Insider-Diary Annalena: Farbverlauf – Mein Building-Projekt

Kindergarten auf Bali

Unsere Insiderin Annalena hat auf Bali ihr Building-Projekt begonnen und berichtet dir nun von ihren bunten Erfahrungen beim Malern. Werde Teil eines Building-Projekts auf Bali und lerne neue Kulturen und Menschen kennen.


Projektplanung

Gemeinsam mit Karel aus Belgien startete ich am Montag, den 11. September in die zweiwöchige Projektarbeit. Wir haben uns darangemacht, die Außenwand eines Kindergartens neu zu gestalten. Ursprünglich hatte unser Koordinator Yogi dafür eine Woche angesetzt, aber die Zeit auf Bali hat ihren eigenen Rhythmus. Somit war uns schon am ersten Tag klar, dass das Projekt länger dauern würde.

„Eigenwillige Arbeitsmethoden“

Den ersten Tag haben wir damit zugebracht, die gesamte Wand von Hand abzuschleifen, um den Untergrund aufzurauen. Wir mussten uns an recht eigenwillige Arbeitsmethoden gewöhnen. Es gab keine Leiter, also kletterten wir auf ein wackliges Gerüst aus Kindertischen und -stühlen und schliffen mit Sandpapier. Die Farbe, die wir am nächsten Tag mit der Rolle auftrugen, war so stark mit Wasser verdünnt, dass sie in feinen Streifen die Wand herunterronn. Deshalb brauchten wir den ganzen Dienstag und Mittwoch, um die ehemals gelbe Wand in zwei Schichten weiß und drei Schichten blau zu überstreichen. Glücklicherweise trocknete die Farbe so schnell, dass wir nie länger als zehn Minuten warteten.Madechen und Junge streichen Wand auf Bali

Die Kreativ-Gestaltung

Mit einem Spachtel haben wir im Nachhinein den Fliesenboden von den angetrockneten Farbklecksen gesäubert und am Donnerstag mit der Kreativ-Gestaltung angefangen – der Teil, vor dem es uns am meisten graute.

Karel und ich hielten uns beide für zu untalentiert. Doch als Yogi uns am Donnerstag einen Bleistift und Radiergummi in die Hände drückte und uns alle Entscheidungsmacht übertrug, führte kein Weg mehr dran vorbei. Wir einigten uns thematisch darauf, Tiere und Zahlen zu zeichnen und fingen an. Wir waren ganz überrascht, wie gut das Zwischenergebnis aussah.

In den Tagen darauf machten wir uns daran, die Zeichnungen auszumalen und zu unserer Erleichterung stellten wir fest, dass die Farbe dafür dickflüssiger war und sich dementsprechend besser auf die Wand auftragen ließ.

Den Freitag habe ich mir für unsere Wochenendgestaltung frei genommen. Karel und Yogi waren jedoch nicht alleine, denn durch einen Feiertag fiel der Unterricht aus und die übrigen Mädels aus dem Teaching-Projekt begleiteten die Jungs, um beim Malen zu helfen.

Neue Teilnehmer helfen beim Streichen

Als ich am Montag zurückkam, leuchtete die Wand schon in lauter bunten Farben. In dieser Woche begleiteten uns zwei australische Teilnehmer mit ihren Müttern. Sie waren nur für eine Woche angereist und hatten vorher bereits andernorts an einem Building- Projekt mitgewirkt. Nachdem die Enttäuschung überwunden war, dass sie auf Bali nur streichen und nichts bauen würden, nahmen sie sich der Außenwand des Spielplatzes an. Am Dienstag merkten wir langsam, dass die Zeit knapp wurde. Das Ausmalen war aufwändiger als gedacht, aber wir würden rechtzeitig fertig werden. Die Erleichterung kam, als wir Donnerstag die letzten Bleistiftlinien überpinselten und anfingen an manchen Stellen eine zweite Schicht aufzutragen.

Großer Putztag

Der letzte Tag war dann der große Putztag. Die nicht abgeklebten Fensterrahmen wurden halbherzig abgewischt und übergestrichen. Mit dem Spachtel kratzten wir die getrockneten Farbflecke vom Fliesenboden. Dann wischten wir mit einem Schwamm über die Wand, die an einigen Stellen bereits unter den spielenden Kindergartenkindern gelitten hatte. Am Ende fegten wir alles durch.


Werde Teil eines Building-Projekts auf Bali und lerne neue Kulturen und Menschen kennen.