Insider-Diary Sarah: Mein Besuch bei der Cathedral Cove

Hoehle in Neuseeland, Cath

Heute besucht unsere Insiderin Sarah nicht nur abgelegene Minen und die Cathedral Cove in Neuseeland, sondern entdeckt auch den Eingang zu „Narnia“. Die wunderschöne und einzigartige Natur von Neuseeland wartet nur darauf, von dir erforscht zu werden. Also warte nicht mehr länger!


Endlich Regenschutz?

Nachdem ich im Wentworth Valley schmerzhaft feststellen musste, dass meine Regenjacke keine richtige Regenjacke war, hieß unser nächster Stopp Whangamata. Dort versuchte ich dieses Problem zu beheben. Nun ja, ich befinde mich jetzt endlich wieder im Besitz einer Häkelnadel und eines neuen T-Shirts. Außerdem konnte ich mich wieder mit Büchern eindecken, denn mein Kindle ist mir leider am Flughafen in Melbourne abhandengekommen. Eine Regenjacke innerhalb meines Budgets habe ich leider nicht gefunden. Glücklicherweise hörte wie durch Zufall der seit drei Tagen andauernde Dauerregen genau an diesem Tag auf.

Minen-Erkundungstour

Unser nächster Campingplatz befand sich ziemlich im Nirgendwo. Wie wir herausfanden, gab es dort ebenfalls eine stillgelegte Mine. Die Schächte dieser Mine befanden sich allerdings in einem besseren Zustand und waren zwar von oben bis unten vergittert, aber nicht zugegossen. Die Menschen zogen fort, nachdem das Gold versiegt war. Zurück blieben nur die Minenschächte und die Überreste ihrer Häuser, welche sich für eine Erkundungstour super eignen. Die Luft roch immer noch nach Regen. Zusammen mit dem satten Grün der Wälder ergab sich wieder eine mysteriöse Atmosphäre. Während unserer ausgiebigen Erkundungstour überlegten wir, ob die Minenschächte wohl tief unten miteinander verbunden waren und wir auch diesen Weg hätten gehen können. Wir waren aber dann doch froh darüber, über die Straße gefahren zu sein. Schließlich hatten wir keinen Zauberer dabei, der uns vor mystischen Wesen in der Mine hätte beschützen können.Mineneingang in Neuseeland, Cathedral Cove

Heißes Wasser und kalte Wellen

Das erste groß geplante Highlight des Roadtrips stand an: Der Hot Water Beach. Dank unseren unfehlbaren Planungskünsten, verpassten wir das heiße Wasser um zwei Stunden. Da wir aber nun schon einmal da waren, wollten wir uns einmal an den Strand setzen. Zu unserer Freude gab es noch einige verlassene Löcher, in denen am Boden immer noch ein kleiner Rest heißes Wasser stand. So blieb es für uns beim Fußbad, aber das war egal. Wer konnte schon von sich behaupten, den eiskalten Wellen dabei zugesehen zu haben, wie sie sich am Strand und den Felsen brechen und dabei die Füße in von heißen Steinen aufgewärmtes Grundwasser zu halten? Der einzige Nachteil war, dass es selbst zu diesem Zeitpunkt am Strand vor Touristen wimmelte.

Ausflug zur berühmten Cathedral Cove

Highlight Nummer zwei stand an. Dieses Mal ging es zur bekannten Cathedral Cove, dem Tor in das magische Reich Narnia. Dieser Ort bedeutete mir beinahe ähnlich so viel, wie Hobbiton und daher fürchtete ich mich wieder ein wenig vor anderen Touristen, die dem Ort ihre Magie nahmen. Glücklicherweise hatte die Besitzerin unseres Campingplatzes einen einfachen Tipp für uns. Sie meinte, dass wir einfach ganz früh am Morgen hinfahren und den Sonnenaufgang in Ruhe genießen sollten. Von den Touristen würde keiner um halb sechs dort sein. Da ich ein chronischer Morgenmuffel bin, waren wir das auch nicht. Stattdessen stiegen wir die Stufen zum Strand etwa um halb sieben hinab, was für meine Verhältnisse immer noch unmenschlich früh war.Felsen in Neuseeland, Cathedral Cove

Morgenstund hat doch irgendwie Gold im Mund

Der Aufwand hatte sich gelohnt. Die Sonne war gerade aufgegangen und tauchte beide Buchten, die vor und die hinter dem Bogen im Fels, in ein goldenes Licht. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen und so blieb uns genügend Zeit, um den Moment richtig wahrzunehmen und sich einfach nur zu freuen, endlich am Tor nach Narnia zu stehen. Erst nachdem sich meine Zufriedenheit langsam wieder aufgeladen hatte und ich mich tatsächlich über das frühe Aufstehen gefreut hatte, machte ich mich ans Fotografieren. Cathedral Cove kann sich mit seiner Schönheit mit Spirits Bay messen. Die steilen Klippen und die vorgelagerten Inseln lassen den Ort ein wenig isoliert und abgeschnitten wirken, was den magischen Charakter allerdings nur verstärkt.

Ist die Tür nach Narnia kaputt?

Es scheint so, denn nachdem wir den Bogen durchschritten hatten, waren wir immer noch in Neuseeland. Wahrscheinlich haben die Steinschläge, vor denen überall gewarnt wird, die magische Kraft des Weges zerstört. Hinzu kommt auch noch, was Arslan in „Prinz Caspian von Narnia“ sagt: „Nichts geschieht zweimal auf dieselbe Art und Weise.“ Tatsächlich ist der Bogen nicht mehr komplett stabil und wird irgendwann einstürzen. Bis dahin werde ich allerdings hoffentlich noch einmal zurückkehren, denn wie Spirits Bay lässt Cathedral Cove einen nicht mehr los. Auch wenn ich dafür früh aufstehen muss.

Meine Tipps für Cathedral Cove: Akku der Kamera laden und wirklich aufstehen, wenn der Wecker klingelt – die Quälerei lohnt sich!


Die wunderschöne und einzigartige Natur von Neuseeland wartet nur darauf, von dir erforscht zu werden. Also warte nicht mehr länger!