Insider-Diary Annalena: „Wahnsinniger Verkehr auf Bali“

Haus auf Bali

In ihrem spannenden Bericht erzählt dir unsere Insiderin Annalena von ihren ersten gewöhnungsbedürftigen Erfahrungen auf Bali. Weitere Informationen zum Annalenas Projekt findest du unter Building auf Bali.


Erste Eindrücke bei Nacht

Mein Flieger landete um 16.30 Uhr Ortszeit auf Bali. Die Visa- und Zollkontrollen hatte ich schon bei meinem Zwischenstopp in Jakarta hinter mir gelassen und als ich endlich meinen Rucksack in den Händen halte dürfte, konnte ich mir nur schwer vorstellen, wie fern ich meinem Ziel noch war. Es ist warm und drückend. Ansonsten sieht es nicht anders als auf einem europäischen Flughafen aus. Nach 20 Minuten fand ich heraus, dass ich am falschen Ausgang wartete. Die Kommunikation mit dem Team vor Ort klappte so reibungslos, dass ich meinen Fahrer weitere 10 Minuten später fand.

„Wahnsinniger Verkehr“

Gemeinsam mit Lena, die mit mir die Einführungswoche in Lovina bestreitet, machten wir uns auf den Weg. Das Parkhaus ist grün bewachsen, aber schon dort drinnen herrscht wahnsinniger Verkehr. Unser Fahrer Yani bringt uns sicher hierdurch und ich kann mich zurücklehnen und anfangen zu begreifen. Die amerikanischen Fast-Food-Ketten am Straßenrand erinnern doch ein bisschen an zu Hause. Nur die Häuser nebenan lassen darauf schließen, dass wir wirklich auf Bali sind. Die engen Straßen sind von Blumen und Grün gesäumt und in der Mitte der großen Kreuzungen stehen beeindruckende Statuen verschiedener hinduistischer Götter. Und während ich dankbar bin, mich in diesem Straßenverkehr nicht selbst fortbewegen zu müssen, fällt die Dunkelheit über uns herein – um 18 Uhr. Warum hatte ich noch gleich meine Sonnenbrille im Handgepäck transportiert? Ein Rollerfahrer schert vor uns ein, indem er uns mit einer Hand auf der Motorhaube des Autos ausbremst. Wer hier beim Fahren nicht die Ruhe selbst bleibt, hat verloren. Geschwindigkeitsbegrenzungen kennt man hier auch höchstens vom Wort her. Es wird nach Lust und Laune überholt und durch Fernlicht auf sich aufmerksam gemacht, wenn ein entgegenkommendes Auto nicht rechtzeitig Platz macht. Verhältnisse, die auf deutschen Straßen undenkbar wären.

Ankunft am Ziel

Sobald wir aus Denpasar rauskommen, werden die Straßen kleiner und leerer. Immer wieder fallen mir die Augen zu und das Nächste, was ich sehe ist die Unterkunft, die wir vier Stunden später erreichen. Wir bekommen um 21 Uhr noch die Reste vom Abendessen und beziehen unseren Bungalow und was soll ich sagen, wir waren geschockt. Von den wackelnden, knarzenden Betten und dem winzigen Bad. Das Duschwasser war kalt und roch unangenehm und ich wollte nur ins Bett und hoffen, dass am nächsten Morgen alles besser wird.Pool auf Bali

Erste Eindrücke bei Tageslicht

Als ich davon ausgegangen war, dass am Morgen alles besser würde, hatte ich falsch gehofft. Nach einer turbulenten Nacht in der zwei weitere Mädchen in unseren Bungalow zogen und ein Bett noch hergerichtet werden musste, stand ich auf, putzte mir mit dem speziell dafür beschafften Trinkwasser die Zähne und ging zum Frühstück. Natürlich wusste ich, dass ich nichts zu erwarten hatte, aber sich keine Gedanken zu machen war nicht die Lösung meiner Probleme. Mit einer Grundhaltung an Erwartungen gehst du schließlich ganz automatisch daran.

Unsere Einführungswoche

Innerhalb des Programms unserer Einführungswoche, liefen wir Montagmorgen ins Stadtzentrum von Lovina und die Straßenränder waren unerwartet vermüllt. In der Luft hing der Geruch nach Reis, Abgasen und verbranntem Müll – eine unangenehme Mischung. Doch egal wohin wir gingen, die Menschen waren sehr freundlich, teilweise etwas reserviert, aber in einem höflichen, sehr umgänglichen Maße. Das Gleiche gilt für das Team vor Ort; man hat uns unseren Freiraum gelassen und uns dennoch herzlich willkommen geheißen. Vermutlich liegt das schlichtweg an der positiven Grundhaltung der Balinesen.

Nach Ende der ersten Woche muss ich sagen, dass es glücklicherweise nichts gibt, an das ich mich nicht gewöhnen konnte. Selbstverständlich ist das Leben ein ganz anderes und man muss sich umstellen. Als ich akzeptiert hatte, dass es ist wie es ist und den ganzen Tag draußen verbracht habe, war es wirklich wunderschön.


Weitere Informationen zum Annalenas Projekt findest du unter Building auf Bali.