Insider-Diary Antonia: Schul-Events in Australien

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Unsere Insiderin Antonia verbringt ihren High-School-Aufenthalt in einer australischen Schule. Hier berichtet sie uns von den Events, die die Schule veranstaltet. Lass dich überraschen und erfahre hier wie dein High-School-Aufenthalt in Australien aussehen könnte.


Der Unterschied zum deutschen Schulsystem

In Australien gibt es ein ganz anderes Schulsystem als in Deutschland. Dadurch habe ich auch viele Dinge in der Schule hier gemacht, was wir in Deutschland so nie gehabt hätten.

Karriere-Events

Mir ist besonders stark aufgefallen, dass in der 10.Klasse zumindest, viel mehr Ereignisse geplant sind. Dabei wird den Schülern bei der Karrierewahl mehr geholfen, als in Deutschland zu der Zeit. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man hier die Option hat, nach der 10. oder 11. Klasse schon die Schule zu verlassen und in die Arbeitswelt zu gehen. Dinge, die wir daher regelmäßig haben, sind „Karrierestunden“ in der Bibliothek. Dabei macht uns unsere Karriere-Ratgeberin mehr mit unseren eigenen Interessen und Stärken vertraut. Des Weiteren stellt sie uns Möglichkeiten für unsere Zukunft vor. Außerdem haben wir rund ein Mal pro Term einen Karriere Ausflug oder Event. Wie beispielsweise der Focus-Day in Term 1. An dem Focus-Day haben wir den ganzen Tag über unsere Interessen und Stärken gelernt. Und später konnten wir mit Leuten aus verschiedensten Berufen über ihren Werdegang etc. reden. In Term 2 sind wir dann zu einer Karriere-Messe gegangen. Bei dieser konnten wir sowohl zu Seminaren, aber auch zu hunderten von Ständen gehen, um uns über Ausbildungsmöglichkeiten und Ähnliches zu informieren. Viele Unis hatten dort Vertreter an Ständen, aber auch viele andere Ausbilder, die z.B. auf Film, Design, IT oder Gastwirtschaft spezialisiert waren.baeume-und-vögel

Mein Praktikum bei NIDA

Ich habe zudem freiwillig ein Praktikum bei NIDA gemacht, dem National Institute of Dramatic Arts in Sydney, was zu einer der Top Schauspielakademien in der Welt gehört. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich dort mein Praktikum machen konnte. Allerdings habe ich nicht, wie man vielleicht erwarten würde, geschauspielert, sondern ich habe in der Requisitenproduktion gearbeitet. Mein Praktikum war eins meiner besten Erlebnisse in meiner Zeit hier und hat mir gezeigt, wie sehr ich es liebe mit meinen Händen zu arbeiten. Diese Chance hätte ich in Deutschland nie so gehabt, weil es wirklich etwas Besonderes ist, in einem so großen und berühmten Unternehmen zu arbeiten. Beide Events, zusammen mit den Karrierestunden und meinem Praktikum, haben mir tatsächlich unglaublich viel dabei geholfen, einen konkreteren Plan für meine Zukunft zu gestalten. Das war wahrscheinlich das Hilfreichste was ich schulisch gesehen je für meine Berufswahl gemacht habe. Ich bin unglaublich glücklich, dass ich diese Sachen miterleben konnte und meine High-School hat wirklich tolle Events mit uns gemacht.

Sports Carnivals

Ein weiterer Teil unseres Schullebens sind die Sportwettkämpfe, die wir alle paar Monate mit der ganzen Schule haben. Ich habe hier den Swimming Carnival und den Athletics Carnival mitgemacht. Auch wenn ich nicht geschwommen bin und auch beim Athletics Carnival von den vielen Leichtathletikdisziplinen nur 100 m gesprintet bin (und verloren habe), bin ich froh die Erfahrung gemacht habe, wie das in Australien ist. Bei den Wettkämpfen macht man freiwillig mit, wobei nur noch die älteren Schüler mitmachen und die wirklich gut in den Disziplinen sind.

Die Teilnahme an den Sports Carnivals

Es ist eher weniger so, dass man einfach mitmacht um Spaß zu haben, was ich sehr schade finde. Wenn man antritt geht es nicht nur darum persönliche Rekorde aufzustellen, sondern auch für sein Haus zu gewinnen (zu Häusern später mehr). Ich habe mir alles ein bisschen…leidenschaftlicher vorgestellt. Außer den Leuten, die antreten um zu gewinnen, ist allen anderen ziemlich egal was passiert. Ich habe den Tag mit meinen Freunden und allen anderen, die nicht angetreten sind, was der Großteil der Schule war, nur an einer Stelle rumgesessen und ab und zu UNO gespielt. Das ist nicht besonders spannend, wenn man das von 8-15 Uhr macht. Wahrscheinlich ist es besser in Sport-High Schools, aber ich fand beide Carnivals insgesamt ziemlich langweilig.schueler-auf-sportplatz-von-schule-in-blauen-uniformen

Colour Day

Und zum Schluss ein sehr einzigartiges Event, welches es so nicht an anderen Schulen gibt. „Colour Day“ ist immer kurz nach Ende der Sommerferien und ich hatte Glück, dass ich so eine tolle Schultradition miterleben konnte. Alle Schüler sind eingeteilt in 4 Häuser, die eigentlich nur an Sportwettkämpfen und an Colour Day wichtig sind. An diesem Tag kommen nämlich alle Schüler in ihrer Hausfarbe zur Schule (gelb, blau, grün oder meine Farbe, rot), und dessen diesjährigen Thema verkleidet. Am Ende des Schultages haben wir eine Versammlung mit allen Schülern und Lehrern, in der jedes Haus eine kleine Show vorführt, in der wir umgetextete Lieder singen, sowie unsere Schulhymne am Ende. Zum Schluss entscheiden die Lehrer, welches Haus die beste Show hatte und den Colour Day gewinnt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht das mitzuerleben, vor allem, weil viele meiner Freunde in meinem Haus sind und wir sogar dieses Jahr gewonnen haben.

Fazit

Ich habe das Gefühl, dass australische Schulen insgesamt viel mehr Events haben. Während der Schulzeit werden viel mehr Möglichkeiten für die Schüler arrangiert, sich selbst außerschulisch zu engagieren. Wir lernen Sachen, die auch spezifisch auf das spätere Berufsleben angepasst sind, was ich sehr gut finde.


Lass dich überraschen und erfahre hier wie dein High-School-Aufenthalt in Australien aussehen könnte.