Insider-Diary Celine: Wildlife-Expedition in Südafrika

Loewe auf einer Wildlife-Expedition in Suedafrika

Die wärmende Sonne geht am Horizont während der Wildlife-Expedition unserer Insiderin Celine auf. Entdecke zusammen mit ihr die exotischen Tiere Südafrikas. Entdecke genauso, wie Insiderin Celine die „Big-Five“ im Krugernationalpark.


Entscheidung für Freiwilligenarbeit

Schon länger träumte ich von einer abenteuerlichen Reise. Da ich ein Thema gesucht habe, über das ich meine Maturaarbeit schreiben könnte, habe ich mich nach Freiwilligenarbeit auf der ganzen Welt umgesehen. Mir fiel das Land Südafrika sofort ins Auge und da ich sehr gerne in der Natur bin, habe ich mich für das Wildlife Projekt im Krugernationalpark entschieden.

Der Krügernationalpark

Der Park ist weltweit bekannt für seine Vielzahl an Wildtieren. Durch den ihn fließen große Flüsse, wie der Limpopo, an welchem sich auch das Projekt-Camp befindet. Der Zielflughafen, um in den Kruger zu gelangen, heißt Hoedspruit. Hoedspruit selbst ist eine kleine Stadt in der Provinz Limpopo. Etwa zwei Autostunden entfernt befindet sich das Wildlife Projekt, an dem ich teilgenommen habe. Da in Südafrika genau die entgegengesetzte Jahreszeit herrschte und ich im Juli, also einer der kältesten Monate da war, habe ich beim Packen auf warme Kleidung geachtet.

Die Reise beginnt

Am 01. Juli 2017 startete ich meine Reise mit der Swiss von Zürich nach Johannesburg. Der Flug war etwas lang, aber sehr angenehm. In Johannesburg konnte ich es noch gar nicht richtig fassen, dass ich soweit von zuhause entfernt war. Auch das Afrika-Feeling war noch nicht wirklich da, weil es am Flughafen sehr kalt war. Zum Glück habe ich dort einige Kameraden gefunden, die mit mir an diesem Projekt teilnahmen.

Camp mitten im Busch

Nach zwei Stunden Verspätung sind wir dann endlich mit dem Propellerflugzeug in Hoedspruit gelandet. Von dort aus ging es mit einem kleinen Bus Richtung Camp, welches sich mitten im Busch befand. Auf dem Weg dorthin sahen wir schon einige Giraffen und die warme, afrikanische Sonne wärmte mein Gesicht durch die Fensterscheibe. Im Camp wurde uns alles von Mädchen, die schon da waren, gezeigt und sie kochten uns noch ein leckeres Abendessen.

Einfach, aber ausreichend

Die Unterkunft war einfach ausgestattet, aber es war alles da was man brauchte. Eine eigene Küche für die Freiwilligen, zwei getrennte Schlafzimmer für Mädchen und Jungs und ein Badezimmer mit Duschen. Draußen gab es eine große Wiese und einen Pool, in den man auch manchmal gehen konnte, wenn warm genug war. In meiner ersten Nacht habe ich sehr gut geschlafen.

Erste Fahrt durch den Busch

Am nächsten Tag ging es dann los auf unsere erste Wildlife-Expedition in Südafrika. Wir fuhren mit dem Jeep durch den afrikanischen Busch und begegneten einigen Impalas, Zebras und Giraffen, die durch die kahle Landschaft streiften. Wir hatten Glück, denn wir sahen schon am ersten Tag einen der „Big Five“, den Elefanten.Elefant auf einer Wildlife-Expedition in Suedafrika

Ausflug nach Hoedspruit

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug in die Stadt Hoedspruit, wo wir uns Essen und Souvenirs kaufen konnten. Danach haben wir in einem Restaurant zu Mittag gegessen, bevor es wieder über den holprigen Parkweg zurück in unserer Reservat ging. Zurück im Camp hatten wir noch Freizeit, die wir mit Lesen oder anderen Dingen verbrachten.

Riesen Glück gehabt

Am dritten Tag ging es morgens um 06:00 Uhr bei Dunkelheit und Kälte auf den ersten Drive durchs Reservat. Als es hell wurde hatten wir riesen Glück, denn wir konnten zwei Löwenweibchen aus der Nähe beobachten. Am Nachmittag gab es eine kurze Theoriestunde von der Rangerin über die Vogelarten, die wir uns dann auch draußen auf einer Fahrt anschauten. Als die Nacht kam, hörten wir noch eine Hyäne heulen und unten am Fluss lief eine Elefantenherde mit ihren Jungen vorbei.

Schöne Erinnerungen

In den nächsten Tagen ging es immer morgens früh los und es gab noch einige Highlights zu entdecken. Wir sahen zum Beispiel aus nächster Nähe einen Leoparden, Nashörner, Hyänen, Krokodile, Schlangen, Nilpferde und Büffel. Aber auch der wunderschöne Sonnenuntergang am Sunset Point oder der Vollmond während eines Nightdrive durchs Reservat blieben mir in Erinnerung.Sonnenuntergang auf einer Wildlife-Expedition in Suedafrika

Meine Aufgabe im Projekt

Unsere Arbeit im Reservat war nicht sehr anstrengend und machte sogar Spaß. Auf unserer Wildlife-Expedition zählten wir alle Tiere, die wir im Reservat sahen und die größer als ein Hase und keine Vögel waren. Ab und zu machten wir ein Bird-Point-Counting. Dazu stiegen wir an bestimmten Stellen vom Jeep und zählten die Vögel, die vorbeifolgen. Sonst fielen zum Teil kleine Arbeiten, wie Büsche vom Weg räumen oder Jeep und Haus putzen an. Wir sammelten aber auch einige im Busch verteilte Kameras ein und machten im Camp Auswertungen, welche Tiere auf den Kameras zu sehen waren. Zwischendurch gab es immer wieder Theorie über Tracks und die Tiere vom Reservat, sowie deren Gefahren.

Ende meiner Wildlife-Expedition in Südafrika

In der zweiten Woche gingen wir auf einen Ausflug ins Moholoholo Rehabilitationscenter, wo wir den wilden Tieren sehr nahe kommen konnten. Da wir aber schon in freier Wildbahn die Tiere beobachten konnten und sie im Rehabilitationscenter nur hinter Gitter waren, war es nicht sehr spektakulär. Nach ein paar Tagen mit weiteren Drives, war auch schon meine Heimreise angesagt. Wieder fuhren wir mit dem Taxi in Richtung Hoedspruit, wo einige von uns nach Kapstadt weiterreisten. Von dort aus trennten sich die anderen Mitreisenden von mir und ich trat alleine den Rückflug in Richtung Zürich an.

Mein Fazit

Ich fand es eine sehr gute Entscheidung an einer Wildlife-Expedition durch Südafrika teilzunehmen. Ich habe in diesen zwei Wochen, was eher eine kurze Zeit für diese Reise war, sehr viel über das Land und die Tiere gelernt. Es brauchte sehr viel Mut alleine in ein solch weit entferntes Land zu reisen. Wenn man einmal dort ist, schließt man schnell Freundschaften und es ist ein riesen Spaß. Das Projekt ist sehr empfehlenswert und ich würde es wieder machen. Wenn ich noch einmal an diesem Projekt teilnehmen könnte, würde ich auf jeden Fall länger als zwei Wochen bleiben. Außerdem würde ich noch die Garden Route Tour mit dazu buchen, um noch mehr von Südafrika sehen zu können.


Entdecke genauso, wie Insiderin Celine die „Big-Five“ im Krugernationalpark.