Insider-Diary Lorna: Die kulturellen Kontraste in Südafrika

Maedchen auf einem Stein streckt Arme aus in Suedafrika

Unsere Insiderin Lorna erzählt dir nicht nur, vor welchem wilden Tier sie flüchten musste, sondern auch von den vielen kulturellen Unterschieden in Süd-afrika. Tauche auch in die vielfältige Kultur Südafrikas ein und werden Teil eines Freiwilligenprojekts vor Ort.


Wow-Tour-Vorbereitungen

An unserem zweiten Wochenende in Kapstadt haben ich und meine Mitbewohnerinnen uns dazu entschieden, eine 3-tägige Western Cape Tour zu machen. Die Buchung unserer „Wow-Tour“ bei einem anderen Anbieter ging schnell und einfach vor Ort. Insgesamt hat es 2700 Rand pro Person gekostet. Das sind ungefähr 180€.

Unser Guide

Am Freitag morgen wurden wir um sieben Uhr morgens von unserem unterhaltsamen Guide der nächsten drei Tage abgeholt. Er war uns sehr sympathisch, da er von Anfang an einen guten Musikgeschmack bewiesen hatte. Das war wichtig, da wir in den nächsten drei Tagen viel Zeit im Bus verbringen würden.

Beeindruckende Naturlandschaft

Erster Stopp: Hout Bay, südlich von Kapstadt. Um zehn Uhr morgens saßen wir alle schon auf einem Boot auf dem Weg zu einer Robbeninsel. Wir mussten uns an der Reling festklammern, da das Boot so sehr schaukelte und versuchten, so viele Fotos von den Robben zu bekommen wie möglich. Auch die Aussicht auf die Berge hat uns mal wieder nicht enttäuscht. Sie beeindruckt uns immer wieder.Felsen im Meer in Suedafrika

Der südwestlichste Punkt Afrikas

Über Simon’s Town ging es weiter zum Kap der Guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt Afrikas. Auf dem Weg dorthin, sind wir Sträußen, Antilopen und sogar Pavianen, die friedlich an der Straßenseite saßen, begegnet. Angekommen, sind wir, begleitet von allen anderen Besuchern, den Weg zum Leuchtturm gelaufen. Dort haben wir alle obligatorischen Fotos gemacht und waren schließlich noch ein Sandwich essen. Wir saßen draußen auf der Terrasse und haben uns über die Mahlzeit gefreut, als plötzlich einige Menschen um uns herum schnell aufstanden und sich zügig von uns entfernten.Madechen am Kap der Guten Hoffnung in Suedafrika

Die Flucht…

Es war schon zu spät als wir gemerkt haben, dass sie sich vor einem Pavian in Sicherheit bringen wollten, denn da kletterte schon ein riesiger Affe die Wand herunter und kam auf uns zu. Wir wussten, mit diesen Tieren ist nicht zu spaßen. Deshalb sind wir panisch in Richtung Bus gerannt, um uns und unsere Sandwiches vor einem nicht sehr scheuen Affen zu retten. Kurze Zeit später saßen wir alle erleichtert im Bus auf dem Weg zu unserem nächsten Stopp: dem Muizenberg Strand.

Preiswertes Kapstadt

Dort haben wir uns für einen Euro das größte Softeis gegönnt, das ich jemals gesehen habe. Kleine Info: Das Essen und andere Dinge in Kapstadt sind vergleichsweise sehr günstig. Wir sind immer wieder überrascht, wie wenig Geld wir bezahlen müssen, wenn wir Essen gehen. Fast immer kommen wir mit weniger als zehn Euro pro Person aus.

Andere Kulturen verstehen lernen

Am zweiten Tag unserer Tour stand morgens eine Township-Tour durch das Kayamandi-Township in Stellenbosch an. Das Township „Kayamandi“ bestand früher aus Hostels, in denen die Arbeiter, die Stellenbosch aufbauten, wohnen konnten. Kayamandi fing an zu wachsen und es entstanden einige Läden und ein eigenes Zentrum. Sogar eine Schule gibt es jetzt. Ich war vorerst ein wenig skeptisch, ob es denn moralisch vertretbar ist, wenn wir, wie bei einem Zoobesuch, durch die Straßen laufen, um uns anzusehen, wie die Menschen in dem Township leben. Das unangenehme Gefühl blieb.

Einfache Verhältnisse

Später hat uns der Guide versichert, dass es wichtig sei zu verstehen, unter welchen Umständen hier gelebt wird. Wie wir es auch von den Townships in unserem Ort gewohnt sind, ist es in Kayamandi dreckig und es stiegen uns mehrmals ein paar unangenehme Gerüche in die Nase. Es wird dort nun mal in sehr einfachen Verhältnissen gelebt. Trotzdem haben uns die Einwohner, an denen wir vorbeikamen, begrüßt und vor allem die Kinder schienen aufgeregt zu sein, uns zu sehen. Die Menschen machten einen glücklichen Eindruck.

Ein Kontrastprogramm in Südafrika

Dieser Tag war ein volles Kontrastprogramm, denn als nächstes stand Wine Tasting an. Nachdem der Wein unsere Stimmung deutlich gehoben hatte, ging es für uns am späten Nachmittag gut gelaunt nach Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt von Südafrika. Hier treffen der atlantische und der indische Ozean aufeinander, und wie wir es erwartet hatten, war es kalt und windig. Es war ein besonderer Moment, als wir realisierten, dass es tatsächlich unmöglich war, weiter in Richtung Süden zu gehen, ohne den afrikanischen Kontinenten zu verlassen.

Craft-Beer-Tasting

Am letzten Tag gab es ein Craft-Beer-Tasting als Ersatz für das Haifischtauchen, welches aufgrund des schlechten Wetters ausfiel. Jedes Bier schmeckte bitterer, als das davor und mit jedem neuen Schluck verzogen wir erneut die Gesichter. Mit den Gläsern halb voll, einigten wir uns darauf, dass uns das Wine Tasting am Tag davor, besser gefallen hatte.

Wal oder Stein?

Den Rest des Tages haben wir damit verbracht, in Hermanus nach Walen Ausschau zu halten und darüber zu diskutieren, ob wir nun einen Wal oder einen Felsen vor uns haben. Am Abend sind wir alle völlig erschöpft und zufrieden ins Bett gefallen.

Eine erlebnisreiche Tour geht zu Ende

Zurückblickend hat sich diese kurze aber erlebnisreiche Tour in Südafrika auf jeden Fall gelohnt. In drei Tagen haben wir die Vielfältigkeit des Western Capes entdeckt. Es konnte uns mit seinen wunderschönen Landschaften, interessanten Menschen und deren unterschiedlichen Lebensbedingungen beeindrucken. Aber auch die große Auswahl an Wein und Bier war sehr eindrucksvoll.


Tauche auch in die vielfältige Kultur Südafrikas ein und werden Teil eines Freiwilligenprojekts vor Ort.