Insider-Diary Marie: New York und ein großes Wiedersehen

Insider Marie ist nach ihrem Auslandsaufenthalt wieder in Deutschland! Doch bevor sie ihre Familie und Freunde wieder in die Arme schließen konnte, hatte sie noch eine atemberaubende Zeit in New York.Weitere Informationen zu Work and Travel in Kanada findest du auf unserer Website.


Tränenreicher Abschied

Nach zwei letzten Tagen in Toronto, sollte mein finales Reiseziel New York sein. Man würde erwarten, dass ich mich hierauf mit am meisten gefreut und es kaum noch hätte abwarten können zu fliegen. Doch der Aufbruch nach NewYork bedeutete auch Abschiednehmen, sowohl von Canada als auch meiner Reisegefährtin und sehr guten Freundin Jaqui. Und ich hätte niemals erwartet, wie schwer mir dieser fallen würde! Es ist heftig, wie sehr man sich nach einem Jahr Reisen an ein Land gewöhnt und es lieben gelernt hat. Sodass die Vorstellung dieses Land zu verlassen und dann auch noch getrennt vom Travelbuddy weiterzureisen unglaublich traurig macht.

Tja, statt also erst am Tag meiner Rückreise nach Deutschland, gab es den tränenreichen Abschied bereits hier…

Doch so hart der erste Abschied war, New York bleibt New York. Und ich hatte in meinem Kopf bereits eine lange Liste an Sehenswürdigkeiten und To-Do´s erstellt, die „abzuarbeiten“ war. So blieb mir nichts anderes übrig, als die trüben Gedanken fürs Erste zu vergessen. Wobei dazu gesagt werden muss, dass dies deutlich einfacher ist, wenn man die passende Ablenkung hat. Und was könnte besser als Ablenkung dienen, als z.B. vom Flughafentransfer so gut wie direkt am TimeSquare abgesetzt zu werden?;) Es gibt wohl kaum cooleres, als nach fast einem Jahr Reisen, schließlich mit dem Backpack, durch die New Yorker Menschenmengen zwischen den beleuchteten Reklamen an den Hochhäusern Manhattans zu laufen.

Sightseeing durch New York

Doch nicht nur der TimeSquare ist beeindruckend. Auch das Entlanglaufen der 5thAvenue, Wall Street oder selbst unbekannteren Straßen Downtowns, ist überwältigend. Selbst nach anderen Großstädten wie Toronto, kam mir New York noch riesig vor. Und ich muss zugeben in Kombination mit dem Lärm und den Menschenmengen, ist mir persönlich diese Stadt sogar zu groß.

Nichtsdestotrotz hat New York eine Menge zu bieten und ich verbrachte vier tolle Tage dort. Highlights waren natürlich das besuchen der Freiheitsstatue und selbst der Anblick der Skyline von hier. Der Blick über die sich scheinbar ewig weit erstreckenden Hochhäuser vom Empire State Building oder Top of the Rock aus und das Metropolitan Museum of Arts (MET).

Zusätzlich wanderte ich über die Brooklynbridge, durch den CentralPark und den HighLinePark, besuchte das 9/11 Memorial und das Museum Of Modern Art (MoMa) und schnökerte im Strand Book Store.

Außerdem fand ich natürlich in einem kleineren älteren Viertel am Wasser in der Nähe des Piers 21 mein Lieblingscafé;)

Schließlich war auch meine Zeit in New York zu Ende und ich musste akzeptieren, dass meine Reise nun vorbei war. Ich war nun 324 Nächte nicht zuhause gewesen, hatte 25 verschiedene Städte besucht und in 39 unterschiedlichen Betten geschlafen. Dabei fand ich so viele neue Freunde, machte unzählige Erfahrungen und (so kitschig es auch klingt) lernte eine Menge fürs Leben. Außerdem entstanden 8733 Fotos, ich gab 301$ bei Tim Hortons aus, hatte 5 unterschiedliche Jobs und verschickte 18Postkarten an meine Freunde;)

Ich hätte früher nie gedacht, dass ich ein so aufregendes sich ständig veränderndes Leben mal so für mich entdecken würde. Ich hätte nie erwartet, freiwillig sogar 5 Monate länger im Ausland zu bleiben, als ursprünglich gedacht. Und ich hätte mir das Ende einer solchen Reise nie so traurig vorgestellt. Es ist merkwürdig, einerseits freute ich mich unglaublich darauf, endlich meine Familie und Freunde wiederzusehen. und andererseits wollte ich nicht akzeptieren, dass nun alles vorbei war und heulte den gesamten Rückflug, gerüttelt von so vielen unterschiedlichen Gefühlen.

New York großes Wiedersehen New York großes Wiedersehen

Großes Wiedersehen

Nach der Landung in Düsseldorf wurde ich von meiner Mutter und zwei Freundinnen am Flughafen empfangen, was mich unglaublich freute. Erst jetzt merkte ich, wie sehr ich doch alle vermisst hatte. Gleichzeitig konnte ich kaum glauben, nun meine Lieben wirklich wieder live vor mir zu haben. Auch beim langsamen Einleben kamen mir anfangs mein Zimmer, unsere kleine Stadt und das plötzlich so andere Leben völlig irreal vor… Jetzt fing die Zeit an, in der Canada und alles Andere nur noch schöne Erinnerungen sein sollten.

Aber auch Erinnerungen können etwas wunderschönes sein, erst recht, wenn man sie mit so vielen Fotos, Karten, Tickets und Souvenirs aufrecht erhält! Außerdem hing ich mein Working Holiday Visum auf und platzierte die Deutschland-Canada-Flagge an meiner Wand, sodass ich jeden Tag daran erinnert werde, was für tolle Menschen ich dort kennengelernt und gute Freunde ich hier in Deutschland habe. Sie alle haben meine Reise zu dem gemacht, was sie war.

Und ich möchten von ganzem Herzen sowohl jenen danken, die mich in Canada oder auch von Zuhause aus über Skype. etc. dabei begleitet haben, als auch all denen, die mich davor unterstützt und diese Erfahrung erst möglich gemacht haben: Danke!

Und allen Fast- oder Vielleicht-Reisenden, die sich noch nicht sicher sind, ob Work & Travel das Richtige sein könnte, kann ich nur sagen: Macht es! Probiert es aus. Traut euch den Schritt, etwas ganz neues zu entdecken. Und ich hoffe ihr werdet mindestens eine genauso unglaubliche Zeit wie ich haben!
Eure Marie

Deutsche und kanadische Flagge, großes Wiedersehen


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