Insider-Diary Mara: Vom Kulturschock zum Alltag

Im Unterricht in Ghana

In Ghana erlebt Mara zuerst einen Kulturschock, doch schon bald ist dieser überwunden und sie berichtet von ihrem Alltag in einer Schule in Ghana.
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Meine Ankunft in Ghana

Als ich völlig verschwitzt und müde am Flughafen in Accra ankam und vom Chaos der Stadt, der Hitze der Tropen, den Gerüchen und Geräuschen und der unglaublichen Offenheit der Menschen überwältigt wurde, fragte ich mich früher oder später „Wie um alles in der Welt soll ich hier meinen Alltag als Volunteer meistern?“ Nun bin ich einen Monat in Ghana und ich kann euch genau sagen, wie.Volle Strassen in Ghana

Mein erster Kulturschock

Das zuvor genannte war wohl eindeutig ein Kulturschock, völlig verzweifelt war ich in meinen ersten Tagen „Das schaffe ich nie. Wie soll ich mich hier einleben? Hier werde ich mich nie zurechtfinden.“ Dieser Schock und diese Gedanken waren allerdings schnell überwunden. Durch andere Freiwillige, mit denen ich zusammenwohne und die mir mit allem Neuen und auf den ersten Blick Unmeisterbaren halfen, konnte ich mich schnell an die Verhältnisse, die Gegebenheiten und eben diesen Alltag hier in Ghana gewöhnen. Ich leiste Sozialarbeit als Teaching Assistent in einer Schule in Accra und das ist er, mein Volunteer-Alltag:

Der Alltag in der Schule

Morgens stehe ich auf, meistens einfach sobald ich wach bin. Lange schlafen kann ich bei der Hitze so oder so nicht. Nachdem ich ordentlich gefrühstückt habe, mache ich mich auf zur Schule. Meine Schule ist in 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Der Weg führt durch die Straßen eines Randbezirkes Accras, hier leben Menschen in offenen Häusern mit Ziegen und Hühnern auf der staubigen, steinigen Straße. In der Schule angekommen ertönt aus allen Ecken „Obruni, Obruni“ was „weißer Mensch“ bedeutet. Kinder, die mich schon länger kennen sprechen mich natürlich mit meinem Namen an. Ich gehe meistens in mehrere Klassen, um „guten Morgen“ zu sagen. Wo gerade meine Hilfe gebraucht wird, helfe ich aus. Egal ob Arbeiten korrigieren, Vokabeln vorlesen, ein Lied vorsingen oder basteln, ich helfe wo auch immer ich kann. Es gibt keine festen Arbeitszeiten. Wir können kommen und gehen wann wir wollen, die Ghanaer sind da locker und zwanglos. Wenn ich lange in der Schule bleiben wollen, um zu helfen freuen sich nicht nur die Kinder. Auch die Lehrer strahlen eine unglaubliche Dankbarkeit mir gegenüber aus.Schueler am Pausenhof

Meine Freizeit

Nachdem ich mich entschlossen habe zu gehen, folgt der 15-minütige Rückweg. Unsere Nachmittage können wir frei gestalten. Entweder wir entspannen einfach in den Hängematten mit einem Buch, fahren an den Strand oder in die Stadt. Dort kommen wir mit Taxis oder Trotros hin, auf den ersten Blick ein kompliziertes System, wenn man noch keine Ahnung und Orientierung hat. Aber nach spätestens einer Woche habe ich mich eingelebt und kann so den Alltag auch allein meistern. An den Wochenenden haben wir Freizeit, die wir uns frei selbst mit Ausflügen oder Ähnlichem gestalten können.

Mir hat der Kulturschock am Anfang echt gezeigt, wie leicht man doch mit Situationen klarkommen kann, die auf den ersten Blick unlösbar und unbezwingbar scheinen. Man muss den Dingen nur Zeit geben und sich darauf einlassen, dann ist nichts mehr unlösbar und unbezwingbar.


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