Insider-Diary Marie: Cairns, ich komme!

Strand in Cairns, Australien

Vom Süden Australiens geht es für Insiderin Marie nun in den Norden nach Cairns. Wie sie den extremen Klimawechsel empfindet, erfährst du im Bericht. Werde noch heute Teil der großen Work-and-Travel-Community und lerne neue Freunde auf der ganzen Welt kennen.


Cairns, ich komme!

Nachdem die Saison in Tasmanien und damit meine Zeit als Fruit-Picker zu Ende gegangen war, folgte ich dem Rat einiger Bekannter und Freunde. Ich versuchte mein Glück in Queensland. Ich war immer noch motiviert, einen weiteren Job zu finden, der mich für das zweite Visa qualifiziert. Nach der Fruit-Picking-Season in Tasmanien hatte ich erst ein Drittel der benötigten 88 Tage zusammen. Ich begann meine Suche in Cairns.

Extremer Klimawechsel

Cairns, im Norden Queenslands, ist eine sehr schöne, grüne Stadt. Als ich im Februar von Sydney nach Hobart geflogen bin, hatte ich mit einem Temperaturunterschied von 37°C zu 13°C zu kämpfen. Diesmal war es ebenso ein Klimaschock nur in der anderen Richtung. Verlassen habe ich Tasmanien bei kühlen 7°C und landete bei schwül-warmen 28°C. Nicht nur das Klima war ein völlig anderes, sondern auch die Landschaft sah dementsprechend verwandelt aus.

Flora und Fauna

Die Tierwelt war zum Teil deutlich farbenfroher und tropischer. Ich werde nie vergessen, wie ich die ersten Erkundungstouren durch die Stadt unternahm. Es war sehr beeindruckend in einer der Hauptstraßen einen der riesigen, dschungelartigen Bäume zu entdeckten, die es in Cairns und Umgebung häufig zu finden gibt. Überall in der Baumkrone saßen hunderte Flughunde, deren Rufe schon ein paar Straßen weiter zu hören waren.

Cairns entdecken

In Cairns wohnte ich die meiste Zeit in einem Hostel direkt an der Waterfront. Die Location war ideal und die Wege zu allen interessanten Anlaufpunkten, wie den Night Markets von Cairns, der Esplanade oder dem Hafen waren alle sehr überschaubar. Ich verbrachte knapp einen Monat in der Stadt und lernte eine Gruppe Mädels aus England bzw. Schottland kennen. Zusammen teilten wir uns ein Zimmer- Sie verfolgten denselben Plan wie ich und suchten Farmjobs oder Arbeit im Fruit-Picking.

Doch kein Second Year Visa?

Nach den ersten Gesprächen mit den dreien wurde mir schnell klar, dass es nicht leicht werden dürfte, in Cairns Arbeit zu finden, die mich dem Second Year Visa näherbringt. Die Drei waren bereits anderthalb Monate in der Stadt und bisher erfolglos. Mir sollte es ähnlich gehen. Ich hatte einfach kein Glück, obwohl ich mich nicht nur in der Region um Cairns, sondern überall in Queensland beworben hatte. Die meisten Antworten auf meine Bewerbungen ließen mich wissen, dass es lange Wartelisten gab, um einen der begehrten Jobs zu bekommen. Ich muss leider zugeben, dass ich zwischenzeitlich ziemlich verzweifelt war und die Chancen auf ein zweites Jahr in Australien schon habe schwinden sehen.

Die Zeit läuft davon

So langsam drohte nämlich die Zeit, um die geforderten Farm-Tage zu erarbeiten, davon zu laufen. Ich habe lange hin du her überlegt, was ich machen soll und was die klügste Entscheidung sei. Am Ende habe ich mich dazu entschieden, einen Farming-Kurs von einer Woche zu machen. Dieser wurde auch häufig als Jackaroo/ Jillaroo Kurs beworben, der an ein garantiertes Jobangebot geknüpft war. Das hat mich leider einiges gekostet und meine Ersparnisse ziemlich geschmälert. Letztlich konnte ich mir, um das an dieser Stelle einmal vorwegzunehmen, nach einigen Anstrengungen und Hindernissen die 88 Tage für die Beantragung des Second Year Visa erarbeiten.

Historische Zugfahrt

Meine Zeit in Cairns habe ich aber natürlich nicht nur mit Recherche und Bewerbungen verbracht, sondern auch mit tollen Ausflügen. Einer der Day Trips führte mich in das kleine Regenwalddorf Kuranda. Nach einem kurzen Bustransfer zur Bahnstation ging es weiter durch malerische Berglandschaften mit einem historischen Zug, dem Scenic Railway.

Ein Besuch in Kuranda

Kuranda selbst war sehr auf Touristen ausgelegt. Wenn man über diesen Fakt hinwegsieht, ist es ein sehr schönes, buntes und lebhaftes Dorf. Es gibt Handwerksgeschäfte an jeder Ecke. „Handmade“ steht an nahezu jedem der pulsierenden Läden. Das trifft auf Süßwaren, Eiscreme oder Spirituosen zu, ebenso wie auf Kunstgegenstände, Bekleidung, Taschen oder Pflege-/ Körperprodukte und ähnliches. Ich habe die Zeit dort sehr genossen und ebenfalls die Rückfahrt mit dem Skyrail. Der Skyrail ist eine der bekannten Hochseilbahnen, die über siebeneinhalb Kilometer hinweg durch den Regenwald führt. Der Ausblick war überragend.Markt in Cairns, Australien

Zwei Weltkulturerbestätten

Ein anderes Mal habe ich eine Tagestour in den Daintree Rainforest gemacht und Cape Tribulation besucht. Dort finden sich nicht nur bekannte Strände, sondern sowohl der Daintree Rainforest, als auch das Great Barrier Reef sind zwei Weltkulturerbestätten. Begonnen hat der Tag mit einem Besuch eines Cultural Centers in Mossman Gorge. Dieses Center widmet sich der Bewahrung und Verbreitung der Geschichte und des Wissens in der Region ansässiger Aborigine Stämme widmet.

Ein gelungener Tag

Anschließend ging es zu einigen kurzen Waldwanderungen, Schwimmen in einem Wasserloch und zu einer Bootsfahrt entlang des Daintree River, bei der wir viele Krokodile beobachten konnten. Es war ein sehr gelungener Tag. Kurz darauf habe ich mir eine lange gehegten Wunsch erfüllt und bin am Great Barrier Reef schnorcheln gewesen und habe meinen ersten Tauchgang unternommen.

Queensland bietet definitiv eine Menge zu sehen und zu erleben. Damit möchte ich den heutigen Bericht abschließen.

Sonnige Grüße,
Marie


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