Insider Diary Isabel: Das IGNITE Action Camp

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Isabel macht ein Fachpraktikum in Kanada bei Amnesty International. Dort half sie mit beim IGNITE Action Camp. Warum das Event fast auf der Kippe stand, lest ihr hier. Absolviere ein spannendes Fachpraktikum im Ausland und lerne Land und Leute kennen. Besuche unsere Auslandspraktikum-Programme.


Updates zu meinem Praktikum

Leider ist es nun etwas her, dass ich über mein spannendes und abwechslungsreiches Praktikum bei Amnesty International berichtet habe. Aber ich hoffe, dass ich euch nun auf den aktuellen Stand bringen kann!

Das IGNITE Action Camp

Das IGNITE Action Camp war äußerst spannend. Da wir uns an dem Ort befunden haben, an dem regelmäßig Demonstranten aktiv gegen den Bau der Kinder Morgan Pipeline auf dem Burnaby Mountain protestieren.maedchen-sitzt-auf-aussichtspunkt-mit-blick-auf-das-meer-und-inseln

Aufgaben beim Camp

Ich habe die Aktivisten, die in diesem Camp leben kennengelernt und mit einigen Nachkommen der First Nation gemeinsam an einem Lagerfeuer gesessen. Außerdem lernte ich weitere Aktivisten kennen, die nur für dieses Event aus Seattle angereist sind. Sie zeigten uns, wie man ein Banner und weitere Materialien für Demonstrationen herstellt. Auch lernten wir, wie man strategisch vorgehen sollte, um einen Protest so in Szene zu setzen, sodass der Außenstehende direkt das Thema und das Anliegen der Aktivisten erkennt. Rein exemplarisch stellten wir nun Banner per Siebdruck her. Die Aktivität wurde sehr positiv von den Teilnehmern aufgenommen.

Kurzfristige Umplanung

Die verschiedenen Workshops waren spannend und alles lief reibungslos ab, obwohl wir die Woche vor dem Event mit großen Komplikationen und einem hohen Stresspegel umgehen mussten. Unglücklicherweise hatte einer der wichtigsten Workshopleiter aus privaten Gründen kurzfristig abgesagt. Der Coach hätte ursprünglich einen maßgeblichen Part der Moderation an beiden Tagen übernommen. Doch nun mussten wir drei Tage vorher umdisponieren und das ursprüngliche zweitätige Event auf ein Eintägiges kürzen. Das war ein äußerst chaotischer und anstrengender Prozess, da wir einigen Rednern und anderen Workshopleitern kurzfristig absagen mussten und das ganze Event für einen Augenblick auf der Kippe stand.

Deshalb arbeitete ich die ganze Woche. Ich war nun für die logistischen Angelegenheiten, während der Vorbereitungsphase und während des Events, verantwortlich. Aus diesem Grund hatte ich keine Zeit zahlreiche Fotos von der Veranstaltung zu machen, was ich im Nachhinein ziemlich schade finde…maedchen-steht-auf-einer-bruecke-im-wald

Das „Land Acknowledgement“

Eine Sache, die ich persönlich besonders einprägsam fand war das „Land Acknowledgement“. Hier in Vancouver ist es üblich das Land, auf dem man sich befindet, zu schätzen und anzuerkennen, dass man sich auf dem Territorium und dem beschlagnahmten und unrechtmäßig besiedelten Land der First Nation befindet. Mit diesem Ritual wurde das Event eröffnet. Ich war beeindruckt, da sie von einem Nachkommen der First Nation gehalten wurde. Der Redner sprach so enthusiastisch über die Erde und die Bedeutung der Natur, dass alle Zuhörer still waren und ergriffen der Rede lauschten. Ich habe mir sagen lassen, dass solche „Land Acknowledgements“ nichts Besonderes mehr seien. Selbst kanadische Bergbauunternehmen halten solche Reden und eröffnen ihre Events und Meetings mit solchen Ansprachen. Emailsignaturen von Mitarbeiter aus diversen Branchen enthalten diese Notiz ebenfalls. Jedoch eine freigehaltene Rede an diesem Ort zu hören, der so fern von jeglicher Technologie ist, war sehr beeindruckend. Das hat mich wirklich starkt berührt.

Nach dem Event des mexikanischen Muttertags

Nach diesem Event beginnt aber auch gleich die Arbeit für das nächste Event. Am 10. Mai, dem Tag des mexikanischen Muttertages wird unsere Aktion in Solidarität mit den Müttern und den Angehörigen der 43 verschwundenen Studenten stattfinden. Hier kümmere ich mich um die Materialien, die Koordination der Ehrenamtlichen und um die Werbung für dieses Event.


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