Insider-Diary Paulina: Goodbye Ghana – Mein Abschied vom Projekt

Gruppe von Freiwilligen in Ghana, Abschied

Für Insiderin Paulina heißt es Abschied nehmen von Ghana und ihrem Projekt. Sie erzählt dir, auf was sie sich nun besonders freut und was sie vermissen wird. Ghana wartet bereits auf dich! Zusammen mit anderen Freiwilligen arbeitest du in einer familiären Atmosphäre und schließt viele neue Freundschaften.


Der totale Zwiespalt

Nun ist mein letzter Tag angebrochen und ich fühle mich ganz komisch. Ich befinde mich in einem totalen Zwiespalt zwischen sich auf Zuhause freuen, aber auch nicht aus diesem tollen Land weg wollen. Aber vermutlich soll es genau so sein.

Abschied von der Stadt nehmen

In meiner letzten Woche habe ich nochmal versucht „alles mitzunehmen“. Einmal war ich noch in der Westhills Mall, wo ich in meinem halben Jahr immer einkaufen war. Diese ist sehr europäisch angelegt und ist ein guter Rückzugsort, wenn man Afrika einmal „satt“ war. Im direkten Kontrast zu dieser Mall bin ich am nächsten Tag auf einen typischen afrikanischen Markt gegangen. Dort saßen die Verkäufer auf dem Boden und haben einem wie immer „Obruni“ hinterhergerufen.

Spalt zwischen Arm und Reich

Die Armut dieser Leute schockierte mich immer wieder aufs Neue. Das sind Bilder, die ich auch in Deutschland nicht vergessen werde. Dieser Spalt zwischen Arm und Reich ist wirklich krass in diesem Land. Mal war ich mit meiner Direktorin bei einer Freundin in einer Villa und mal war ich mit meinen Lehrern am Strand, wo die meisten noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben. Aber ich bin sehr dankbar, beide Seiten dieses Landes kennenlernen zu dürfen.

Freunde und Familie wiedersehen

In meiner letzten Woche habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie es wohl sein würde, wenn ich wieder deutschen Boden betrete. Am meisten freue ich mich auf meine Familie und Freunde und am wenigsten auf die Kälte!

Abschied von den Kindern und Lehrern

Mir ist bewusst geworden wie viel ich vermissen werde. Am allermeisten auf jeden Fall die Menschen hier. Angefangen bei den Kindern und Lehrern in der Schule, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, aber auch die Menschen, die wir am Strand kennengelernt haben. Wir waren vor allem in meinen letzten Wochen fast jeden Tag am Kokrobite Strand. Dort haben wir ganz viele Einheimische kennengelernt und viel mit ihnen geredet und getanzt. Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Land so schnell ein Zuhause für mich wird und mir der Abschied so schwerfallen würde.

Die Offenheit der Ghanaer

Die Menschen hier sind einfach viel freundlicher, als in Deutschland und zeigen einem liebend gerne ihr Land. Diese Offenheit werde ich in Deutschland echt vermissen. Dort vertraut man den Menschen einfach nicht so schnell. In Ghana knüpft man so schnell neue Kontakte, die bereit sind einem zu helfen, obwohl man sie kaum kennt. Ich habe mich oft schlecht gefühlt, weil ich das Gefühl hatte, nichts zurückgeben zu können. Aber das hat auch nie einer erwartet. Damit ich mich etwas besser fühle, habe ich zumindest meinen Lehrern Kleinigkeiten aus Deutschland geschenkt. Sie waren so glücklich über Gummibärchen und Schokolade! Das war echt schön!Gruppe von Jugendlichen in einer Bar, AbschiedAuch wenn ich meine neuen Freunde, den Strand und die Kultur echt vermissen werde, freue ich mich doch auch auf Zuhause. Auf mehr Hygiene, eine warme Dusche und leckeres Essen!


Ghana wartet bereits auf dich! Zusammen mit anderen Freiwilligen arbeitest du in einer familiären Atmosphäre und schließt viele neue Freundschaften.