Insider-Diary Annalena: Meine Zeit in Bali geht zu Ende

Menschen gehen zu einem Boot auf Bali

Für Insiderin Annalena geht ihre Zeit auf Bali zu Ende. Sie berichtet dir, von ihren persönlichen Highlights auf der idyllischen, aber auch belebten Insel. Du möchtest genauso, wie Annalena durch die Reisfelder von Bali wandern? Dann warte nicht mehr länger und lebe deinen Traum!


Was bleibt, sind Erinnerungen

Was nach meiner Reise bleibt sind Bilder auf meinem Handy, Sandkörner zwischen der Dreckwäsche und die Erinnerungen in meinem Kopf und Herzen. Ich denke viel an die Menschen, die ich kennen gelernt habe. Zum Beispiel denke ich an die Koordinatoren vor Ort, die uns mit Rat und Unterstützung zur Seite standen, an flüchtige bekannte Freiwillige und an fremde Mädchen, die in nur drei Wochen zu Freundinnen wurden. Es lässt sich darüber streiten, wem man die „Schuld“ dafür zuweisen will, dass wir die meiste Zeit in unserem deutschen Grüppchen unter uns geblieben sind und ob man das als Verlust oder Zugewinn sehen will. Ich bin sehr dankbar über meine Zeit in Bali. Insbesondere haben mir die gemeinsam verplanten Wochenenden, die ich mit diesen Menschen verbracht habe gefallen.

Unsere Unterkunft

Wir machten in Ubud einen Stadtbummel, hatten Spa-Besuche, schliefen in Hostel-Betten und machten lange Spaziergänge. Untergebracht waren wir in einem kleinen Hostel im Hinterhof eines privaten Anwesens. Zusammen teilten wir uns zu sechst drei Betten in einem Schlafsaal mit anderen Reisenden und wurden von unseren Gastgebern herzlichst willkommen geheißen und versorgt.

Der „Sacred Monkey Forest“ auf Bali

Mit neu gewonnener Energie machten wir uns am Samstagmorgen auf den Weg in den „Sacred Monkey Forest“. Es war eine Attraktion von der uns ein Pärchen aus dem Hostel nicht wirklich vorgeschwärmt hatte. Die Beiden fanden nämlich die 60.000 Rupiah (4€) an Eintritt ein bisschen hoch angesetzt, wenn man bedenkt, dass die Affen sich auch durch die umstehenden Bäume außerhalb des Waldes hangeln. Wir gingen dennoch hinein, bezahlten nur 50.000 Rupiah – der Preis scheint ganz schön willkürlich veranschlagt zu sein – und wurden auch nicht enttäuscht. Es ist noch einmal etwas anderes, mitten durch die großen Gruppen wilder Affen hindurchzugehen, als sie nur oben in den Bäumen zu sehen.

Sind wir hier richtig?

Danach wollten wir zu den Reisterrassen laufen, die uns das Pärchen empfohlen hatte. Doch nach über einer Stunde gaben wir auf, nahmen ein Taxi und landeten eine Stunde vor Sonnenuntergang bei den Telagagang Reisterrassen. Wir waren immer noch nicht ganz sicher, ob das die Empfohlenen waren. Dennoch war der Ausblick traumhaft schön.Reisterrassen auf Bali

Besuch am Tegenungan Wasserfall

Die verbleibenden Stunden des Sonntags, vor unserer Rückkehr, verbrachten wir getrennt. Während einige noch ein bisschen bummeln wollten, oder erste Krankheits-Symptome auskurierten, machten Eva und ich uns auf den Weg zum Tegenungan Wasserfall. Es war eine gute Entscheidung, auch wenn dieser nicht der schönste Wasserfall meiner Reise bleiben sollte. Am Nachmittag ging es, erschöpft und gleichzeitig gestärkt durch die Energie neuer Eindrücke und unserer Abenteuerlust, zurück nach Lovina. Dort starteten wir am Montag voller Euphorie in die Projekte.Wasserfall auf Bali

Mit dem Speedboot nach Gili Air

Nach einer herausfordernden Woche waren wir am zweiten Wochenende bereit ein bisschen auszuspannen. Aufgrund eines Feiertages fiel am Freitag das Schul-Projekt aus. Um den gewonnenen Tag zu nutzen, nahm ich mir im Building-Projekt einen Tag frei. Freitagmorgens starteten wir zum Hafen Amed, um von dort mit dem Speedboat auf Gili Air überzusetzen. Von dem französisch geprägten Küstenort Amed, in dem sich eine Tauchschule an die nächste reihte, bekamen wir nicht besonders viel mit. Es ging mit dem Taxi bergauf, bergab, über Stock und Stein und wir dachten, wenn wir die Fahrt überstanden hätten, könnten wir auch nicht mehr seekrank werden. Wir wurden jedoch bitter enttäuscht. Die Fahrt mit dem Speedboat kam einem Höllenritt gleich. Wie auf einem Kinderkarussell mit schlechter Hydraulik wurden wir bei jeder Welle auf und ab geschleudert, sodass es einem nur auf den Magen schlagen konnte. Wir waren froh, als der zweite Halt nach anderthalb Stunden schon unser Ziel war. Wir haben uns tapfer geschlagen und es gab ja auch noch kein Frühstück, das hätte wieder hochkommen können.

Anne stößt zu unserer Gruppe dazu

Nachdem wir kurz Geld abgehoben haben und unmittelbar bevor wir unsere Unterkunft bezogen haben, haben wir etwas auf der winzig kleinen und wahnsinnig idyllischen Insel gegessen. Diesmal waren wir zu siebt unterwegs. Anne war in der zweiten Woche zu uns gestoßen und hatte gerade ihre Einführungswoche beendet. Gemeinsam gingen wir einen knappen Kilometer quer über die Insel, um zu dem Häuschen zu gelangen, das wir angemietet hatten.

Kaum Kartenmaterial

Wir waren bestimmt eine halbe Stunde unterwegs, da die meisten Schleichwege nicht in Google Maps verzeichnet waren. Das war auch kein Wunder bei reinen Fuß- und Radwegen. Außer Fahrrädern, Elektro-Rollern und Pferdekutschen rollten auf den Gili Inseln nämlich höchstens noch Bälle oder Getränkedosen, die von spielenden Kindern über den Boden gekickt wurden.

Fahrradtour

Nachdem wir die ein oder andere Dusche genossen hatten, liehen wir uns Fahrräder bei unserem Vermieter, um am Nachmittag die Inseln noch ein wenig zu erforschen. Entgegen anfänglicher Motivationsschwierigkeiten waren wir auch alle gemeinsam unterwegs. Der sandige Grund zwang uns zwischenzeitlich die Räder zu schieben, doch ohne sie wären wir höchstwahrscheinlich nicht mehr so viel herumgekommen.

Schnorchel-Tour

Außerdem betrauten wir unseren Vermieter mit der Aufgabe, uns für den nächsten Tag zu einer Schnorchel-Tour anzumelden. Am Samstagmorgen sammelten wir eine Gruppe Fußgänger an unserer Unterkunft ein und gemeinsam liefen wir zum Ablegeort des Bootes. Mit Flossen, Schnorchel und Maske ausgerüstet ging es eine gute Stunde später dann auch endlich aufs Boot. Das war dann ein letzter Bodenkontakt für die kommenden Stunden, was schon ein komisches Gefühl in der Magengegend machte.

Endlich im Meer!

Auch wenn die Fahrt ganz schön schauklig war, habe ich das erstaunlich gut weggesteckt. Dennoch war ich froh, als es an unserem ersten Schnorchel-Stopp endlich ins Wasser ging. Wir waren im Meer! So richtig komplett nass und ohne Bodenkontakt, zum allerersten Mal während dieses Aufenthalts am anderen Ende der Welt. Die nächsten sechs Stunden verbrachten wir damit, an den Küsten der drei Inseln umhergefahren zu werden und die schillernd schöne Unterwasserwelt zu bewundern. Zwischendrin machten wir eine Mittagspause auf Gili Meno, der kleinsten und mit Abstand ruhigsten der drei Inseln. Es war wunderschön, aber leider nicht für lange oder abenteuerlastige Aufenthalte geeignet. Abends fielen wir glücklich aber geschafft in die Betten und bereiteten uns mental auf die Rückfahrt am folgenden Morgen vor. Das war der Punkt, an dem wir lieber noch nicht zurückgekehrt wären.

Meine letzten 24 Stunden der Reise

Meine Abreise war am darauffolgenden Wochenende. Am Samstagmorgen machte ich mich auf den Weg um eine letzte Nacht, ganz allein in Kuta zu verbringen. Ich war absolut nicht bereit zu gehen. Nicht meinetwegen, nicht wegen der großartigen Menschen, die ich kennen und lieben gelernt habe und schon gar nicht wegen dieser wunderschönen Insel, die noch so viel mehr zu bieten hätte.
Schweren Herzens machte ich mich auf den Weg und versuchte die letzten 24 Stunden in Kuta zu genießen. Doch ich musste feststellen, dass mir mein ruhiges Lovina fehlte. Die großen Menschenmengen, der florierende Tourismus, die grellen Leuchtreklamen, dieses so ganz andere Leben über den eigenen Verhältnissen widerstrebte mir. Ich fühlte mich allein unter den gesichtslosen Massen und war doch ganz froh, Sonntagmittag in den Flieger zu steigen.

Mein Fazit

Wenn ich auf diese drei Wochen zurückblicke, die sich irre weit weg und total surreal anfühlen, glaube ich fast, nur geträumt zu haben. Die Zeit vergeht so schnell und mein Alltag hat mich mit einem Schlag wieder eingeholt. Aber wenn ich in einer ruhigen Minute an diese Wochen zurückdenke, fällt mir auf, wie viel die paar Tage, diese Handvoll Menschen doch verändert haben.


Du möchtest genauso, wie Annalena durch die Reisfelder von Bali wandern? Dann warte nicht mehr länger und lebe deinen Traum!