Insider-Diary Sarah: Wandern ist des Backpackers Lust

Wald in Neuseeland, Wandern in Neuseeland

Insiderin Sarah geht mit ihren Freunden im Wentworth Valley wandern. Sie erzählt dir von verborgenen Minenschächten und anderen mysteriösen Orten. Entdecke genauso, wie Sarah die Geheimnisse Neuseelands und tauche in die vielfältige Kultur der Kiwis ein.


Von Irgendwo ins Nirgendwo

Nun bin ich schon seit über zwei Monaten in Neuseeland und habe noch nicht einen richtigen Roadtrip gemacht oder bin Wandern gewesen. Ein Auto, in dem ich schlafen kann, habe ich bereits, inklusive festem Freund. Wir haben uns in Tauranga mit mehreren Freunden getroffen und einen unvergesslichen 20 Geburtstag gefeiert. Wir schmissen also all unsere bisherigen Pläne über den Haufen und beschlossen, die Coromandel Halbinsel abzufahren.

Sechs Augen sehen mehr als vier

Kurzerhand schloss sich doch noch einer unser Freunde an und nach einer Nacht in einem sehr verwirrend aufgebauten Park ging es los. Zunächst bestand das Problem der Nahrung. Was kauft man eigentlich für einen Roadtrip ein? Uns war klar, dass wir auf abgelegenen Campingplätzen schlafen würden. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Supermarkt in näherer Reichweite zu treffen würde relativ gering sein. Außerdem besaß niemand von uns eine Kühlbox. Das bedeutete: Dosenspaghetti und Nudeln!

Die Abenteuerfahrt beginnt

Erster Zwischenstopp ist das Wentworth Valley und der dazugehörige DOC Campsite. Dort verbrachten wir zwei Nächte. Das Wentworth Valley weißt, wie viele Gebiete der Coromandel Region, alte Minenschächte und -tunnel im Überfluss auf. Die Tunnel in Wentworth sind allerdings vergittert. Einige der abgelegenen und sehr dunklen Schächte sind schon nach einigen Metern mit Beton zugegossen. Da also die Minenschächte zu geschlossen und viel zu gruselig waren, entschieden wir uns dafür zum Wasserfall zu Wandern.Bach im Wald beim Wandern in Neuseeland

Das Wandern ist des Backpackers Lust

Der Wasserfall befand sich ungefähr eine Stunde entfernt am Ende eines sehr abenteuerlichen Waldweges. Wir waren gut vorbereitet und in weiser Voraussicht verzichtete ich auf Jeans und bestritt den Weg in meiner Sportleggins. Wie wir schmerzhaft feststellen mussten, regnet es in der Coromandel Region wohl oft und viel. Trotzdem bedeutete das nicht, dass an Wanderwegen oder offiziellen Lookouts irgendeine Form von Dach zu finden war. Lange Rede, kurzer Sinn: Als wir endlich am Gipfel des Wasserfalls standen, waren wir komplett durchnässt.

Mysteriös und geheimnisvoll

Der Ausblick war wirklich unglaublich und der Regen und die Wolken verliehen dem Wald etwas mysteriöses und geheimnisvolles. Bei der Gelegenheit ist auch ein Foto entstanden, auf dem ich tatsächlich nur rein zufällig zu sehen bin. Die Reaktionen meiner Eltern zu diesem Bild waren recht verschieden.

Mama: Das erinnert mich an Rügen und die Kreidefelsen!
Papa: Alter. Gibt es da auch Zombies?Madechen im Wald, Wandern in Neuseeland

Tatsächlich haben wir keine Zombies getroffen, sondern sahen vielmehr selbst so aus, als wir nach zwei Stunden pitschnass und durchgefroren den Campingplatz erreichten. Keine zehn Pferde konnten uns länger als zwei Minuten aus dem Auto bewegen. Wir taten also das einzig logische und ließen den Abend entspannt mit dem ersten Teil der Herr der Ringe (extended edition) ausklingen. Zu unserem Erschrecken stellten wir fest, dass unser Begleiter noch nicht einen einzigen Tolkien Film gesehen hatte.

Wie plant man eigentlich weiter?

Unsere Lösung: Gar nicht. Gegen Mittag wurde nachgesehen, ob es Campingplätze in der Nähe gab und wenn es passte, fuhren wir dorthin. Auf dem Weg wurden wir ständig von irgendwelchen Schildern und den damit verbundenen Orten aufgehalten und so ging unsere Reise etwas langsam voran.


Entdecke genauso, wie Sarah die Geheimnisse Neuseelands und tauche in die vielfältige Kultur der Kiwis ein.