im Nachhinein war es das Geld auf alle Fälle wert.

Die Vorteile einer organisierten Tour

Klar ist es vielleicht günstiger ein Auto zu mieten und es spricht auch nichts dagegen. Aber unser Tourguide kannte sooo viele Spots, sodass wir gleich von Punkt zu Punkt springen konnten. Mit dem Auto auf eigene Faust würde das vermutlich länger dauern. Und auch hatten wir eine super nette & lustige Truppe, so eine Tour ist also eine gute Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen, falls ihr alleine reisen solltet. Also das war‘s dann von mir! Bis zum nächsten Mal, bei dem ich euch von weiteren Erlebnissen berichten werde!

Cheers!
Eure Sofie


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