Insider Diary Lisa: Farm-Feeling pur!

Alpakas in Australien, Farm-Feeling

Zwischen Pascal, der meckernden Baby-Ziege, spuckenden Alpakas und giftigen Schlangen kommt für unsere Insiderin Lisa Farm-Feeling pur auf. Erlebe auch du den sternenklaren Himmel, süße Baby-Ziegen und andere Abenteuer in Australien.


Leben auf einer Farm

Nach dem Surfcamp ging es für Sophie und mich erstmal auf eine tolle Farm in der Nähe von Sydney. Nach 1,5h Zug fahren standen wir nun da. Wer könnte denn jetzt Emily sein? Ein Glück hatte sie uns gefunden und direkt angesprochen. Erleichterung!

Auf der Farm angekommen spürten wir schon die Sonnenstrahlen auf der Haut und alles roch und fühlte sich nach Natur an – einfach traumhaft! Es ging ein leichter Wind und der Hund, Gertie, kam uns gleich entgegengelaufen und sprang uns in die Arme. Wunderbare Farm-Vibes ab der ersten Sekunde!

Klarer Sternenhimmel

Unsere erste Nacht war auch traumhaft. Auf dem Land und ohne jegliches Licht aus der Stadt kann man nämlich super die Sterne sehen. Es wehte ein leichter Sommerwind, die Nacht war mild und wir lagen einfach auf der Wiese und bewunderten die Nacht und lauschten den Tieren. Wir sahen das Kreuz des Südens und sogar die Milchstraße! Einfach unglaublich!

Pascal, die meckernde Ziege

Unsere Aufgaben ergaben sich eigentlich immer erst im Laufe des Tages. Regulär haben wir um neun die Mums & Bubs Alpakas gefüttert und Pascal, die kleine Babyziege. Er musste per Hand aufgezogen werden, weil seine Mutter ihm zu wenig Milch gab. Auch seine Schwester, Blaise musste schließlich ernährt werden. Wir brauchten außerdem keinen Wecker, denn Pasci hat immer pünktlich um neun gemeckert beziehungsweise gerufen.Ziege fuettern in Australien, Farm-Feeling

Spuckende Alpakas

Wenn Besucher auf der Farm waren, durften sie die Alpakas auch mit der Hand füttern. Das ist immer super lustig, weil die Alpakas auch gern mal beim Essen spucken. Das passierte vor allem, wenn nervige Menschen auf die Idee kamen, sie mit Hand zu füttern. Nachmittags haben wir noch andere Alpakas gefüttert. Mitte der Woche kam Casper, ein Alpaka, zu Besuch. Auch er wurde mit der Flasche und somit auch mit Menschen aufgezogen. Deshalb war er auch überhaupt nicht scheu. Als wir dann mal im Gehege waren kam er direkt auf uns zu und schnüffelte an uns herum. Sophie wurde sogar angeknabbert und war danach erstmal ins Auto geflüchtet. Apropos Auto…

Farm-Feeling pur

Wir durften zum Füttern immer das Auto mit Ladefläche fahren. Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig. Aber nach ein paar Mal Schalten mit links und dem Lenkrad auf der ‚falschen‘ Seite, war es eigentlich ganz normal. Auf privatem Gelände etwas zu üben, bevor man sich in den Straßenverkehr begibt, ist dennoch echt vorteilhaft und empfehlenswert. Am ersten Tag durften wir auf der Ladefläche mitfahren. Das war natürlich auch super witzig. Man bekam so sehr schnell das Farm-Feeling. Ich kann es echt nur jedem ans Herz legen, wenigstens einmal auf einer Farm gewesen zu sein, es ist unbeschreiblich!

Warum auf eine Farm ziehen?

Man war abgeschottet vom Rest der Welt, hatte kein oder selten Netz, und hat einfach nur das Leben und die Natur genossen. Den Wind und die Sonne auf der Haut spüren. Die Stille genießen und einfach mal tief einatmen können, ohne sofort Abgasgeruch in der Nase zu haben. Das ist so unglaublich schön! Besonders für alle Naturliebhaber ist es ein Muss, denn wir haben nach einer Woche auch schon unsere erste Python gesehen.

„Python im Baum!“

Die siebenjährige Tochter der Besitzer rannte auf uns zu und schrie „Python im Baum, Python im Baum!“. Wir haben uns natürlich sofort auf die Suche nach dem besagten Baum gemacht und tatsächlich – eine Python im Baum. Später erfuhren wir von den Besitzern, dass sie sogar einen Namen trägt und sich im Sommer öfter mal blicken lässt. Angst braucht man keine zu haben, da sie nicht giftig ist. Aber groß war sie trotzdem und somit auch ein schönes Foto wert. Beunruhigender war der Tag, an dem uns Steve mitteilte, dass im Sommer öfter die Braunschlangen und „Red-bellied black snake“ auf der Farm ihr Unwesen treiben.

Zwei der giftigsten Schlangenarten

Okay, sie haben wahrscheinlich mehr Angst vor uns, aber dennoch sollte man aufpassen. Er erzählte uns, dass die beiden Schlangenarten zwei der giftigsten Schlangen der Welt sind. Die Braunen können auch sehr aggressiv. Also wenn wir eine Schlange sehen sollten, einfach stehenbleiben und in die andere Richtung weggehen. Aber solange man schaut, wo man Hintritt geht das schon. Also – No Worries!

Ich habe viel gelernt

Auf der Farm haben wir uns auch viel mit Emily, Steve und den Kindern unterhalten. Man verbessert sein Englisch also auch ungemein. Mit Besuchern konnte man dann schon regelrecht plaudern. Ein weiterer Pluspunkt auf fast allen Farmen ist, dass man die australische Kultur und Lebensweise kennen lernt. Im Gegensatz zu Deutschland sollten wir es nämlich ständig „easy taken“ und das Farm-Feeling genießen. Also kein Stress! Macht eure Arbeit, die in der Regel nicht wirklich viel und anstrengend ist. Kein Stress, keine Sorgen und keine Eile.

Entspannte Menschen und lockere Atmosphäre

Ich genoss die entspannten Menschen und die lockere Atmosphäre. Dadurch baute sich auch ein echt gutes Arbeitsverhältnis auf und man machte seinen Job einfach gern! Aber als Backpacker bleibt man ja bekanntlich nicht lang an einem Ort. Heute geht‘s nach Perth! Fünf Stunden Flug in ein ganz neues Territorium. Sophie und ich sind gespannt, was uns erwartet. Perth wir kommen 😉


Erlebe auch du den sternenklaren Himmel, süße Baby-Ziegen und andere Abenteuer in Australien.